Vergangene Forschung

Zeitschriftenbeitrag: "Playing Up! - über zeitliche Verque(e)rungen und alternative Zukünfte."

Normative Zeitstrukturen, die Realität entlang linearer, reproduktiver und progressiverParameter konstruieren, können wirkmächtige Gesellschaftsnarrative festschreiben, die unsdiktieren, wann was zu tun ist. Auffassungen von Geschlecht, Identität und Verhaltensweisen können über solche zeitlichen Logiken stabilisiert werden. Die Queer Studies bieten eine Möglichkeit, Aspekte wie Zeit/lichkeit jenseits hetero/normativer Ordnungen zu denken. Queerness schafft eineproduktive Raum/Zeitlichkeit, die in ihrer radikalen Offenheit Differenzen und ein Sich-Ausprobieren erlaubt, welches sich linearer Entwicklungen und Vorschriften widersetzt. Die Spielkarten von 'Playing Up!' und die kürzlich erschienene Gender Edition, die ich in Kooperation mit der Uni Koblenz erstmalig erproben durfte, eröffnen einen performativen Handlungsspielraum,in dem queere Zeitlichkeit möglich und für Jede*n erfahrbar wird. Konzipiert von Sibylle Petersvom Fundus Theater, laden die Spielkarten von Playing Up zur transgenerationellen und kollektiven Erprobung von Live-Art ein, bei der Kinder und Erwachsene gemeinsam als Expert*innen an der Produktion und Wiederaufführung von zeitgenössischen Performances beteiligt sind. Die Welt vonPlaying Up interessiert das zeitlich Andere und Verque(e)re - sie ermutigt zur eigenen Drag-Show, zur Körper Neu/Gestaltung, zur Fernsteuerung von Erwachsenen und zum Kampf gegen sich selbst. Sie verkehrt das Vergangene ins alternative Zukünftige und verlagert die Gegenwart ins Da/Zwischen. Entlang meiner eigenen Erfahrungen und unter Einbindung der Queer Studies und der Performativitätsforschung wird der Frage nachgegangen, inwiefern im performativen Spiel innormative Zeitmechanismen interveniert und alternative Zukünfte realisiert werden. Inwieweitgelingt hierbei ein erster Schritt in Richtung demokratisierter Zukunft, in der queere Realitätenaus/gelebt werden, hierarchische Zeitverhältnisse des Könnens und Wissens verque(e)rt werdenund Kinder als selbstwirksame, wissensmächtige Individuen zur gleichberechtigten Teilhabe anKunst und Gesellschaft befähigt werden?
von Danae Hübner, MA Ed. (PDF)

Die komplette Festivalzeitschrift ist ebenfalls online verfügbar (PDF).

Hausarbeit: "Produktiv irritierende Zuschauerinteraktion am Beispiel von 'Im Internet gibt es keine Mädchen. Eine Tirade' von Marion Schneider und Susanne Zaun (2021)"

Warum ist Publikumsinteraktion bei einem Theaterereignis oft so irritierend und manchmal sogar peinlich? Liegt das an „traditionellen“ Sehgewohnheiten, die wir nach wie vor ins Theater mitbringen? Und kann es sein, dass Publikumsinteraktion dennoch einen wertvollen Interaktionsraum eröffnet, der auf eine dem Theater ganz eigene Art Spannung, Begegnung und Denkanstöße ermöglicht? Eine Aufführungsanalyse von Im Internet gibt es keine Mädchen. Eine Tirade des Chorkollektivs Zaungäste (2021) geht diesen Fragen anhand eines konkreten Beispiels nach.

Von Clara Brügner, M. Ed (PDF).

Generation K - Kultur trifft Schule (2017 - 2019)

Ein Projekt zur Förderung der kulturellen Schulentwicklung und Kooperation von Bildungs- und Kulturszene für eine nachhaltige und qualitätsvolle kulturelle Bildungsarbeit in Rheinland-Pfalz.

Projektträger: MWWK | Förderer: Stiftung Mercator | Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. Kristin Westphal | Projektmitarbeiter: Jaqueline Kastenholz, Sigrid Scherer | Mehr erfahren!

Kunst_Rhein_Main (2014-2017)

Entwicklung und Erprobung eines Weiterbildungsprogramms für Kunst- und Kulturschaffende unter besonderer Berücksichtigung zeitgenössischer Theater-, Tanz- und Performancekunst.

Projektträger: MWWK, Leitung: Prof. Dr. Kristin Westphal | Projektleitung: Simone Kosica | Projektmitarbeiter: Teresa Bogerts, Fath Özsoy, Methodenzentrum der Universität Koblenz-Landau | Mehr erfahren!

Jedem Kind seine Kunst (2014-2015)

Mit dem von der Landesregierung Rheinland-Pfalz initiierten Programm wird Kulturschaffenden des Landes Rheinland-Pfalz im Rahmen einer Kooperation mit interessierten Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten, Jugendzentren, Vereinen oder anderen Institutionen die Möglichkeit geboten, Projekte aus dem Bereich der kulturellen Bildung mit Kindern und Jugendlichen zu gestalten.

Projektträger: MWWK, Leitung: Prof. Dr. Kristin Westphal | Projektleitung: Simone Kosica | Projektmitarbeiter: Teresa Bogerts, Fath Özsoy, Methodenzentrum der Universität Koblenz-Landau | Mehr erfahren!

Generationenprojekt

Projektträger: Institut für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz-Landau | Projektleitung: Prof. Dr. Michael Klemm