Internationale Spring School im Mittelrheintal: Koblenzer Geographin vermittelt geologische Zeitreise
Im März 2026 fand, organisiert vom Verein Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal und finanziell unterstützt durch EU-Mittel, die erste „World Heritage Spring School – Upper Middle Rhine Valley“ statt. Während des zwölftägigen Programms erhielten 12 Studierende aus Deutschland, Italien, Belarus, Frankreich, Belgien und Japan Einblicke in die theoretische und praktische Arbeit zur Erhaltung von UNESCO-Weltkulturerbestätten am Beispiel des Mittelrheintals. Zentrales Element der Spring School war die Verknüpfung praktischer Arbeiten der Kulturlandschaftspflege mit vertiefenden Theorieimpulsen. Hierzu hatte der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal Expert*innen aus verschiedenen rheinland-pfälzischen und hessischen Hochschulen und anderen Partnerorganisationen eingeladen.
Eine praktische Geländeeinheit am Ellingsweg in Spay, bei der u.a. das Errichten von Trockenmauern sowie Pflegemaßnahmen an Obstbäumen und Weinreben auf dem Programm standen, wurde durch den Geländeworkshop von Dr. Svenja Brockmüller zur geologischen und geomorphologischen Entwicklung des Mittelrheintals ergänzt. Im Fokus stand eine interaktive Erarbeitung der Prozesse, die im Verlauf der Erdgeschichte zum heutigen Landschaftsbild führten: Eine geologische Zeitreise vom Devonmeer über das Variskische Hochgebirge und dessen Abtragung bis hin zum späteren Durchbruchstal des Rheins und seinen eiszeitlichen Flussterrassen. Hierbei bot der Veranstaltungsort im Freien einen direkten Kontakt mit dem Untersuchungsraum – der perfekte Rahmen für eine abschließende Diskussion der vielfältigen Zusammenhänge zwischen Natur- und Kulturlandschaft und deren Bedeutung für das Welterbe!
Der Geländeworkshop war eingebunden in die langjährige Kooperation der Abteilung Geographie mit dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal. Lehramtsstudierende profitieren beispielsweise von der regelmäßigen Möglichkeit, im Rahmen von Feldexkursionen Experteninterviews mit Mitarbeitenden des Zweckverbands zum Welterbe-Status, zum Regionalmarketing oder zur Welterbe-Bildungslandschaft führen zu können.





