Universitaet Koblenz-Landau

Universitaet Koblenz-Landau Fachbereich Informatik
Fachbereich Informatik
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Umfeld



International

Zwar sind zahlreiche Aspekte der Computervisualistik, insbesondere etwa Rechnersehen und Computergrafik, international an vielen Universitäten vertreten; aber fast überall sind sie in andere Studiengänge eingegliedert, meist Elektrotechnik und Informatik. Bemühungen in Richtung einer eigenständigen Bild- und Visualisierungswissenschaft, verbunden mit entsprechenden Ausbildungsangeboten in eigenen Studiengängen, treten in den letzten Jahren aber international verstärkt auf. Einen ersten Überblick geben die Magdeburger Unterlagen zur Einführung der Computervisualistik ,,Prolegomena zum Diplomstudiengang Computervisualistik`` (2.Fassung, Mai 1996[Sch96]). Genannt werden vor allem die folgende Studienangebote.

  • Die ,,imaging science`` des Rochester Institute of Technology (Rochester, New York, http://www.cis.rit.edu). Die Rochester Studiengänge umfassen alle Verfahren der Bildbearbeitung, -speicherung, -herstellung und -übertragung, also z.B. auch photochemische neben den elektronischen.
  • Die ,,visual science`` des Technical Graphics Department der Purdue University (West Lafayette, Indiana, http://www.tech.purdue.edu). Der Studiengang beschränkt sich auf die technischen Aspekte der Visualisierung und enthält keine interdisziplinäre Verknüpfungen mit den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Daneben gibt es Forschungszentren, die keine Studiengänge anbieten, jedoch Graduiertenstipendien vergeben.

  • Das Graphics Visualization and Usability Center (GVU) des Georgia Institute of Technology (Alabama, Georgia, http://www.cc.gatech.edu/gvu/). Der Schwerpunkt liegt auf der Verwendung von Bildern in der Mensch-Maschine Interaktion.


National

Einen Studiengang Computervisualistik gibt es in Deutschland bisher nur an der Universität Magdeburg, wo er im Wintersemester 1996/97 mit großer Resonanz gestartet wurde. Das Koblenzer Modell folgt bewußt den dort entwickelten Grundideen; beide Modelle sollen kompatibel und für Studenten zumindest bis zum Vordiplom durchlässig bleiben.


Universitäten

Der im WS 1996/97 in Magdeburg mit großem Erfolg gestartete Studiengang wird von Th. Strothotte, einem international anerkannten Spezialisten für Bildverarbeitung in der Mensch-Maschine Interaktion und von J. Schirra betreut. Ausführliche Angaben finden sich unter http://www.cs.uni-magdeburg.de und in [Sch96]. Der Studiengang ist mit einem Graduiertenkolleg verbunden und richtet in Kürze neben dem deutschen Diplomabschluß einen englischsprachigen bachelor- und master-Abschluß ein.

Derzeit bietet Magdeburg keine Veranstaltungen in Softwareergonomie und grafischen Benutzungsoberflächen an und hat nur ein sehr beschränktes Angebot im künstlerischen Design (als Schwerpunkt Industriedesign). Demgegenüber betont das Koblenz-Landauer Modell diese Bereiche, setzt somit in der Computervisualisierung bereits bei den heute üblichen grafischen Benutzungsoberflächen und ihrer Weiterentwicklung ein.

Es bietet sich eine enge Kooperation beider Universitäten an, um von Anfang an ein einheitliches Grundmodell der Computervisualistik in Deutschland sicherzustellen. Unterschiede sollten nur die Schwerpunktsetzungen betreffen. Eventuell könnten bestimmte Blockkurse von einer Lehrperson für beide Universitäten durchgeführt werden. Die Bereitschaft der Universität Magdeburg zur Kooperation mit Koblenz-Landau ist groß. Th. Strothotte sieht die Pläne von Koblenz-Landau nicht als Konkurrenz, sondern als wichtigen Schritt zu einer breiteren Einführung der Computervisualistik in Deutschland, die für alle Beteiligten längerfristig nur Vorteile bietet.

Die Technische Hochschule Ilmeau bietet mit vergleichbarer Ausrichtung einen allerdings rein technisch konzipierten Studiengang Medientechnologie am Institut Elektrotechnik mit dem Abschluß Dipl.-Ing. an (http://www.prakinf.tu-ilmenau.de/IPI.html).

Eine Einführung eines Studienganges Computervisualistik ist an der Universität Passau z. Zt. im Gespräch.


Fachhochschulen

An den Fachhochschulen sind Studiengänge mit partiell ähnlicher Zielsetzung u.a. in Essen, Darmstadt und Furtwangen (Medieninformatik, http://www.mi-lab.fh-furtwangen.de/) eingerichtet worden. Furtwangen bereitet praxisnah auf Berufe im Medienbereich vor, weshalb z.B. die elektronische Bildverarbeitung und Computergrafik mit Studiotechnik und Medienrecht verbunden wird. Die kirchliche Hochschule Wuppertal Kommunikationsdesign und die Universität Weimar bauen derzeit einen medienbezogenen Studiengang auf, der Schwerpunkte beim künstlerischen Design, bei Multimediaanwendungen und im Interfacedesign hat. Generell zeigt sich ein Trend, Elemente der elektronischen Visualistik mit Medienberufen (vor allem der Fernseh- und Filmbranche) zu verbinden. Dieses Segment sollte deshalb - auch wegen der unseres Erachtens zu engen beruflichen Möglichkeiten - in Koblenz-Landau nicht zu stark schwerpunktmäßig besetzt werden. Hinzu kommt, daß zahlreiche designbezogene Studiengänge an Kunst- und Fachhochschulen Multimedia und Interfacedesign in ihr Angebot integrieren.


Gegenseitige Anerkennung von Prüfungsleistungen

Das Vordiplom des Studienganges Computervisualistik der Universität Magdeburg soll in Koblenz-Landau anerkannt werden. Eine umgekehrte Vereinbarung soll auch mit Magdeburg abgesprochen werden.


AG Bilderkennen
Contact: Prof. Dr. Lutz Priese


Editor: Jens Logemann
Letzte Änderung: 17.03.98

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