5. bis 7. April 2000
Universität Koblenz-Landau
Hotel Rheinfels, St. Goar
0.0.1 Petri-Netze
1.5.1 Knowledge Engineering (KE)
2.1.6 Requirements Engineering (RE)
2.1.9 Objekt-Orientierte Software-Entwicklung (OOSE)
2.5.2 Entwicklungsmethoden für Informationssysteme und deren Anwendung (EMISA)
5.10 Modellierung betrieblicher Informationssysteme (MOBIS)
5.11 Vorgehensmodelle für die betriebliche Anwendungsentwicklung
Innerhalb der Gesellschaft für Informatik befaßt sich eine Reihe von Fachgruppen explizit mit der Modellierung von Software- bzw. Informationssystemen. Während dabei unterschiedliche Perspektiven auf den Gegenstand der Modellierung betont werden, sind bei näherer Betrachtung deutliche Überschneidungen erkennbar. Der Austausch zwischen den verschiedenen Fachgruppen wird allerdings dadurch erschwert, daß sie sich unterschiedlichen Traditionen und mit ihnen einhergehenden Terminologien verbunden fühlen. Jenseits einer sinnvollen wissenschaftlichen Arbeitsteilung verspricht die Auseinandersetzung mit den Blickwinkeln benachbarter Forschungsgemeinden wertvolle Anregungen.
Diesem Ziel ist die im Jahre 1998 ins Leben gerufene Tagungsreihe Modellierung gewidmet. Sie bietet Mitgliedern einschlägiger Fachgruppen der GI - wie auch nicht organisierten Wissenschaftlern und Praktikern - ein Forum, um Gemeinsamkeiten, Defizite und Unterschiede in den verwendeten Modellierungsansätzen herauszuarbeiten und den gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu stimulieren.
Um diesen Anspruch zu unterstreichen, wird es auch während der Modellierung 2000 neben den Vorträgen viel Raum für Diskussionen geben - ein Konzept, das bei den beiden bisherigen Workshops großen Anklang fand. Daneben werden zwei Anregungen umgesetzt, die auf dem letzten Workshop von vielen Teilnehmern unterstützt wurden. So hat der Einsatz von Modellierungswerkzeugen in der Praxis wie auch in den Hochschulen eine große Bedeutung. Gleichzeitig übersteigt eine befriedigende vergleichende Evaluation von Werkzeugen häufig die Möglichkeiten einer einzelnen Institution. Aus diesem Grund ist eine Sitzung vorgesehen, die einschlägigen Erfahrungsberichten bzw. Evaluationen gewidmet ist.
Daneben wurde darauf verwiesen, daß Modellierungskompetenz wesentlich durch den kritischen Nachvollzug hinreichend komplexer Beispiele entsteht. Einschlägige Fallstudien versprechen hier eine wertvolle Ergänzung zu bisherigen Lehrformen. Deshalb soll eine weitere Sitzung der Präsentation solcher Fallstudien zusammen mit der Darstellung des jeweiligen didaktischen Vorgehens gewidmet sein. Dabei ist nicht nur an die Hochschullehre, sondern auch an die betriebliche Weiterbildung gedacht.
Im Rahmen der Tagung wird ein Workshop für Doktoranden stattfinden. Er bietet Doktoranden aus der Informatik und Wirtschaftsinformatik die Möglichkeit, ihr Dissertationsthema - das einen deutlichen Bezug zur Modellierung haben sollte - in Kurzreferaten (10 min.) zur Diskussion zu stellen.
Prof. Dr. Ulrich Frank
Dipl.-Inf. Michael Prasse
Hotel Rheinfels, St. Goar
Editor: Olaf Kandel, iwi@uni-koblenz.de