Wenn man z.B. einen Stadtplan auf einen Graphen abbilden will, liegt
es nahe, Straßenabschnitte als Kanten und Kreuzungen, Einmündungen,
Parkplätze, Parkhäuser und Tiefgaragen als Knoten zu modellieren.
Bei den Knoten fällt auf, daß man sie grob in zwei Mengen zerlegen
kann, nämlich in die aller Verzweigungspunkte (Kreuzungen und
Einmündungen) und die aller Parkeinrichtungen, die ihrerseits wieder
feiner zerlegt werden können (siehe Abb.)
.
Die Einteilung von Knoten oder Kanten zu unterschiedlichen Mengen kann durch Typisierung realisiert werden. Die unterschiedlichen Mengen werden dabei durch Typen repräsentiert. Die Zugehörigkeit eines Knotens bzw. einer Kante zu einer bestimmten Menge wird dann dadurch ausgedrückt, daß dem Knoten bzw. der Kante der diese Menge repräsentierende Typ zugewiesen wird.
Falls eine Menge, die durch einen Typ A repräsentiert wird, Teilmenge der durch Typ B repräsentierten Menge ist, ist A ein Untertyp von B (A is-a B) und B ein Obertyp von A. So ist Parkhaus ein Untertyp von Parkgebaeude. In der Abbildung wird die Untertyprelation dadurch ausgedrückt, daß der Untertyp innerhalb des Obertyps notiert ist. Die Untertyprelation ist reflexiv und transitiv, muß aber nicht notwendigerweise antisymmetrisch sein.
Weiterhin werden die Mengen der Knoten und Kanten, die einen
gemeinsamen Obertyp haben, zu Klassen
von Typen zusammengefaßt. Eine Klasse beinhaltet alle Kanten
und Knoten des gemeinsamen Obertyps sowie aller seiner Untertypen.
Dabei benutzen wir den Obertypen als Bezeichner der gesamten Klasse.
Im EER-Diagramm in Abbildung ist z.B.
Parkgebaeude eine Klasse, in der alle Knoten der
Typen Tiefgarage, Parkhaus und
Parkgebaeude
enthalten sind.