Nacht der Forschung 2026

Nach der Eröffnung der Nacht der Forschung durch Prof. Dr. Claudia Quaiser-Pohl, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer, begrüßte Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit in Rheinland-Pfalz, die Besucher:innen. Im darauf folgenden Format "Speed Science" befasste sich Patricia Bau (Germanistik) mit (Ent-)Tabuisierungsdiskursen zur Midlife-Crisis und den Wechseljahren.

Am Stand des DFG-Projekts zur Confessio Augustana erläuterten Prof. Dr. Ulli Roth und PD Dr. Philipp Stenzig (Katholische Theologie) die Netzwerke der verschiedenen Akteure, die in der Reformationszeit einen jahrzehntelangen Kampf um die Deutungshoheit im Glauben miteinander führten.

Mit dem Projekt "Philo-Vernetzung" werden Philosophierenden in Koblenz und Umgebung Möglichkeiten zum gemeinsamen Austausch aufgezeigt. Konstanze Palm, Julica Böhmer und Prof. Dr. Werner Moskopp (Philosophie) tauschten mit den Besucher:innen Erfahrungen im Bereich "public philosophy" aus.



Das Verhältnis von Demokratie und Theologie beleuchteten Dr. Thorben Alles, Dr. Ruth Rehfisch-Hannelly und Prof. Dr. Thomas Martin Schneider (Evangelische Theologie) anhand von Bibeldeutungen auf christlichen Social-Media-Posts.

Prof. Dr. Michael Klemm und Florian Weber (Kulturwissenschaft) luden am interaktiven Stand von KuLaDig RLP dazu ein, die Angebote zur BUGA 2029 im Welterbe oberes Mittelrheintal zu erkunden. Die gemeinsam mit Studierenden und externen Expert:innen konzipierten Themenrouten ermöglichen eine interaktive Entdeckung des kulturellen Erbes.


JProf. Dr. Andreas Weilinghoff, Nico Boller und Saran Nair (Anglistik und Amerikanistik) stellten das Projekt "Speech-to-Speech" vor. In interaktiven Formaten konnten Besucher:innen KI-basierte Echtzeitübersetzung, automatische Spracherkennung und Stimmengenerierung entdecken.

Fotos: Jasmin Brötz (Transfer FB2)




Anhand historischer Beispiele aus Literatur, Kultur, Medizin und Pflegewissenschaft zeigten Dr. Sarah Schäfer-Althaus (Anglistik und Amerikanistik) und Miriam Läpple, Ph. D., (Pflegewissenschaft), wie gesellschaftliche Vulnerabilität in Großbritannien und Deutschland im 19. Jahrhundert verstanden und produziert wurde.

JProf. Dr. Katharina Führholzer und Carla Seibert (Germanistik) luden zu einem interaktiven Gedichtworkshop zum Thema "Medizin der Zukunft" ein. Im Rahmen des Projekts "Verdichtete Pflege" können sich Pflegekräfte an einem bundesweiten Gedichtwettbewerb beteiligen.

Das Institut für Germanistik war außerdem mit den Beiträgen "Interpretationen schreiben mit KI" von Dr. Iris Meißner und Dr. Anna Braun-Beneke, "Literarische Geopolitik und das geopolitische Zukunftswissen der Literatur" von Korbinian Lindel und "Interdisziplinäre Analyse der literarischen Inszenierung von Schizophrenie" von Shabnam Ahmad Shahi bei der Nacht der Forschung vertreten.


Helena Alles (Germanistik) gab einen Einblick in ihr Promotionsprojekt, das die Darstellung des Erwachsenseins in Jugendromanen untersucht. Wie solche Romane im Literaturunterricht zum Einsatz kommen können, ließ sich anhand von Textauszügen anschaulich nachvollziehen.

Das interdisziplinäre Team des Potentialbereichs "Transition und Transgession - Fluide Geschlechterbewegungen" regte zum Nachdenken und zum Gespräch über Geschlechternormen an. Anhand von Bildern, Texten und Gegenständen aus ganz unterschiedlichen Zusammenhängen wurde veranschaulicht, dass Geschlecht in Bewegung ist und immer wieder neu gestaltet wird.

In einen forschungsorientierten Seminar untersuchte Jana Semrau (Anglistik und Amerikanistik) gemeinsam mit Studierenden die Beziehung von Sprache und Emotionen. Die daraus entstandenen Projekte wurden an der Nacht der Forschung präsentiert.

Zum Thema Migration boten Prof. Dr. Nicole Maruo-Schröder, Ricardo Bloch (Anglistik und Amerikanistik) und Maria Lebeda (Pädagogik) gemeinsam mit Studierenden einen Einblick in die Vielfalt englischsprachiger Comicromane. Die in einem Seminar entstandenen studentischen Projekte sind Teil der Koblenzer Forschungsstelle Körper Reise Literatur.

Bei der Preisverleihung zum Ausklang der Nacht der Forschung wurden die Beitragslieblinge des Abends gekürt: Das Projekt von Jana Semrau (Anglistik und Amerikanistik) und ihren Studierenden zu Sprache und Emotion erhielt den 2. Platz. Ann-Katrin Biehl und Merlin Brager (Anglistik und Amerikanistik) wurden mit ihrem Beitrag "Internationale Studierende unterstützen und Fachkräfte sichern durch CLIL" mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Content and Language Integrated Learning ermöglicht die Verbindung von Fach- und Sprachlernen.



