Kooperationen mit Praxispartner*innen und Akteur*innen (Künstler*innen, Kulturinstitutionen, politische Bildner*innen, Wissenschaftler*innen, Jugendzentren, Quartiersmanagement, Schulen u.a.), sowie spezifische Handlungsfelder und Institutionen inner- und außerhalb der Hochschule werden aktiv aufgesucht, Formate miteinander experimentiert, eine künstlerisch-forschende Praxis entwickelt und Prozesse kollaborativ reflektiert.
* 2015 | Theater Koblenz
Seit zehn Jahren wird in Kooperation zwischen dem Theater Koblenz und der Universität Koblenz der Zertifikatsstudiengang für das Erweiterungsfach Darstellendes Spiel angeboten. Er kann von Lehramtsstudierenden für das Lehramt Realschule Plus, Berufsbildende Schule oder Gymnasium studiert werden. Bereits tätige Lehrkräfte können diese Möglichkeit berufsbegleitend nutzen.
Das Besondere ist der Praxisbezug zu einem professionellen Theater. Im Rahmen einzelner Seminare, Probenbesuche oder dem Workshop "Theater Organisieren" können Studierende Einblicke in die Räumlichkeiten, Produktionsabläufe und Arbeitsbedingungen des Theaters kennenlernen. Die lehrenden Theaterpädagog*innen, Dramaturg*innen und Regisseur*inne des Hauses verknüpfen dabei ihre Lehr-/Lerninhalte mit dem eigenen künstlerischen und theaterpädagogischen Tun. So werden bereits während des Studiums die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass zukünftige Lehrkräfte des Darstellenden Spiels die Kunst des Theaterspiels mit der Zuschaukunst verknüpfen.
2026 haben wir begonnendie Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit anzupassen.
Studierende im Darstellenden Spiel können ab der Spielzeit September 2018 jede Eigenproduktion des Theater Koblenz einmal kostenlos über die Abendkasse besuchen.
Laura Cadio arbeitet international als Kulturvermittlerin, -Beraterin und Künstlerin. Zugänge und Teilhabe an Kunst, Kultur und Bildung zu ermöglichen, ist ein Schwerpunkt ihrer Arbeit. Dies spiegelt sich insbesondere in der Art und Weise wider, wie sie Konzepte, Veranstaltungen sowie künstlerisch-edukative Vermittlungsprogramme für und mit ihren Auftraggeber*innen und Projektpartner*innen entwickelt. Hierzu gehören u.a. das Kulturagentenprogramm, Internationales Literaturfestival Berlin, Goethe-Institut, das Junge Schauspielhaus Düsseldorf und das Kulturamt Kempten. Sie arbeitete von 2009 bis 2015 als Theaterpädagogin am GRIPS Theater, Berlin und war Mitglied der Physical Theatre Company performing:group. 2021 gründete sie mit Bahar Meriç, Prof.in Dr.in Silke Ballath und weiteren Personen den Future Move e.V.. Der Verein setzt sich zum Ziel, Menschen und deren Themen, die bisher im kulturellen Leben nur marginal sichtbar sind, durch Kunst, Tanz und Bewegung sichtbar zu machen. Seit Januar 2026 arbeitet sie für die belgische Compagnie Mossoux-Bonté, die sich an den Schnittstellen von Tanz, Theater und Bild bewegt. In Ihrer künstlerischen Arbeit verbindet sie alltägliche Handlungen wie Spazierengehen, Kochen und Essen mit performativen Elementen im Drinnen und Draußen. Mit performativen Tischgesellschaften trat sie beispielsweise bei „La Nuit de la Philosophie“ in der UNESCO, Paris und im Kiasma Museum, Helsinki, dem Theater Göttingen sowie in Bangalore mit Sandbox Collective auf.
Kulturvermittlerin, Künstlerin, Kulturberaterin: Laura Cadio (she/her)
Module: M 5.1 Didaktik und Methode des Darstellenden Spiels M 5.2 Theaterpädagogische Grundlagen M 6.1 Entwicklung eines eigenen Theaterprojekts M 6.2 Durchführung eines eigenen Theaterprojekts
Jennifer de Negri ist Autorin, Medienkünstlerin und Kuratorin. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit Fragen nach dem Wir* – multiperspektivisch, spekulativ und non-linear. Sie studierte Theaterregie und Literarisches Schreiben an der Kunsthochschule für Medien Köln. 2027 erhält sie das Venedig-Stipendium des Bundes sowie 2026 Arbeitsstipendien der Kunststiftung NRW und des Landes NRW. Sie war u.a. Writer-in-Residence in Münster und las u.a. am HKW, Literaturhaus Berlin und bei der Leipziger Buchmesse. 2025 war sie Teil der Ausstellung INS OFFENE am Museum Morsbroich. In Köln ist sie Co-Initiatorin und künstlerische Leitung der queer-feministischen Lese- und Gesprächsreihe [OHNE PRONOMEN].
Autorin, Medienkünstlerin und Kuratorin: Jennifer de Negri
Julia Opitz ist Produzentin und Dramaturgin für Tanz, Theater und Performance. Sie studierte Theater- und Medienwissenschaften und Erziehungswissenschaften in Erlangen und Aix-en-Provence/Marseille (Erasmus) mit Schwerpunkt auf Theorien des Performativen. Im Rahmen transnationaler Vernetzungsprojekte entwickelt sie Kollaborationen zwischen Bayern und Tschechien, engagiert sich kulturpolitisch im Verband freie Darstellende Künste Bayern e.V. und interessiert sich in ihrer Arbeit im Besonderen für (internationale) Vernetzung als Struktur und Begegnungsraum sowie für ergebnisoffene, multidisziplinäre künstlerische Arbeitsweisen. Julia Opitz ist Jury-Mitglied im Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz.
Produzentin/ Dramaturgin für Tanz, Theater, Performance: Julia Opitz (sie/ihr)
Bahar Meriç ist Choreografin, Kulturvermittlerin und künstlerische Leitung von Future Move e.V. Sie entwickelt interdisziplinäre Projekte und Konzepte an der Schnittstelle von Tanz, Theater und Bildung. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Teilhabe, Vielfalt und die Stärkung junger Menschen. Sie arbeitet mit Profis und Lai*innen und verbindet körperorientierte Praxis mit kritischer Reflexion zu Identität und Diskriminierung. Ihre Projekte realisierte sie bundesweit und international an (Hoch-)Schulen, Museen, Kulturinstitutionen und für Stiftungen. Als Choreografin arbeitete sie an Stadt- und Staatstheatern, in der Freien Szene sowie mit internationalen Partner*innen. Seit 2023 ist sie Vorstandsmitglied im Bundesverband Aktion Tanz e.V.