Demokratietag am Johannes-Gymnasium Lahnstein: Schüler*innen erleben Demokratie hautnah

Theorie trifft auf Praxis: Studierende, Dozierende und Alexandra Janzen (2.v.r.) vom Johannes-Gymnasium Lahnstein stellen sich den Schüler*innen vor. Foto: B. Blömker
Theorie trifft auf Praxis: Studierende, Dozierende und Alexandra Janzen (2.v.r.) vom Johannes-Gymnasium Lahnstein stellen sich den Schüler*innen vor. Foto: B. Blömker
Wie funktioniert Demokratie auf kommunaler Ebene – und warum ist sie für unsere Gesellschaft wichtig? Beim Demokratietag am Johannes-Gymnasium Lahnstein gingen rund 90 Schüler*innen der 8. Jahrgangsstufe diesen Fragen auf den Grund.

Im Mittelpunkt stand ein praxisnahes Planspiel, das demokratische Entscheidungsprozesse spielerisch erlebbar machte. Thematischer Schwerpunkt war der Planungsprozess des neuen Wohnquartiers Ellinger Höhe in Koblenz. Entwickelt wurde das Planspiel von Bachelorstudierenden der Universität Koblenz im Rahmen von Seminaren zur Geographiedidaktik. Thomas Brühne von der Abteilung Geographie eröffnete den Demokratietag gemeinsam mit seinen Kolleginnen Svenja Brockmüller und Karin Locke.

Ein besonderer Dank gilt den Studierenden Cédric Bellmann, Barbara Blömker, Jannis Gruber, Matthias Henschel, Emily Kröhner, Lukas Nikolay, Eric Plikat, Marius Reif und Benedikt Stein, die das Planspiel durchführten und die Schülerinnen und Schüler während der Diskussionen und Entscheidungsprozesse begleiteten. Dabei übernahmen sie zeitweise die Rolle der Lehrkraft, wodurch eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis entstand. In einer simulierten Stadtratssitzung diskutierten die Schüler*innen engagiert unterschiedliche Interessen und Argumente. „Es war spannend zu erfahren, wie schwierig es sein kann, Kompromisse zu finden und Entscheidungen für andere zu treffen“, berichtete eine Schülerin.

Nach der Durchführung des Planspiels stellte Thomas Brühne Ausschnitte des realen Planungsverlaufs des Wohnquartiers vor, sodass die Schülerinnen und Schüler ihre Planungsergebnisse damit vergleichen konnten. Der abschließende Impuls „In diesem Moment habe ich etwas über Demokratie gelernt …“ bot allen Teilnehmenden Anlass zur Reflexion. Durch die Verbindung von Planspiel und Metareflexion demokratischer Handlungen wurden zentrale Aspekte einer zunehmend bedeutsamen Demokratiekompetenz vermittelt.

Die schulische Umsetzung der Veranstaltung übernahm Alexandra Janzen, die ebenfalls Geographie an der damaligen Universität Koblenz-Landau studiert hatte.

Der Demokratietag verdeutlicht, wie praxisorientierte Formate und die Zusammenarbeit mit der Universität demokratische Lernprozesse fördern, Schülerinnen und Schüler aktiv einbinden und zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Verantwortung und Teilhabe anregen können.

Datum der Veröffentlichung
Fachlicher AnsprechpartnerPriv.-Doz. Dr. Thomas Brühne
Abteilung Geographie Universität Koblenz Universitätsstraße 1 56070 Koblenz
bruehne@uni-koblenz.de0261 287-2275
PressekontaktChristoph Asche
Universität Koblenz Referent Kommunikation
christophasche@uni-koblenz.de0261 287-1624