Das Projekt aus Schülersicht

Stellvertretend für alle Schüler/-innen aus unserem Kurs möchte ich versuchen, die Eindrücke und Ergebnisse, die wir in den letzten 3 Monaten während unserer Projektarbeit sammeln konnten, reflektierend zu erläutern. Jeder von uns wurde vor die Aufgabe gestellt, eine eigene Internet-Seite und ein Poster zu erstellen. Damit waren wir, bis auf ein oder zwei Ausnahmen, mit etwas völlig Neuem konfrontiert worden. Im Schnelldurchgang (45 Min.) wurde uns die Kunst der Kennzeichnungs-Sprache "HTML" zum Erstellen von Word-Wide-Web-Seiten für Internetpublikationen präsentiert und von da an lag es bei jedem selbst, gesammeltes Material zu verarbeiten und in den Computer einzuspeisen. Da die meisten von uns mit einfachsten Mitteln gearbeitet haben, stand jeder bald vor einem Berg Problemen, die der "liebe Computer" so mit sich bringt. Mit einem Gefühl total überfordert zu sein machte sich große Frustration innerhalb des Kurses breit, der durch anhaltenen Zeitdruck und Diskussionen mit unserem Lehrer bei einigen fast darin gipfelte, alles hinzuschmeißen. Doch irgendeine "innere Motivation" ließ alle zu ihrem Ergebnis kommen. Und so wurde unter großem Zeitaufwand und bis spät in die letzte Nacht hinein am Computer gearbeitet und die Poster in "ästhetischer Kleinstarbeit" vollendet. Die beiden erfolgreichen Präsentationen am 16.04.97 und am 15.06. 97, die ebenfalls einer detaillierten Organisation bedurften, brachten uns schließlich Lob und Lohn für unsere Arbeit. Letzlich sind wir stolz auf unser Projekt und auf das Interesse der Medien, denn sowohl im Internet und in der Zeitung (Rhein- Zeitung vom 18.06.97) als auch im Fernsehn (Kanal 10 am 16.01.97) wurde das Projekt löblich erwähnt. Abschließend bleibt zu sagen, daß der Zeitaufwand, den wir für dem Biologie-Unterricht aufgebracht haben, sehr groß war (vielleicht sogar zu groß- im Vergleich zu anderen Fächern), denn ein Projektunterricht in dieser Form ist in dem jetzigen Schulsystem nur schwer möglich, ohne daß Schüler und Lehrer, bzw. Lehrer untereinander aneinander geraten. Im Nachhinein können wir nur alle ermutigen die überwindbare Hürde des Einstiegs ins Internet zu wagen, denn auch nach anfänglichen Schwierigkeiten kann eine Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem in einer Kommunikations- Gesellschaft, wie der unsrigen nur dienlich sein.