Balancierung von Studium und Pflege

Colourbox54969524
Colourbox54969524
Pflege-/Sorgebelastungen und Unterstützungsbedarfe für Studierende

Studierende mit Pflegeverantwortung gehören zu einer bislang noch wenig beachteten Gruppe unter den Studierenden, obwohl die Lebenssituation eine große Herausforderung darstellt, das Studium häufiger abgebrochen wird bzw. länger dauert im Vergleich zu Studierenden ohne Pflegeverantwortung. Auch für das wissenschaftliche Personal ist die Balancierung von wissenschaftlicher Laufbahn und Pflegeverantwortung herausfordernd und stellt für eine immer größere Anzahl an Personen auf Dauerstellen in mittlerem Alter eine faktische Doppel- oder Dreifachbelastung dar.

Im Vortrag von Prof. Dr. Inken Lind von der TH Köln werden ausgewählte Ergebnisse aus aktuellen Befragungen von Studierenden und wissenschaftlichem Personal zur Übernahme von Pflegeverantwortung für erwachsene Angehörige vorgestellt. Die Ergebnisse beleuchten die konkreten Lebenssituationen, Konsequenzen für psychische und körperliche Gesundheit, spezifische Herausforderungen und konkrete Bedarfe der Betroffenen.

Dabei werden sowohl Differenzen nach Geschlecht als auch in unterschiedlichen Sorgekonstellationen u.a. im Hinblick auf gesundheitliches Wohlbefinden und Mental Load deutlich. Der Vortrag zeigt Möglichkeiten für eine konkrete Unterstützung von Personen mit Pflegeverantwortung und praxisnahe Handlungsansätze an Hochschulen auf.

Referentin: Prof. Dr. Inken Lind arbeitet an der Technischen Hochschule Köln in der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften und dem Institut für Geschlechterstudien. Ihre Forschungsgebiete handeln von Geschlechterforschung in Gender und Care; Geschlechtersegregation in akademischen Karrieren und geschlechtsspezifischen Karrierewegen/Familienbildungsprozessen.

Weitere Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.