Informationstag im BCG am 12.3.1998
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Über 100 Schüler erwarteten die Wissenschaftler vom Institut für Rechtsmedizin der Ludwig-Maximilians Universität München im Filmsaal der Schule. |
| Institutsleiter Professor Dr. Wolfgang Eisenmenger erzählte
mit Stolz, wie sein Institut durch Analysen
der Blutspuren vom Tatort, des Speichels, mit dem der Erpresserbrief zugeklebt wurde, und des Spermas an der Unterwäsche einen Straftäter überführt. |
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| Dr. Weichhold ist der Wissenschaftler, der den "schönsten Krimi aller Zeiten", den Fall Kaspar Hauser, nach 163 Jahren scheinbar gelöst hat: | ![]() |
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Mit Dias demonstrierte Dr. Weichhold, wie er als Wissenschaftler vom rechtsmedizinischen Institut in München und Herr Bark vom Forensic Science Service in Birmingham die Stoffproben von der Originalbekleidung Kaspar Hausers an der Puppe aus dem Kaspar Hauser Museum in Ansbach entnommen haben. |
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Von der Einstichstelle an der linken Brustseite in der Oberbekleidung war das Blut auf den Bund der Unterhose heruntergelaufen und hatte sich dort gesammelt. Deshalb wurde dort ein 7x5 cm großes Stoffstück entnommen, das sich dann beide Institute teilten - hier ein Teil des in München untersuchten Stückes. |
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Das Münchener Stoffstück wurde in zwei etwa 4qcm große Stücke mit mutmaßlichen Blutantragungen und ein Stück ohne erkennbare Blutantragungen (Leerprobe) geteilt. Ein Reststück mit mutmaßlichen Blutspuren (unten) blieb zurück. Die beiden Stoffproben (rechts) wurden erst in milden Isolierungs-Reagenzien von oberflächlichen Blutspuren und sonstigen Kontaminationen "gereinigt". Anschließend wurde mit einem weiteren kräftigeren Isolierungs-Reagenz die DNA im tiefer liegenden Blut gelöst. |
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Beim Vergleich mit der zweiten Isolierung konnten aber keine Oberflächenkontaminierungen
nachgewiesen werden.
Dr. Weichhold erklärte dann die Auswahl der mtDNA für die Sequenzierung und stellte das Untersuchungsergebnis vor. siehe hierzu Seite: gentechnologische Untersuchung von Dr. Weichhold! |
| Frau Dr. Kirsten Bohnen vom Deutschen-Museum-Bonn dankte den Wissenschaftlern für die "Unterrichtstunde in der Schule" und lud die Schüler zur live-Diskussion am 30.3.1998, 17.00-19.00 Uhr, ins Deutsche Museum nach Bonn ein. | ![]() |
Fragen und Kommentare bitte als E-mail an: hjgroenert@uni-koblenz.de