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Technische Informationen zur Realisierung des DirectFax-Service des Rechenzentrums
der Uni-Koblenz.
Dieser Service wird mit einer aktiven ISDN_Karte
der Firma AVM, der B1 realisiert, die
in einem Linux-PC mit SuSE Linux 7.2
betrieben wird. Die B1-Karte wird an einem
Anlagenanschluß (Point To Point -Anschluß)
der Telefonanlage der Uni Koblenz, Campus
Metternich, einer Alcatel (Typ a4400a)
betrieben.
Um das gesteckte Ziel zu erreichen, nämlich die Möglichkeit
jedem Mitarbeiter der Uni eine persönliche Faxnummer zu vergeben,
die aus einem Präfix + seiner Durchwahl besteht, ist der Betrieb
der B1-Karte am Anlagenanschluß wesentlich. In dieser Konfiguration
wertet die Alcatel-Telefonanlage lediglich einen vom Anrufer gewählten
Präfix aus, der dazu führt, das die weitere Verbindungskontrolle durch
die B1-Karte und der darauf arbeitenden Software ausgeführt wird. Der
für die Uni gewählte Prefix ist 100. Da die Basisnummer der
Uni (Campus Metternich) 0261 287 ist, wird durch Wählen von 0261 287
100 die Kontrolle über die eingehende Verbindung von der Alcatel Telefonanlage
an die unter Linux laufende Anwendung delegiert, die die B1-Karte steuert.
Diese Anwendung baut erst dann eine Verbindung auf, wenn hinter dem Präfix
vier weitere Ziffern gewählt werden. Da die Durchwahl jedes Mitarbeiers
vierstellig ist, können diese vier Ziffern dazu verwendet werden das
Fax einem bestimmten Mitarbeiter eindeutig zuzuordnen, wodurch die "persönliche"
Faxnummer möglich wird. Die Zustellung des Fax erfolgt über
eine Mail, die das Fax als Attachment enthält.
Der eigentliche Faxempfang wird mittlerweile
über das AVM capi4hylafax-Paket erledigt. Zuvor wurde der Faxempfang durch
eine modifizierte Version der CAPI-Anwendung
capifaxrcvd durchgeführt mehr zu dieser (älteren) Lösung
steht hier.
Die Anwendung c2faxrecv aus dem capi4hylafax-Paket wird allerdings nicht im Hylafax-Modus,
sondern im Standalone-Modus betrieben, da
nur in diesem Fall alle wichtigen Informationen
über ein eingegangenes Fax an ein Notify-Skript
geliefert werden. Hierzu gehört insbesondere
die von Versender gewählte Zielnummer mit
deren Hilfe das Fax anschließend vollautomatisch
einem ganz bestimmten Benutzer per email
zugestellt werden kann.
An Konfiguration muß nun neben der AVM CAPI-Installation
und der Installation von capi4hylafax lediglich die Konfiguration des Faxsystems
vorgenommen werden. Wichtig ist hierbei der
Abschnitt in der DDI (Direct Dial In) konfiguriert
wird. Hier muß die Zahl der Ziffern angegeben
werden, die der Durchwahl entsprechen (DDILength) und auch die Zahl der Ziffern, die von
der Telefonanlage zusätzlich geliefert werden
und nicht beachtet werden sollen (DDIOffset). In unserer Konfiguration ist die Durchwahl
vier Stellen lang, wobei die Telefonanlage
immer noch eine fünfte Stelle (immer 0) voranstellt,
die überlesen werden muß.
Ist die Konfiguration abgeschlossen, wird
einfach aus einem Init-Skript heraus c2faxrecv
mit der entsprechenden Konfiguration gestartet
bei uns als: c2faxrecv -f tiff -C \ /admin/isdnfax/etc/config.faxCAPI
Die Option -f besagt, das eingehende Faxe als Tiff-Dateien
und nicht im SFF-Format gespeichert werden.
Wird ein Fax empfangen, wird das in der Konfiguration
angegebene Notify-Skript (faxnotify)aufgerufen, das als Parameter insbesondere
die gewählte Faxnummer als auch den Dateinamen
des Fax erhält. Das Notify-Skript ruft ein
in Perl geschriebenes Verteilungssystem auf, mit dessen Hilfe das Fax (Userkonfigurierbar)
in verschiedene Formate konvertiert und dann
in Abhängigkeit von der Nummer zu der konfigurierten
Benutzerkennung als Mail versendet wird.
Dieses Verteilungsystem ist gut konfigurierbar
und sollte leicht an andere Konfigurationen
angepaßt werden können.
Editor: Rainer
Krienke
krienke@uni-koblenz.de
Letzte Änderung: 20.01.20002 |