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Für viele Anwendungen von Graphen ist es nötig, neben der reinen
Graphenstruktur noch zusätzliche Daten an Knoten oder Kanten zu
verwalten. Sollen Knoten oder Kanten mit Daten versehen werden,
spricht man von einer Attributierung des Graphen.
Man kann zwei Arten der Attributierung unterscheiden:
- Häufig reicht zur Abbildung eines Realitätsausschnitts auf
einen Graphen die Unterscheidung von Knoten- oder Kantenarten
mittels der Typisierung nicht aus. Vielmehr ist für einige (oder
alle) Knoten und Kanten zusätzliche Information zu speichern. Die
Art der Information hängt dabei in der Regel vom Typ des Knotens
oder der Kante ab. Im Beispiel aus dem vorangehenden Abschnitt
(siehe Abb.)
könnte es notwendig sein, für die Parkeinrichtungen die Namen der
Einrichtung, für Parkgebäude darüberhinaus die Öffnungszeiten zu
speichern.
- Für viele Algorithmen der Graphentheorie ist es notwendig,
kurzfristig Steuerinformationen an Knoten oder Kanten zu schreiben,
die nach Ablauf des Verfahrens wieder gelöscht werden können. Z.B.
ist es für ein Suchverfahren wichtig zu wissen, welche Knoten
bereits behandelt wurden und welche nicht. Attributierung dieser
Art wird im folgenden als
temporäre
Attributierung
bezeichnet.
Friedbert Widmann
7/20/2003