Universitaet Koblenz-Landau

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  Lernen am Computer

Informatik und Gesellschaft III

Lernen am Computer


Lernen findet immer mehr auch am Computer statt. Dies gilt in zweierlei Weise. Erstens muß der Benutzer, um mit dem Computer arbeiten zu können, die Funktionsweise des Computers und der Anwendung erlernen. Meist ändern sich auch die Aufgaben, wenn ein Computer am Arbeitsplatz oder zu Hause genutzt wird. Der Benutzer muß also auch neue Aufgabenbearbeitungen erlernen.

Zweitens kann man den Computer zum Lernen eines anderweitigen Gebietes benutzen. Hier ist der Computer nicht Gegenstand, sondern Medium des Lernens.

Lernen am Computer bietet die Möglichkeit, verschiedene Medien zu verbinden: Buch, Tafel, Videorecorder, Kassettenrecorder, Flipchart, Overhead-Projektor. Verschiedene Codierungen sind möglich: Text, Graphik, Bild, Tabelle, Film. Die Ausgabe kann die Sinne des Lernenden in verschiedenen Modalitäten erreichen: Sehen, Hören, Greifen, (Riechen?). Diese Kombination wird umgangssprachlich mit Multimedialität bezeichnet.

Pädagogen haben schon früh (z. B. Comenius 1657) auf die Vorzüge aktiven Lernens, Vorteile der Verbindung von Beschreibung und Demonstration, auf die Anschauung also, verwiesen. Mittlerweile weiß man auch einiges über die Grenzen und Nachteile von Überfrachtung und Ablenkung.

Das Seminar soll sich mit folgenden Themen befassen (in Klammern die voraussichtlichen Bearbeiterinnen und Bearbeiter und die ersten Sprechstundentermine):

  • Stand und Entwicklung von computergestütztem Lernen
  • Lernen gemäß verschiedenen Wissenschaftsparadigmen (Behaviourismus, Kognitivismus, Konstruktivismus): Welche Vor- und Nachteile bieten Drill&Practise, Exploration, Simulation etc.
  • Lernen und Arbeiten: Wie kann das Lernen in die Aufgabenbearbeitung integriert werden (learning on demand)?
  • Lernen als Prozeß: Wie kann die Lernsequentialität am Computer unterstützt werden?
  • Intelligente Lernsystem: Wie kann sich die Lernumgebung an den Lernenden anpassen?
  • Lernerfolg am Computer: Prägt das Medium oder die Instruktionsmethode das Lernergebnis?

Literatur

Die nachstehend genannte Literatur kann u.a. im Institut für Sozialwissenschaftliche Informatik ausgeliehen werden.
  • Baumgartner, Peter/Sabine Payr (1994): Lernen mit Software. Innsbruck: Österreichischer Studien Verlag.
  • Bertelsmann Stiftung, Heinz Nixdorf Stiftung (Hrsg.) (1997): Virtuelles Lernen und Lehren an deutschen Universitäten. Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung (siehe auch http://www.stiftung.bertelsmann.de/bereiche/big.html
  • Bromme, Rainer/Elmar Stahl (1998): Rämliche Metaphern und das Schreiben von Hypertext: Eine Studie im Schulunterricht. Zeitschrift für pädagogische Psychologie 18 (2/3)
  • Hasebrook, Joachim (1995): Multimedia-Psychologie. Heidelberg, Berlin, Oxford: Spektrum, Akademischer Verlag.
  • Issing, Ludwig J./Paul Klimsa (Hrsg.) (1995): Information und Lernen mit Multimedia. Weinheim: Psychologie Verlags Union
  • Schnotz, Wolfgang/Thomas Zink (1997): Informationssuch und Kohärenzbildung beim Wissenserwerb mit Hypertext. Zeitschrift für pädagogische Psychologie 11 (2), 95-108
  • Schulmeister, Rolf (1996): Grundlagen hypermedialer Lernsysteme. Theorie - Didaktik - Design. Bonn: Addison-Wesley.
  • Stahl, Elmar/Rainer Bromme (1997): Verständnis von Hypertext-Strukturen durch die Konstruktion von Hypertexten? Beobachtungen zum Umgang mit Hypertexten im Schulunterricht. In: D. Janetzko et al. (Hrsg.) CAW-97. Beiträge zum Workshop ``Cognition & Web'', Freiburg i.Br.: IIG-Berichte 1/97, 158-175

Foliensatz zur Einführung

Voraussetzungen

Vordiplom. Studierende anderer Studiengänge sind ebenfalls willkommen.

Leistungsnachweis

Seminarvortrag (Referat oder Korreferat), Moderation einer Sitzung

Editor: Frank Korf
Letzte Änderung: 12.04.99
Systematik

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