Demokratietag am Johannes-Gymnasium Lahnstein: Schüler*innen erleben Demokratie hautnah

Im Mittelpunkt stand ein praxisnahes Planspiel, das demokratische Entscheidungsprozesse spielerisch erlebbar machte. Thematischer Schwerpunkt war der Planungsprozess des neuen Wohnquartiers Ellinger Höhe in Koblenz. Entwickelt wurde das Planspiel von Bachelorstudierenden der Universität Koblenz im Rahmen von Seminaren zur Geographiedidaktik. Thomas Brühne von der Abteilung Geographie eröffnete den Demokratietag gemeinsam mit seinen Kolleginnen Svenja Brockmüller und Karin Locke.
Ein besonderer Dank gilt den Studierenden Cédric Bellmann, Barbara Blömker, Jannis Gruber, Matthias Henschel, Emily Kröhner, Lukas Nikolay, Eric Plikat, Marius Reif und Benedikt Stein, die das Planspiel durchführten und die Schülerinnen und Schüler während der Diskussionen und Entscheidungsprozesse begleiteten. Dabei übernahmen sie zeitweise die Rolle der Lehrkraft, wodurch eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis entstand. In einer simulierten Stadtratssitzung diskutierten die Schüler*innen engagiert unterschiedliche Interessen und Argumente. „Es war spannend zu erfahren, wie schwierig es sein kann, Kompromisse zu finden und Entscheidungen für andere zu treffen“, berichtete eine Schülerin.
Nach der Durchführung des Planspiels stellte Thomas Brühne Ausschnitte des realen Planungsverlaufs des Wohnquartiers vor, sodass die Schülerinnen und Schüler ihre Planungsergebnisse damit vergleichen konnten. Der abschließende Impuls „In diesem Moment habe ich etwas über Demokratie gelernt …“ bot allen Teilnehmenden Anlass zur Reflexion. Durch die Verbindung von Planspiel und Metareflexion demokratischer Handlungen wurden zentrale Aspekte einer zunehmend bedeutsamen Demokratiekompetenz vermittelt.
Die schulische Umsetzung der Veranstaltung übernahm Alexandra Janzen, die ebenfalls Geographie an der damaligen Universität Koblenz-Landau studiert hatte.
Der Demokratietag verdeutlicht, wie praxisorientierte Formate und die Zusammenarbeit mit der Universität demokratische Lernprozesse fördern, Schülerinnen und Schüler aktiv einbinden und zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Verantwortung und Teilhabe anregen können.




