„Dein Tag, dein Weg!“ – Girls’ und Boys’ Day an der Universität Koblenz eröffnet neue Perspektiven

Nach einem digitalen Grußwort des Universitätspräsidenten Prof. Dr. Stefan Wehner sowie der Projektverantwortlichen Prof. Dr. Nadine Dittert starteten die Teilnehmenden in ihre individuellen Girls’- oder Boys’-Day-Programme, die das Ada-Lovelace-Projekt am Standort Koblenz seit beinahe 25 Jahren organisiert.
Zwölf Workshops boten den Teilnehmer*innen praxisnahe Erfahrungen: Es wurde programmiert, gelötet, konstruiert, experimentiert und geforscht. Ziel war es, Berührungsängste abzubauen, Selbstvertrauen zu stärken und Neugier zu wecken.
Parallel dazu richtete sich der Boys’ Day bereits zum fünften Mal gezielt an Jungen und junge Männer. Sie erhielten Einblicke in Studien- und Berufsfelder, die bislang überwiegend von Frauen gewählt werden, darunter Grundschul- und Sonderpädagogik, Pflegewissenschaften, Marketing und Germanistik.
Mädchen stärken – Jungen neue Wege eröffnen
Im Zentrum des Aktionstags standen die praxisnahen Workshops, in denen die Teilnehmenden gemeinsam mit Lehrenden, Mitarbeitenden und Studierenden arbeiteten, Fragen stellten und konkrete Erfahrungen sammelten. So erkundeten die Teilnehmerinnen etwa in einem Mathematik-Workshop die ästhetische Seite der Mathematik und gestalteten eigene grafische Werke am Computer. In einem anderen Workshop entwickelten die Teilnehmerinnen ihre erste eigene Smartphone-App. Im Workshop „Build. Code. Create.: Dein Einstieg in die Robotik“ bauten und programmierten die Teilnehmerinnen LEGO® SPIKE-Roboter. Großen Anklang fand auch die Löt‑Werkstatt in der Physik, in der zwölf Teilnehmerinnen einen elektronischen Würfel bauten, der auf Bewegungen reagiert.
Auch für die Teilnehmer des Boys’ Day wurde ein vielfältiges Programm angeboten. Im Workshop „Karrierewege in der Pflege – #pflegestudieren an der Uni Koblenz“ erhielten die Schüler realistische Einblicke in ein anspruchsvolles Berufsfeld. Eine Premiere feierte der Workshop „Lehramt Grundschule“. Die Teilnehmer erhielten praxisnahe Einblicke in die Vielfalt modernen Unterrichts und entwickelten mithilfe von Lernrobotern erste Ideen für einen verstehensorientierten Mathematikunterricht.
Einen Überblick über das gesamte Workshop-Programm des Girls' und Boys' Day 2026 gibt es hier.
Evaluation bestätigt Wirkung
Die Wirkung des Girls’ und Boys’ Day wird durch eine bundesweite Studie der Prognos AG bestätigt. 95 Prozent der teilnehmenden Schülerinnen und 89 Prozent der Schüler würden den Aktionstag weiterempfehlen. Zudem geben 69 Prozent der Mädchen und 67 Prozent der Jungen an, neue Berufe kennengelernt zu haben. Fast die Hälfte der Girls’ Day‑Teilnehmerinnen (49 Prozent) nutzte den Tag gezielt, um zu prüfen, ob ein bestimmtes Studium oder ein Beruf zu ihnen passt. Damit zählen Girls’ Day und Boys’ Day zu den wirkungsvollsten und beliebtesten Formaten der Berufsorientierung in Deutschland und leisten einen zentralen Beitrag zur klischeefreien Studien‑ und Berufswahl.
Auch die Organisatorinnen Stephanie Justrie und Katharina Schuster ziehen ein positives Fazit: „Hier erleben Jugendliche die Universität Koblenz als lebendigen Studienort. Im direkten Austausch werden Interessen geweckt – und die Studierenden von morgen erreicht.“ Für alle Beteiligten steht daher fest: „Wir freuen uns schon jetzt auf den Girls’ und Boys’ Day 2027.“
Informationen zum Zukunftstag
Der Girls´ Day wurde 2001 ins Leben gerufen, um Mädchen ab den weiterführenden Schulen die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu testen und neue Berufsfelder für sich zu erschließen. Das Ada-Lovelace-Projekt an der Universität in Koblenz unterstützt diese Initiative bereits seit 2002 und bot in diesem Jahr bereits zum fünften Mal auch Jungs und jungen Männern die Gelegenheit, in Studien- und Berufsfelder zu schnuppern, die überwiegend von Frauen gewählt werden.
Informationen zum Ada-Lovelace-Projekt
Das Ada-Lovelace-Projekt wurde 1997 auf Initiative des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend (MBFJ) an der Universität Koblenz ins Leben gerufen. Seitdem engagieren sich Studentinnen und seit 2000 auch weibliche Auszubildende als Mentorinnen im Ada-Lovelace-Projekt, die von Beginn an durch Trainings bei Ihrer Tätigkeit unterstützt werden. Die Mentorinnen informieren Schülerinnen über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten und erzählen von ihrem eigenen Weg. In Workshops und Arbeitsgemeinschaften arbeiten die Mentorinnen mit den Schülerinnen an konkreten technischen und naturwissenschaftlichen Aufgabenstellungen und fördern so das Selbstvertrauen der Mädchen im MINT-Bereich.
Mittlerweile verfügt das Ada-Lovelace-Projekt über zehn Hochschulstandorte in ganz Rheinland-Pfalz (davon zwei in Koblenz an Universität und Hochschule) mit ca. 150 aktiven Mentorinnen. Das Ada-Lovelace-Projekt wird kofinanziert durch den Europäischen Sozialfonds Plus, das rheinlandpfälzische Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration sowie das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit RLP.








