Darstellendes Spiel

Darstellendes Spiel

Im Zertifikatsstudiengang Darstellendes Spiel werden die drei Säulen Praxis, Theorie und Didaktik des Theaters vermittelt.

Neben einer zeitgenössischen Theaterpraxis steht das Erforschen und Experimentieren ihrer kollektiven, ästhetischen, pädagogischen und gesellschaftlichen Prozesse und Praktiken im Fokus des Studiums.


Das Studium setzt sich aus drei Bereichen zusammen: 

Künstlerische Praxis: Neben einer zeitgenössischen Theaterpraxis steht das Erforschen und Experimentieren ihrer kollektiven, ästhetischen, pädagogischen und gesellschaftlichen Prozesse und Praktiken im Fokus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf einer performativen Praxis als Schnittmenge zur Bildenden Kunst. In polyvalenten Seminaren können Studierende gemeinsame Erfahrung mit Studierenden der Kunstpädagogik sammeln. In Kooperation mit dem Theater Koblenz und Künstler*innen der Darstellenden Künste werden theaterpraktische Grundlagen in Modul 1 und 2 vermittelt.

Theater- und Performancetheorie vermittelt die fachwissenschaftlichen Kompetenzen für eine reflektierte und kritische Auseinandersetzung mit Theater- und Performancetheorien. In Modul 3 werden Theorie und Praxis der Ästhetischen und Kulturellen Bildung fokussiert. Mit dem Selbstlernkurs Theatergeschichte (Modul 4.1) wird nicht nur theoretisches Grundwissen vermittelt. Eine Besonderheit ist, dass historische, politische und gesellschaftliche Kontexte in Hinblick auf den schulpädagogischen Kontext verortet, reflektiert und in Bezug zu konkreten Praxen des Theaters gesetzt werden (belegbar ab WS 2026/27). 

Methodik und Didaktik des Darstellenden Spiels reflektiert künstlerische Prozesse, Theorien und Handlungsweisen in Bezug auf den Kunstunterricht. In Modul 5 und 6 werden theatrale Prozesse und ästhetische Theorien in Hinblick auf die Unterrichtspraxis experimentiert und reflektiert. Im Zusammendenken künstlerischer, edukativer und gesellschaftlicher Prozesse wird eine eigene künstlerisch-edukative Haltung entwickelt. Die künstlerisch-edukative Lehrpraxis bezieht performative, kollaborative und experimentelle Formate ein.


Die künstlerisch-edukative Lehrpraxis bezieht performative, kollaborative und experimentelle Formate ein und erforscht die Schnittmengen entlang diskriminierungskritischer, feministischer und postkolonialer Diskurse. Damit wird an Kunstrichtungen wie Community Art, Interventions- und Aktionskunst sowie Kunst als soziale Praxis angeknüpft und bewusst ein Bezugsfeld zur Bildenden Kunst eröffnet:

Eine künstlerisch-edukative (Lehr-)Praxis experimentiert, erprobt, reflektiert die Bedingungen künstlerischen Handelns im Verhältnis zu ihren Vielfältigen Bezugsfeldern (Politik, Geschichte, Soziologie, Pädagogik, ästhetische Theorie u.a.). 

Eine situierte und kollaboartive (Lehr-)Praxis basiert auf der situierten Praxis der Seminarteilnehmenden, in Beziehung zu externen Partner*innen und institutionellen Kontexten, um den eigenen Standpunkt in Bewegung zu erleben, zu experimentieren und zu reflektieren sowie ihn in Auseinandersetzung und Abgrenzung zu anderen Perspektiven zu schärfen, zu verorten und weiterzuentwickeln.

Eine künstlerisch-forschende (Lehr-)Praxis im Darstellenden Spiel wird als kollaborative sowie künstlerisch-forschende Praxis verstanden. Die Lehrformate umfassen Übungen, Theorieimpulse, Vorlesungen, Seminare und Exkursionen. 


Die Module werden in Kooperation mit der Ästhetischen Bildung des Fachbereich 1, dem Theater Koblenz sowie unterschiedlichen Künstler*innen der Darstellenden Künste aus ganz Deutschland angeboten.