„Babybedenkzeit“
für Schülerinnen und Schüler
der Overberg
Hauptschule
Der „Sozialdienst katholischer
Frauen“ (SkF) in der Kurfürstenstraße in Koblenz und die
Schulsozialarbeiterin Anke Theisen der Overberg Hauptschule führten in
der Woche vom 08.-11.05.06 Achtklässler in die „Babybedenkzeit“ ein.
Ziel war es, bereits Achtklässler/Innen in Verhütungsmethoden,
verantwortungsvoller Elternschaft und den Umgang mit Babys fit zu machen.
Zwanzig Achtklässlerinnen und
Achtklässler nahmen an dem Projekt teil, d.h. sie hatten in dieser Woche
keinen Unterricht, sondern beschäftigten sich vor allem mit Themen wie Verhütungsmethoden
und verantwortungsvolle Partnerschaft. Innerhalb von
vier Tagen sollten sie sich in der Elternrolle üben und lernen, die
Bedürfnisse ihrer "Babys" zu erkennen und diese angemessen zu
versorgen. Dabei mussten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit
vielen Fragen auseinandersetzen wie:
„Wo bekomme ich in
Notsituationen Hilfe?“
„Wie gehe ich mit eigenen
Grenzen und Erschöpfung um?“
„Wie fühle ich mich, wenn
ich drei ganze Tage und Nächte für einen Babysimulator Verantwortung
übernehmen muss?“
„Was braucht das Baby?“
„Wie gestalte ich einen
ganzen Tag mit einem Baby, welches gefüttert, getragen, gewickelt werden
muss?“
„Wie fühle ich mich dabei
und wie komme ich zur Ruhe, wenn ich kaum Schlaf finde?“
„Wie erkläre ich den
Passanten, dass ich an einem Projekt teilnehme und nicht wirklich ein Baby
im Kinderwagen liegen habe?“
Der SkF stellte für dieses Projekt
computergesteuerte „Babysimulatoren“ zur Verfügung. Diese
„Babys“ wollten gefüttert werden, auf den Arm genommen werden oder
gewickelt werden. Sie waren so eingestellt, dass sie z.
B. auch nachts den Schülern den Schlaf raubten, in dem sie drei- bis
viermal „kamen“ und versorgt sein wollten.