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>>3. Koblenzer Elternuniversität: Coaching für Eltern und andere Fachleute

3. Koblenzer Elternuniversität
Coaching für Eltern: Ein Forum für Fachleute und Eltern

in Kooperation mit dem Institut an der Ruhr (IR) und dem Koblenzer Institut für Systemische Studien (KISS)

http://elternuni.uni-koblenz.de
Raum D 239 Mittwoch, 11.06.08, 9-17 Uhr Teilnahmegebühr: 20 €

Ben Furman (Helsinki):
Mit Kindern gemeinsam Lösungen erfinden –
Eine Herausforderung für Familie und Schule

  1. 9.00-9.30 Uhr: Begrüßung Prof. Dr. Reinhard Voß (Koblenz), Institut für Pädagogik
  2. Grußworte des Vizepräsidenten und des Landeselternsprechers
  3. 9.30-10.45 Uhr: Ben Furman (Helsinki):
    "Lösungsorientierte Psychologie und Pädagogik mit Kindern und Jugendlichen"
  4. 10.45-11.15 Uhr: Kaffeepause
  5. 11.15-12.45 Uhr: Ben Furman:
    "Ich schaff's" – Ein 15-Schritte-Programm f&uum;r Eltern, Lehrer, Erzieher und Therapeuten (Fallbeispiele mit Videosequenzen)
  6. 12.45-14.15 Uhr: Mittagspause
  7. 14.15-15.45 Uhr: Ben Furman:
    "Ich schaff's" – Übungen und praktische Anwendungen
  8. 15.45-16.15 Uhr: Kaffeepause
  9. 16.15-17.00 Uhr: Erfahrungsaustausch verschiedener Schulelterngruppen

Ben Furman

Gründer und stellvertretender Direktor des Helsinki Kurzzeittherapie-Instituts, charismatischer Redner und ein überaus produktiver Autor, dessen Bücher weltweit übersetzt wurden (z.B. Ich schaffs!, C. Auer, Heidelberg, 2005). Seit über fünf Jahren hat er seine eigene psychologiebezogene Talkshow zu bester Sendezeit im finnischen Fernsehen.

Zum Referat:

Nach Haim Omer (Universität Tel Aviv) "Elterliche Präsenz und gewaltloser Widerstand" und Dieter Thomä (Universität St. Gallen) "Eltern: Eine riskante Lebensform" ermöglicht die diesjährige Elternuniversität mit Ben Furman (Institut für Kurzzeittherapie, Helsinki) eine grundlegend andere, lösungsorientierte Sichtweise im Umgang mit Kindern und Jugendlichen in Familie und Schule. Ein Ansatz, der versucht, problemorientiertes in lösungsorientiertes Denken zu verwandeln und erzieherische Schwierigkeiten spielerisch und mit Gelassenheit zu meistern.

Die lösungsorientierte Psychologie war zunächst eine Methode, die in den 70er Jahren in therapeutischen Kontexten (Familientherapie u.a.) entwickelt wurde. Sie ist heute relevant in den Bereichen Sport, Erziehung, Organisationspsychologie und Management.

Im Rahmen dieses Tages wollen wir die Bedeutung der lösungsorientierten Arbeit für Elternhaus und Schule unterstreichen. Im Einzelnen soll diskutiert werden,

  • inwieweit Eltern und Lehrer lösungsorientierte Prinzipien konkret anwenden können, um konstruktiv und kreativ mit dem Problemverhalten von Schülern umzugehen,
  • wie Probleme von Schülern in Fähigkeiten und inakzeptables Verhalten in Verantwortungsübernahme umgewandelt werden können,
  • wie Schüler sich gegenseitig bei der Lösung ihrer Probleme unterstützen können und
  • wie die lösungsorientierte Philosophie die Entwicklung von Familie und Schule in Richtung einer Erziehungspartnerschaft unterstüzten kann.

 

Literatur:

B. Furman (2005) Ich schaff’s! Spielerisch und praktisch Lösungen mit Kindern finden - Das 15-Schritte-Programm für Eltern, Erzieher und Therapeuten, C. Auer, Heidelberg (www.ichschaffs.com)
B. Furman (1999) Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben, Borgmann, Dortmund B. Furman / T. Ahola (1995) Die Zukunft ist das Land, das niemandem gehört. Probleme lösen im Gespräch, Klett-Cotta, Stuttgart

Prof. Dr. Reinhard Voß

Professor für Allgemeine Didaktik und Schulpädagogik in Koblenz

Literatur:

Reinhard Voß (Hg.): Verhaltensauffällige Kinder in Schule und Familie – Neue Lösungen oder alte Rezepte?. Luchterhand Verlag, Neuwied, 2. Aufl. 2002, z. Zt. vergriffen
Reinhard Voß (Hg.): Wir erfinden Schulen neu. Beltz, Weinheim/Basel, 2006