Epistemische Verunsicherung & Toxizität: Interdisziplinäre Antrittsvorlesung am 15. Juni 2026

Prof. Dr. Andreas Vorholzer widmet sich in seinem Vortrag „Wissen darüber, wie Naturwissenschaften funktionieren – eine wichtige Ressource, um epistemischer Verunsicherung zu begegnen!?“ der Frage, wie Menschen in Zeiten sozialer Medien zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und pseudowissenschaftlichen Behauptungen unterscheiden können. Die zunehmende Verfügbarkeit von Informationen und der Rückgang klassischer Gatekeeping-Mechanismen erleichtern zwar den Zugang zu vielfältigen Perspektiven, begünstigen jedoch zugleich die Verbreitung von Fehlinformationen. Vorholzer zeigt auf, welche Bedeutung Kenntnisse über naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen im Umgang mit epistemischer Verunsicherung haben können.
In ihrem Vortrag „‚Is your brain from temu?‘ – Toxische Kommunikation in Twitch-Streams“ untersucht Prof. Dr. Tamara Bodden kommunikative Dynamiken auf der Streaming-Plattform Twitch. Dort gehören toxische Verhaltensweisen wie Hate Speech, Trolling oder Griefing für viele Nutzer*innen zum Alltag. Sie gibt Einblicke in sprachliche und multimodale Kommunikationsformen innerhalb der Plattform und zeigt, wie linguistische Forschung dazu beitragen kann, Online-Toxizität besser zu verstehen und mögliche Präventionsstrategien zu entwickeln.
Die gemeinsame Antrittsvorlesung findet am 15. Juni 2026 von 18 bis 20 Uhr im Gebäude D, Raum D 239 an der Universität Koblenz, Universitätsstraße 1, 56070 Koblenz statt. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Im Anschluss an die Veranstaltung laden die Vortragenden zu einem Sektempfang mit Fingerfood ein.




