Von Labortour bis Live-Podcast: Universität Koblenz begeistert mit der 3. Nacht der Forschung

Fokus auf Interdisziplinarität
Auf dem Programm standen Führungen, interaktive Forschungsstände und Sessions, Podiumsdiskussionen, Speed-Science-Vorträge sowie Live-Podcasts. Zahlreiche Forschungsgruppen gewährten darüber hinaus Einblicke hinter die Kulissen ihrer Arbeit. Dabei konnten Gäste nicht nur erfahren, woran an der Universität Koblenz geforscht wird, sondern auch, welche Bedeutung diese Forschung für Gesellschaft, Wirtschaft und Alltag hat.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Gastgeberin Prof. Dr. Claudia Quaiser-Pohl, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer an der Universität Koblenz. Sie betonte, dass der besondere Fokus der Universität Koblenz auf Interdisziplinarität auch bei der dritten Nacht der Forschung wieder erlebbar werde und führte weiter aus: „Die Vernetzung von Wissenschaft und Gesellschaft, Forschung und Praxis sowie der Dialog zwischen unterschiedlichen Fachkulturen sind die besondere Stärke unserer Universität. Wir verbinden Wissen mit Menschen und schaffen an Abenden wie heute durch unsere Forschung Erlebnisse, die Jung und Alt begeistern.“
Austausch mit Gesellschaft und Politik
Auch Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit in Rheinland-Pfalz, begrüßte die Besucher*innen und dankte der Universität und dem Organisationsteam für das gelungene Veranstaltungsformat: „Mit der Nacht der Forschung öffnet der Campus Metternich die Türen der Wissenschaft für die Öffentlichkeit. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Forschung aus nächster Nähe zu erleben, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen und neue Perspektiven auf natur-, geistes-, sozial- und technikwissenschaftliche Fragestellungen zu gewinnen. Zugleich ermutigt sie insbesondere junge Menschen dazu, sich für Wissenschaft und Forschung zu begeistern.“
Weitere Gäste aus der Stadt- und Landespolitik nutzten die Gelegenheit zu einem Dialog mit Forschenden, darunter die Landtagsabgeordneten Anna Köbberling (SPD), Philip Rünz (CDU) und Carl-Bernhard von Heusinger (Bündnis 90/Die Grünen). Für Dr. Dagmar Kranz war es der erste Besuch an der Uni Koblenz als neue Bürgermeisterin der Stadt.
Potentialbereiche und Schwerpunkte
Ein besonderer Fokus der Veranstaltung lag auf den drei Potentialbereichen der Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz („Selbstregulation interdisziplinär weiter:denken“, „Spielend Gesellschaft bilden (SpieGelBild)“ und „Transition und Transgression – Fluide Geschlechterbewegungen“) sowie auf den Forschungsschwerpunkten Wasser, Keramik und Digitale Medizin (Health Data Intelligence).
Besonders sichtbar wurde die enge Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg in den beiden Live-Podcasts auf der Hauptbühne zu den Themen "Gesundheitsdaten zwischen KI und Regulierung" und "Nachhaltigkeit interdisziplinär gestalten". Dr. Inka Engel und Christoph Asche moderierten die Gespräche mit ihren Gästen lebendig und kurzweilig. Damit wurden nicht nur einzelne Forschungsvorhaben erlebbar, sondern auch die interdisziplinäre Kultur der Universität. Beide Gesprächsrunden sind auch nach der Nacht der Forschung als Folgen des weiter: denken-Podcast der Universität Koblenz abrufbar.
Forschung zum Mitmachen
An vielen Stationen diskutierten Besucherinnen und Besucher mit Forschenden über aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen, technologische Entwicklungen und Zukunftsthemen. Die Gäste der Nacht der Forschung konnten über einen QR-Code abstimmen, welcher Beitrag der Veranstaltung sie am meisten begeistert hat. Über die Wahl zum Publikumsliebling durfte sich der KOMINT-Pavillon freuen. An diesem interaktiven Stand der "Koblenzer MINT-Didaktiken interdisziplinär" waren die Didaktiken der Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie sowie Physik und Techniklehre vertreten. Über die verschiedenen MINTmach-Aktivitäten am Stand erhielten Besucher*innen einen ersten Zugang zu den Themen, die sie anhand der Posterpräsentationen der neun beteiligten Promovierenden und Postdocs vertiefen konnten.
Universität Koblenz - ein innovativer Forschungsstandort
Nach dem wissenschaftlichen Programm klang der Abend bei einer After-Science-Party aus. Gemeinsam mit Forschenden, Gästen und Studierenden wurde zu den Beats von DJ Mo-Rilla gefeiert – ein passender Abschluss für eine Veranstaltung, die Wissenschaft und Gesellschaft auf besondere Weise zusammengebracht hat.
Die Universität Koblenz zieht ein positives Fazit der dritten Nacht der Forschung und bedankt sich bei allen Mitwirkenden, Partnern sowie den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern für ihr großes Interesse und ihre Begeisterung. Mit ihrem abwechslungsreichen Programm unterstrich die Veranstaltung erneut die Rolle der Universität Koblenz als innovativer Forschungsstandort und machte deutlich, dass wissenschaftlicher Fortschritt vom Austausch zwischen Disziplinen und vom Dialog mit der Gesellschaft lebt.











