
Raman Spektrometer (MonoVista CSRF S & I)
Zerstörungsfreie Identifikation von Phasen, Defekten und Gitterspannungen in Festkörpern über ihre charakteristischen Streusignaturen von Infrarotem Licht.
Unser modulares Raman-Spektroskopiesystem besteht aus Laser, konfokaler Sonde und ortsauflösender Messeinheit und erlaubt zerstörungsfreie Untersuchungen an Fest- und Flüssigproben. Raman ist hochempfindlich gegenüber Gitterverzerrungen, Phasengemischen und lokalen Defekten in Kristallstrukturen. Im Arbeitskreis nutzen wir Raman-Spektroskopie z. B. zur Analyse der Phasenreinheit und zur Detektion struktureller Veränderungen in keramischen Materialien.

Infrarotspektrometer (Prestige 21 Shimadzu)
Schnelle, zerstörungsfreie Identifikation chemischer Bindungen und funktioneller Gruppen – für Feststoffe, Flüssigkeiten und Gase.
Wir verwenden ein Fourier-Transform-Infrarotspektrometer für die schnelle Identifikation chemischer Bindungen und funktioneller Gruppen in Feststoffen, Flüssigkeiten und Gasen. FTIR ist eine der vielseitigsten Methoden der chemischen Analytik – von der Phasenidentifikation bis zur Spurenanalytik. Im Arbeitskreis charakterisieren wir damit z. B. synthetisierte Keramik nach Kalzinierung (Nachweis von Restcarbonaten, OH-Gruppen, Gitterverzerrungen durch Dotierung,...) oder untersuchen adsorbierte Spezies auf Katalysatoroberflächen, um Reaktions-mechanismen aufzuklären.

UV-Vis-Spektrometer (UV-2600, Shimadzu)
UV-Vis-Absorption unter Reaktionsbedingungen – Bandlücken, Oxidationszustände und katalytische Prozesse in Echtzeit verfolgt.
Das Shimadzu UV-2600 UV-Vis-Spektrophotometer ist mit einer Harrick-Temperaturzelle und Durchflusskontrolle für in-situ- und operando-Messungen ausgestattet. So können Proben direkt unter Reaktionsbedingungen (kontrollierte Temperatur und Gasatmosphäre) spektroskopisch verfolgt werden. Im Arbeitskreis bestimmen wir damit optische Bandlücken (Tauc-Plot), den Oxidationszustand von Dotierungen in Keramiken und verfolgen in-situ katalytisch relevante Farbänderungen der Materialien – z. B. Reduktion und Reoxidation unter Reaktionsbedingungen.

Fluoreszenzspektrometer (RF-6000, Shimadzu)
Hochempfindliche Messung von Anregungs- und Emissionsspektren im UV-Vis-Bereich – für die optische und elektronische Charakterisierung von Materialien.
Das hochempfindliche Fluoreszenzspektrophotometer ist einsetzbar für Anregungs- und Emissionsmessungen im UV-Vis-Bereich an Lösungen und Feststoffen. Neben klassischen Fluoreszenzspektren ermöglicht es zeitaufgelöste Messungen und die Bestimmung von Quantenausbeuten. Im Arbeitskreis nutzen wir das Gerät z. B., um optische Eigenschaften und Defektniveaus in Keramiken zu untersuchen – z. B. wie Dotierungen die Lumineszenz und Ladungstransfer-Prozesse beeinflussen.

NMR-Spektrometer (500 Mhz, JEOL, geteiltes Gerät)
Hochauflösende Strukturaufklärung über die magnetischen Eigenschaften von Atomkernen – mit 500 MHz auch für anspruchsvolle Festkörperproben.
Das Hochfeld-NMR-Spektrometer mit supraleitendem Kryomagneten bietet hochauflösende Kernmagnetresonanz-spektroskopie für Flüssig- und Festkörperproben. Die hohe Feldstärke ermöglicht die Auflösung auch eng benachbarter Signale und die Untersuchung wenig empfindlicher Kerne. Im Arbeitskreis setzen wir NMR z. B. zur Strukturcharakterisierung von Precursor-Verbindungen ein (z. B. Metallsalz-Komplexe, Sol-Gel-Vorstufen) und können z. B. ¹⁰⁷Ag und ¹⁰⁹Ag -NMR o.Ä. für strukturelle Einblicke in Keramikphasen nach der Synthese nutzen. Dieses Gerät teilen wir uns mit der gesamten Abteilung Chemie.




















