Aktuelles
Tagungen & Publikationen (CfP)

Vergessene Stimmen der Moderne. Deutschsprachige Autorinnen der Zwischenkriegszeit (Workshop & Sammelband)
Die Auseinandersetzung mit der deutschsprachigen literarischen Produktion der Zwischenkriegszeit ist nach wie vor stark von kanonisierten männlichen Autoren dominiert. Zahlreiche Schriftstellerinnen, die in den 1920er und frühen 1930er Jahren produktiv und auch erfolgreich waren, sind heute nahezu vergessen oder werden in der Forschung nur am Rande wahrgenommen. Dieser Workshop und der anschließende Band möchten einen Beitrag zur Wiederentdeckung und kritischen Neubewertung dieser Autorinnen leisten. Gesucht werden hierfür Beiträge, die sich mit dem literarischen Schaffen, den Publikationsbedingungen, den Netzwerken und der Rezeptionsgeschichte von Autorinnen dieses Zeitraums auseinandersetzen. Dabei interessieren uns sowohl Analysen zu einzelnen Werken als auch kultur- und sozialhistorische Kontextualisierungen. Besonders willkommen sind Beiträge, die intersektionale Perspektiven einnehmen und die Verschränkungen von Geschlecht mit anderen Kategorien wie Klasse, ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit, sexueller Orientierung, Behinderung oder regionaler Herkunft in den Blick nehmen. Damit sollen auch jene Autorinnen sichtbar gemacht werden, die aufgrund mehrfacher Marginalisierung besonders stark aus dem literarischen Gedächtnis verdrängt wurden.
Veranstaltung: 15.7.2026, online
CfP: Vergessene Stimmen (Deadline Abstracts: 15.1.2026)
Kooperationsprojekt mit Dr. Marcella Fassio (Germanistik, Universität Halle/Wittenberg)

Postcolonial Medical and Health Humanities: South Asian Literary Imaginaries and Epistemologies (Special Issue)
The special issue, to be published at the Journal of Postcolonial Writing, invites both theoretical reflections on the postcolonial medical and health humanities, and literary analyses of cultural texts which engage with the intersections of health, coloniality, and postcoloniality in South Asia and its diasporic communities. In particular, we invite contributions which will address the following four intersecting questions:
- How do cultural texts from South Asia and its diasporic communities negotiate the colonial ramifications of health and well-being in general, and how do they address the colonial history of biomedicine and the coloniality of medicine more particularly? What role do non-hegemonic perspectives play in these negotiations?
- How do South Asian cultural texts address contemporary forms of stratification, discrimination, and exploitation in biomedicine and healthcare in postcolonial contexts? How are these related to colonial and neocolonial fault-lines, but also to regional and/or globalized forms of implication beyond the North–South binary?
- What role do epistemic and linguistic issues play in different literary imaginaries of health and medicine? That is, how do different texts address questions of knowledge production, in particular the suppression and recovery of medical and health epistemologies, and in what languages?
- Through what representational politics and poetics do different texts address these questions?
CfP: Postcolonial Medical & Health Humanities (Deadline Abstracts: 1.4.2026)
In Kooperation mit JProf. Dr. Julia Wurr (English Literature, Universität Oldenburg) & Prof. Dr. Antara Chatterjee (Literature, IISER Bhopal)

Hochwasser in der Literatur (Tagung & Sammelband)
Hochwasser gehört zu den prägenden Naturerfahrungen, die seit Jahrhunderten literarisch verarbeitet werden. In der Hochwasserliteratur artikulieren sich Frühformen einer ökologischen Kritik, gleichzeitig halten bis weit in die Neuzeit hinein Deutungen, die Hochwasser als göttliche Strafe verstehen. Forschungsseitig sind literarische Darstellungen von Hochwasser eng verknüpft mit Fragen nach einer ›Hydropolitik‹ und staatlichen Vorkehrungsmaßnahmen, nach medialen Repräsentationen sowie nach geschlechtsspezifischen Semantisierungen des Naturereignisses und der Retterfiguren, die dabei auftreten. Im Schnittbereich von literaturwissenschaftlicher Katastrophenforschung, Ecocriticism, Blue Humanities und der in jüngerer Zeit verstärkt untersuchten Literarischen Meteorologie bildet die Beschäftigung mit dem Phänomen Hochwasser ein vergleichsweise ›neues‹ Forschungsfeld. Insbesondere die Hochwasserliteratur des deutschsprachigen und zentraleuropäischen Binnenlandes ist noch weitgehend unerschlossen. Dabei zählen Rhein, Neckar und Elbe zu den prägenden Landschaften der deutschsprachigen Literaturgeschichte, in denen das Hochwasser seit jeher eine zentrale Rolle einnimmt. Die geplante Koblenzer Tagung nimmt dieses Forschungsdesiderat auf und widmet sich systematisch den literarischen Darstellungen von Hochwasser, speziell in der deutschsprachigen Literatur.
Veranstaltung: 15.10.–16.10.2026, Universität Koblenz
CfP: Hochwasser in der Literatur (Deadline Abstracts: 01.11.2025)
Kooperationsprojekt mit Korbinian Lindel (Germanistik, Universität Koblenz)

Pflegepoetik. Literarische Repräsentationen und Schriften professionell Pflegender (Sammelband)
Die Geschichte der professionellen Krankenpflege ist zugleich Literaturgeschichte – eine Verbindung, die bisher jedoch nur begrenzt in den Blick genommen wurde. Der geplante Sammelband fragt daher, wie professionelle Pflegende seit dem 19. Jahrhundert – dem Beginn der modernen Krankenpflege – literarisch in Erscheinung treten: als Figuren in Romanen, Gedichten oder Theaterstücken ebenso wie als Autor:innen, die ihre beruflichen Erfahrungen literarisch verarbeiten. Im Mittelpunkt stehen Texte, in denen institutionalisierte Pflege als Beruf, Erfahrung oder Reflexionsraum sichtbar wird. Ziel ist es, auf diese Weise eine bislang wenig erschlossene Dimension der Literaturgeschichte systematisch zu beleuchten.
CfP: Pflegepoetik (Deadline Abstracts: 30.09.2025)
Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Sabine Nover (Pflegewissenschaft, Universität Koblenz)
Öffentliche Lehrveranstaltungen

Digitale Ringvorlesung "Interdisziplinäre Thanatologie"
Wie gestalten wir den Umgang mit Sterben und Tod? Welche Herausforderungen, aber auch Potenziale bringt die Auseinandersetzung mit dem Lebensende mit sich? Wie gehen andere Spezies damit um? Und welche Spuren hinterlässt der Tod in der Sprache, in verschiedenen Medien, sozialen Praktiken oder beruflichen Kontexten?
Diese Fragen berühren Grundbedingungen unserer Existenz – und lassen sich auch wissenschaftlich nicht auf einzelne Disziplinen begrenzen.
Die Online-Ringvorlesung Interdisziplinäre Thanatologie widmet sich ihrem Gegenstand insofern in fachübergreifender Form und gewährt durch Gast-vorträge von Wissenschaftler*innen aus sieben unterschiedlichen Disziplinen Einblicke in aktuelle Forschungen zu Sterben, Tod und Trauer.
Bei der Ringvorlesung handelt sich um eine gemein-same Veranstaltung des FB 1 (Förderpädagogik, Pflegewissenschaft) und FB 2 (Germanistik) der Universität Koblenz. Sie richtet sich an Studierende, Lehrende und Forschende aller Fachrichtungen ebenso wie an die interessierte Öffentlichkeit.
Einfach einloggen und zuhören unter: https://olat.vcrp.de/bigbluebutton/112135925519103




