UNIVERSITY OF KOBLENZ
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München – Wie Künstliche Intelligenz künftig dazu beitragen kann, die präklinische Notfallversorgung weiterzuentwickeln, stand im Mittelpunkt des Vortrags von Professor Hopfgartner beim AirMed World Kongress in München. Als Keynote-Speaker gab er einen Überblick über aktuelle und zukünftige Einsatzmöglichkeiten von KI im Rettungswesen und beleuchtete dabei insbesondere Anwendungen in der Triage und im präklinischen Bereich.
In seinem Vortrag zeigte Professor Hopfgartner auf, welche Potenziale KI-Methoden bieten, um Einsatzkräfte bereits vor dem Eintreffen in der Klinik zu unterstützen. Dabei ging es unter anderem um die Möglichkeit, medizinische Informationen strukturiert auszuwerten, Entscheidungsprozesse bei der Ersteinschätzung zu unterstützen und relevante Informationen für die weitere Versorgung verfügbar zu machen. Zugleich thematisierte er die Anforderungen, die mit dem Einsatz KI-basierter Systeme in einem besonders sensiblen Umfeld wie der Notfallmedizin verbunden sind.
Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die regulatorischen Rahmenbedingungen durch den AI Act der Europäischen Union. Professor Hopfgartner erläuterte, welche Anforderungen sich daraus für die Entwicklung und den Einsatz von KI-Systemen ergeben und welche Rahmenbedingungen der europäische Rechtsrahmen für Anwendungen im Gesundheits- und Rettungswesen schafft. Dabei wurde deutlich, dass neben den technischen Möglichkeiten insbesondere Fragen der Sicherheit, Qualität, Transparenz und Verantwortlichkeit eine zentrale Rolle spielen.
Der AirMed World Kongress wird von der gemeinnützigen ADAC Luftrettung gemeinsam mit dem European HEMS and Air Ambulance Committee veranstaltet. Das internationale Forum bringt rund 800 Teilnehmende aus 40 Ländern zusammen. Vertreten sind unter anderem Fachleute aus den Bereichen Luftfahrt, Medizin, Management, Behörden und Industrie.