Studierende des Grundschullehramts entwickeln innovative Unterrichtskonzepte

Studierende des Grundschullehramts haben unter anderem konkrete Ideen für den geplanten BUGA-Pavillon erarbeitet, der in Kooperation mit den Hochschulen Koblenz, Bingen und Geisenheim realisiert werden soll. Foto: Universität Koblenz
Studierende des Grundschullehramts haben unter anderem konkrete Ideen für den geplanten BUGA-Pavillon erarbeitet, der in Kooperation mit den Hochschulen Koblenz, Bingen und Geisenheim realisiert werden soll. Foto: Universität Koblenz
Lernen durch Engagement: Studierende des Grundschullehramts an der Universität Koblenz haben besondere Unterrichtskonzepte entwickelt. Das Ziel: Kinder zum aktiven Mitgestalten gesellschaftlicher Herausforderungen zu befähigen.

Wie können Kinder lernen, sich in einer global vernetzten, von Krisen und Digitalisierung geprägten Welt zu orientieren – und sie aktiv mitzugestalten? Mit dieser Frage haben sich Studierende des Grundschullehramts an der Universität Koblenz im Wintersemester intensiv auseinandergesetzt.

Im Seminar „BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) im Sachunterricht umsetzen – inter- und transdisziplinäre Formate erkunden“ unter der Leitung von Prof. Dr. Lydia Kater-Wettstädt erprobten die Studierenden offene Lernformate, orientiert am Ansatz Lernen durch Engagement. Ziel war es, Unterrichtskonzepte zu entwickeln, die Kindern nicht nur Wissen über gesellschaftliche Herausforderungen vermitteln, sondern sie zur aktiven Mitgestaltung befähigen.

Im Rahmen des Seminars brachten die Studierenden ihre Ideen in unterschiedlichen pädagogischen Kontexten ein:

  • FREIDAY an der Grundschule Rhens: Begleitung von Grundschulkindern bei eigenen Projekten zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele im direkten Lebensumfeld.
  • Zukunftswoche Andernach: Konzeption und Durchführung eines Workshops im Rahmen der stadtweiten Lernangebote für Grundschulen.
  • BUGA 2029: Entwicklung konkreter Umsetzungsideen für den geplanten BUGA-Pavillon, der in Kooperation mit den Hochschulen Koblenz, Bingen und Geisenheim realisiert werden soll.

Lernen auf Augenhöhe

Die Zusammenarbeit mit engagierten Lehrkräften und weiteren Akteur*innen eröffnete den Studierenden die Möglichkeit, innovatives pädagogisches Handeln praktisch zu erproben, zu reflektieren und professionell einzuordnen. Eine zentrale Erkenntnis aus dem Seminar: Kinder können häufig deutlich mehr, als ihnen im Unterricht oft zugetraut wird. In offenen Lernsettings verschiebt sich die Rolle der Lehrkraft dabei hin zu einer begleitenden, partnerschaftlichen Unterstützung auf Augenhöhe.

Zum Seminarabschluss nahm auch Dr. Miriam Voigt vom Transferteam der Universität Koblenz, teil. „Das Seminar zeigt eindrucksvoll, wie wechselseitiger Transfer zwischen Lehre und Praxis gelingen kann: Studierende arbeiten an realen gesellschaftlichen Herausforderungen, bringen ihre Ideen in Schule, Stadt und Region ein und sammeln dabei wertvolle professionelle Erfahrungen. Besonders für die Zusammenarbeit im Rahmen der BUGA und für den geplanten Hochschul-Pavillon nehmen wir wichtige Impulse mit.“

Datum der Veröffentlichung
Fachliche AnsprechpartnerinProf. Dr. Lydia Kater-Wettstädt
Universität Koblenz Fachbereich 1: Bildungswissenschaften Institut für Grundschulpädagogik
katerwet@uni-koblenz.de0261 287-1852