Kulturreihe „Achsenwechsel“ lädt zum dritten Mal auf den Koblenzer Hauptfriedhof ein

Licht und Gestalt treten in einen Dialog: Die Ausstellung „Signum Luminis – Licht und Gestalt“ vereint Werke von Eva Maria Enders und Bruder Stephan Oppermann in der historischen Feierhalle am Hochkreuz. Foto: Isa Steinhäuser
Licht und Gestalt treten in einen Dialog: Die Ausstellung „Signum Luminis – Licht und Gestalt“ vereint Werke von Eva Maria Enders und Bruder Stephan Oppermann in der historischen Feierhalle am Hochkreuz. Foto: Isa Steinhäuser
Kunst, Lesungen, Führungen und Musik: Vom 23. bis 25. Oktober verwandelt sich der Koblenzer Hauptfriedhof erneut in einen besonderen Kulturort. Die Kulturreihe „Achsenwechsel – Stationen des Lebens“ geht in die dritte Runde und lädt dazu ein, den Friedhof als Ort der Begegnung, Besinnung und Kultur neu zu entdecken. Das Institut für Germanistik der Universität Koblenz beteiligt sich mit zwei Lesungen.

„Mit dieser dritten Ausgabe leisten wir erneut einen Beitrag zur Enttabuisierung von Tod und Vergänglichkeit – hin zu einer offenen, nicht ausschließlich von Trauer bestimmten Auseinandersetzung“, betont Initiatorin Dr. Margit Theis-Scholz.

Unter der Federführung des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen haben sich zahlreiche Partner zusammengeschlossen – darunter die Universität Koblenz, der Koblenzer Hospizverein e.V., die Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfälzischer Künstler e. V., die Evangelische Kirche, der Förderverein Lesen und Buch - Freunde der Stadt Bibliothek Koblenz e. V., sowie der Koblenzer Kulturverein.

Das Institut für Germanistik der Universität Koblenz beteiligt sich mit zwei Lesungen an der Veranstaltung: Am Freitag, den 23.10. findet vormittags eine Lesung für Schulklassen mit der Kölner Autorin Andrea Karimé statt. Um 15 Uhr liest der Eifeler Schriftsteller Norbert Scheuer aus seinem neuen Roman „Holunderholz“. Die Veranstaltungen sind kostenfrei.

Ein Höhepunkt ist die Ausstellung „Signum Luminis – Licht und Gestalt“ von Eva Maria Enders und Bruder Stephan Oppermann in der historischen Feierhalle am Hochkreuz. Es geht um zwei künstlerische Positionen, die sich in einer gemeinsamen Frage begegnen: Was weist uns den Weg – und wo finden wir Orientierung?

Mit ihren Lichtkörpern öffnet Eva Maria Enders Räume zwischen Himmel und Erde, zwischen Sichtbarem und Unermesslichem. Bruder Stephan Oppermann setzt diesem kosmischen Blick die menschliche Gestalt entgegen. In seinen Plastiken zeichnen sich Fragmente von Gesichtern und menschlichen Umrissen ab – unvollständig und offen, zugleich unmittelbar und vertraut. Die Ausstellung lädt dazu ein, über äußere und innere Orientierung nachzudenken und den eigenen Platz zwischen Weite und Nähe wahrzunehmen.

Das vollständige Programm steht hier zum Download bereit.

Datum der Veröffentlichung
Fachlicher AnsprechpartnerProf. Dr. Dr. h.c. Stefan Neuhaus
Universität Koblenz Institut für Germanistik Universitätsstraße 1 56070 Koblenz
neuhaus@uni-koblenz.de0261 287-2023