Sprachliche Hürden erkennen und Verstehen ermöglichen: Sprach(en)sensibles Unterrichten mit Fokus auf Materialanalyse

Sprachliche Hürden erkennen und Verstehen ermöglichen: Lehrmaterialien analysieren und für sprachsensibles Unterrichten mit Blick auf Texte und Materialien anpassen
Sprachliche Anforderungen entscheiden maßgeblich darüber, ob Schüler*innen Fachinhalte verstehen und erfolgreich lernen können. Dennoch bleiben sie in Lehrmaterialien und Aufgabenstellungen häufig zu komplex und implizit, dies mitunter mit weitreichenden Folgen für Lernende, insbesondere für mehrsprachige Schüler*innen.
Der dreistündige Workshop führt (zukünftige) Lehrkräfte systematisch in die Analyse sprachlicher Anforderungen von Lehr- und Lernmaterialien ein. Ausgehend von grundlegenden sprachwissenschaftlichen und textlinguistischen Konzepten (u. a. Bildungs- und Fachsprache, Mündlichkeit und Schriftlichkeit, fachspezifische Textsorten) lernen die Teilnehmenden, sprachliche Hürden in Materialien und Aufgabenstellungen gezielt zu identifizieren.
Im Mittelpunkt steht dabei die Arbeit mit konkreten Beispielen aus unterschiedlichen Fächern: Die Teilnehmenden analysieren Lehrtexte und Aufgaben hinsichtlich ihrer sprachlichen Zugänglichkeit, textsortenspezifischen Anforderungen und fächertypischen Darstellungsformen. Darauf aufbauend werden Möglichkeiten für eine sprachsensible Anpassung und entsprechende Gestaltung von Materialien diskutiert.
Der Workshop basiert auf einem integrativen Verständnis von Sprach- und Fachlernen: Sprache und Sprachbildung wird nicht als Zusatzaufgabe verstanden, sondern als zentraler Bestandteil fachlichen Lernens. Ziel ist es, Lehrkräfte aller Fächer darin zu stärken, sprachliche Anforderungen bewusst in ihre Unterrichtsplanung einzubeziehen und Lernprozesse für alle Schüler*innen noch zugänglicher zu gestalten.
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