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Lehramt und Psychotherapie

Viele Lehramtsstudierende, Referendar*innen, Lehrkräfte und auch Studieninteressierte beschäftigen sich im Laufe ihres Bildungs- und Berufswegs mit Fragen rund um die eigene psychische Gesundheit. Dabei taucht häufig die Sorge auf, dass eine Psychotherapie oder auch ärztliche Behandlung negative Auswirkungen auf die spätere berufliche Laufbahn haben könnte – etwa im Hinblick auf die Einstellung in den Schuldienst, eine mögliche Verbeamtung oder bei Versicherungsfragen.

Um diese Fragen und Sorgen kursieren zahlreiche Gerüchte, Halbwahrheiten und widersprüchliche Aussagen. Als Zentrum für Lehrkräftebildung (ZfL) möchten wir zur Aufklärung beitragen, unbegründete Ängste abbauen und dazu ermutigen, notwendige Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Häufige Sorgen – kurz eingeordnet

Viele Ängste rund um „Lehramt und Psychotherapie“ basieren auf veralteten Informationen oder pauschalen Annahmen. In der Realität gilt u.a.:

  • Eine Psychotherapie oder auch psychische Erkrankung führt nicht automatisch dazu, dass eine Verbeamtung ausgeschlossen ist.
  • Entscheidend sind immer Einzelfallprüfungen, nicht allein die Tatsache, dass jemand therapeutische oder ärztliche Hilfe in Anspruch genommen hat.
  • Pauschale Aussagen wie „Mit Therapie kann man nicht mehr verbeamtet werden“ sind so nicht haltbar.

Um eine fundierte Einordnung zu ermöglichen, haben wir im Folgenden ausgewählte Informationsseiten zusammengestellt und jeweils kurz erläutert.


Psychotherapie und Verbeamtung – Mythen und Fakten erklärt


Unser Anliegen als ZfL

Als Zentrum für Lehrkräftebildung ist es uns wichtig, dass Lehramtsstudierende gut informiert sind und Entscheidungen auf einer realistischen Grundlage treffen können. Niemand sollte aus Angst vor möglichen Konsequenzen auf notwendige psychosoziale Beratung und psychotherapeutische wie ärztliche Unterstützung verzichten.

Wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung suchen: Sie müssen damit nicht allein bleiben.

Sprechen Sie mit Familie und Freund*innen, wenden Sie sich an uns (zfl-beratung@uni-koblenz.de) oder die Beratung des Studierendenwerks. In dringenden Fällen finden Sie überdies hier geeignete Anlaufstellen.

Seelische Krisen und psychische Probleme können jede und jeden von uns treffen. Sie sind damit nicht allein! Sich mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzten bedeutet, dass Sie sich um sich selbst und Ihre (zukünftige) Tätigkeit als Lehrer*in kümmern. Gerne möchten wir Sie dazu ermutigen diese Form der Selbstfürsorge auch als Teil Ihrer Professionalisierung als zukünftige Lehrer*in zu verstehen.