Wenn Sie merken, dass Sie psychosoziale Unterstützung benötigen oder sich unsicher sind, ob eine Beratung oder Psychotherapie für Sie hilfreich sein könnte, zögern Sie nicht, sich Hilfe zu holen:
Die psychosoziale Beratung des Studierendenwerks Koblenz ist vertraulich und kostenfrei. Sie bietet Unterstützung bei persönlichen und studienbezogenen Belastungen. Sie ist keine Psychotherapie und muss daher weder bei Krankenkassen noch bei der amtsärztlichen Untersuchung angegeben werden. Ihre Fragen und Sorgen werden ergebnisoffen und unabhängig von einer ggf. späteren Therapieentscheidung besprochen.
Jederzeit erreichbar ist außerdem die Telefonseelsorge unter der: 0800 1110111 / 0800 1110222 oder 116 123 (24 Stunden / 7 Tage die Woche, anonym und kostenlos).
Schulungen, Workshops und e-Learnings zu mentaler Gesundheit, Stress- und Zeitmanagement finden Sie überdies bei uns, beim Studierendenwerk oder auch beim Institut für Lehrergesundheit (IfL).
Bei allgemeinen Fragen zum Lehramtsstudium, zur Studienorganisation, zu Fach- oder Schulartwechseln sowie lehramtsspezifischen Unterstützungsangeboten (z. B. unser Mentoringprogramm) können Sie sich außerdem jederzeit an das ZfL wenden: beratung@zfl-koblenz.de
Weitere allgemeine Beratungsangebote der Universität Koblenz zu Themen wie Gleichstellung und Teilhabe, Zweifel und Abbruchgedanken sowie verschiedene Mentoring-Programme und ähnliches finden Sie hier.

Lehramt und Psychotherapie
Viele Lehramtsstudierende, Referendar*innen, Lehrkräfte und auch Studieninteressierte beschäftigen sich im Laufe ihres Bildungs- und Berufswegs mit Fragen rund um die eigene psychische Gesundheit. Dabei taucht häufig die Sorge auf, dass eine Psychotherapie oder auch ärztliche Behandlung negative Auswirkungen auf die spätere berufliche Laufbahn haben könnte – etwa im Hinblick auf die Einstellung in den Schuldienst, eine mögliche Verbeamtung oder bei Versicherungsfragen.
Um diese Fragen und Sorgen kursieren zahlreiche Gerüchte, Halbwahrheiten und widersprüchliche Aussagen. Als Zentrum für Lehrkräftebildung (ZfL) möchten wir zur Aufklärung beitragen, unbegründete Ängste abbauen und dazu ermutigen, notwendige Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Wenn Sie aktuell Unterstützung brauchen
Häufige Sorgen – kurz eingeordnet
Viele Ängste rund um „Lehramt und Psychotherapie“ basieren auf veralteten Informationen oder pauschalen Annahmen. In der Realität gilt u.a.:
- Eine Psychotherapie oder auch psychische Erkrankung führt nicht automatisch dazu, dass eine Verbeamtung ausgeschlossen ist.
- Entscheidend sind immer Einzelfallprüfungen, nicht allein die Tatsache, dass jemand therapeutische oder ärztliche Hilfe in Anspruch genommen hat.
- Pauschale Aussagen wie „Mit Therapie kann man nicht mehr verbeamtet werden“ sind so nicht haltbar.
Um eine fundierte Einordnung zu ermöglichen, haben wir im Folgenden ausgewählte Informationsseiten zusammengestellt und jeweils kurz erläutert.
Psychotherapie und Verbeamtung – Mythen und Fakten erklärt
Unser Anliegen als ZfL
Als Zentrum für Lehrkräftebildung ist es uns wichtig, dass Lehramtsstudierende gut informiert sind und Entscheidungen auf einer realistischen Grundlage treffen können. Niemand sollte aus Angst vor möglichen Konsequenzen auf notwendige psychosoziale Beratung und psychotherapeutische wie ärztliche Unterstützung verzichten.
Wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung suchen: Sie müssen damit nicht allein bleiben.
Sprechen Sie mit Familie und Freund*innen, wenden Sie sich an uns (zfl-beratung@uni-koblenz.de) oder die Beratung des Studierendenwerks. In dringenden Fällen finden Sie überdies hier geeignete Anlaufstellen.
Seelische Krisen und psychische Probleme können jede und jeden von uns treffen. Sie sind damit nicht allein! Sich mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzten bedeutet, dass Sie sich um sich selbst und Ihre (zukünftige) Tätigkeit als Lehrer*in kümmern. Gerne möchten wir Sie dazu ermutigen diese Form der Selbstfürsorge auch als Teil Ihrer Professionalisierung als zukünftige Lehrer*in zu verstehen.




