Vereinbarkeit von Wissenschaft, Studium und Familie: bukof-Kommission tagt an der Universität Koblenz

Wie kann Erwerbs- und Sorgearbeit gerechter verteilt werden? Darüber diskutierten Gleichstellungsakteur*innen der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) bei einer Tagung an der Universität Koblenz. Foto: Gleichstellungsbüro Universität Koblenz
Wie kann Erwerbs- und Sorgearbeit gerechter verteilt werden? Darüber diskutierten Gleichstellungsakteur*innen der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) bei einer Tagung an der Universität Koblenz. Foto: Gleichstellungsbüro Universität Koblenz
An der Universität Koblenz fand die Jahrestagung der bukof-Kommission „Familienpolitik in der Frauen- und Gleichstellungsarbeit an Hochschulen“ statt. Gleichstellungsakteur*innen unterschiedlicher Hochschulen diskutierten über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven der familienpolitischen Arbeit im Hochschulkontext.

Im Mittelpunkt der Tagung stand das Thema Erwerbs- und Sorgearbeit und die Frage, wie diese gerechter verteilt werden können. Gerade in der sogenannten „Rush Hour des Lebens“, wenn wissenschaftliche Karriere oder Studium mit der Familiengründung oder der Pflege von Angehörigen zusammenfallen, stehen Studierende und Wissenschaftler*innen vor großen Herausforderungen. Eine gerechtere Aufteilung von Sorgearbeit innerhalb von Partnerschaften – ebenso wie die Unterstützung für Alleinerziehende – spielt dabei eine zentrale Rolle für die Vereinbarkeit von Familie, Studium und Beruf.

Die Tagung bot Raum für einen intensiven Austausch zu diesen Themen sowie zur Weiterentwicklung familienpolitischer Regelungen, etwa im Bereich Kinderbetreuung und Pflege. Dabei wurden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso einbezogen wie praktische Erfahrungen aus der Gleichstellungs- und Familienpolitik an Hochschulen.

Auch die Universität Koblenz setzt ein klares Zeichen für mehr Familienfreundlichkeit: Über das Professorinnenprogramm 2030 wird zum Sommersemester 2026 ein Familienservice eingerichtet. Ziel ist es, Studierende und Beschäftigte noch stärker bei der Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Arbeit, Studium und familiären Verpflichtungen zu unterstützen.

Mit dieser Perspektive und neuen Impulsen aus der Tagung blickt das Gleichstellungsbüro der Universität Koblenz auf einen bereichernden Austausch zurück, der von Andrea Hauswirth, Frauenreferentin an der Universität Koblenz, geleitet wurde.

Über die bukof

Die Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) ist ein gemeinnütziger Verein, der Gleichstellungsakteur*innen an Hochschulen eine gemeinsame Plattform bietet. Die bukof dient dem wechselseitigen Informations- und Erfahrungsaustausch zu hochschul- und gleichstellungspolitischen Themen auf Landes-, Bundes- und Hochschulebene.

Die bukof-Kommission „Familienpolitik in der Frauen- und Gleichstellungsarbeit an Hochschulen“ erarbeitet Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Familienpolitik an Hochschulen. Sie analysiert das Spannungsverhältnis zwischen Familien- und Gleichstellungspolitik in den Hochschulen kritisch und arbeitet dem gesellschaftlichen Trend der Gleichsetzung von Familien- mit Gleichstellungspolitik entgegen.

Datum der Veröffentlichung
Fachliche AnsprechpartnerinDipl.-Päd. Andrea Hauswirth
Universität Koblenz Frauenreferentin Universitätsstraße 1 56070 Koblenz
gleichstellungsbuero@uni-koblenz.de0261 287-1762