Liebesbriefarchiv


Das Ende der 1990er Jahre von der Sprachwissenschaftlerin Eva Lia Wyss in Zürich gegründete Liebesbriefarchiv ist im deutschsprachigen Raum das einzige seiner Art. Es archiviert eine Vielzahl an Liebesbriefen aus der Mitte unserer Gesellschaft vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart und damit authentische Zeugnisse unserer Emotions- und Alltagskultur.
Liebesbriefe dokumentieren auf eindrückliche Weise, wie sich private Schriftlichkeit im Laufe der Zeit verändert. Gerade weil es den Liebesbrief in weiten Kreisen der Gesellschaft gibt, erhält man einen Einblick in Schreibnormen nicht nur von Individuen, sondern auch von Milieus, Altersgruppen und Geschlechtern. So erstaunt es nicht, dass der Liebesbrief sich entlang der populären Schreibmedien ausdifferenziert vom Zettelchen zum Liebes-Brief, vom Telegramm zur Postkarte, von der E-Mail zur SMS.
Seit 2013 befindet sich das physische Liebesbriefarchiv im Magazin der Universitätsbibliothek Koblenz; die Technische Universität Darmstadt und die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt sind seit 2014 in dessen Digitalisierung eingebunden.
Liebesbriefspenden werden jederzeit entgegengenommen. Dazu zählen nicht nur Liebesbriefe im engeren Sinne, sondern auch ganze Korrespondenzen zwischen Paaren in allen Beziehungsphasen oder -stati.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Liebesbriefarchivs.