Elektrische Impulse vom Nilhecht (Gnathonemus petersi) Nilhechte bauen mit kleinen elektrischen Impulsen von einigen Mikrovolt rund um ihren Körper ein elektrisches Feld auf, das wie ein Radargerät arbeitet. So können sie auch in verschlammten Gewässern Freund und Feind orten. Die Impulse werden von elektrischen Organen gesendet. Sie sind Teile der Schwanzmuskulatur. Es sind hintereinander geschaltete umgewandelte Muskelpartien, deren Muskelfasern keine Fibrillen mehr enthalten und die sich dadurch nicht mehr kontrahieren können. Auf der ihrer glatten Seite ist im Erregungszustand ein Membranpotential von +50mV auf der papillösen bleibt der Wert des Ruhepotentials (-90mV) erhalten. Dadurch entsteht zwischen beiden Seiten (wie bei einer Batterie) ein Potential von 140mV. Diese in Serie zu elektrischen Säulen geschalteten Platten ergeben Spannungswerte bis 5V. Als Transmitter wirkt hier auch Acethylcholin. Mit zwei Elektroden kann man die Potentiale aus dem Aquarienwasser ableiten, sichtbar und hörbar machen. Die Amplitude wird größer, wenn sich der Fisch den Elektroden nähert. Nilhechte werden bei der Abwasserreinigung auch als Anzeiger für toxische Belastungen eingesetzt.
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| Nilhecht (Gnathonemus petersi) |
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| Elektrisches Organ (eO) |
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| Elektrische Säulen (Platten mit papillöser und glatter Seite) |
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| Nilhecht (0,91sec) | ![]() |
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| Nilhecht (0,06sec) | ![]() |
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Zuletzt geändert am 31.01.1997.