
Desiderate der Inklusionsforschung
Tagung der AG Inklusionsforschung der DGfE
am 31.07. + 01.08.2026 an der Universität Koblenz.
Call for Papers
Bei der 9. Tagung der AG Inklusionsforschung handelt es sich um die vorletzte Tagung im Bewilligungszyklus. Auf organisationaler Ebene steht nun die Entscheidung an, ob und wenn ja, in welcher Form sich die AG Inklusionsforschung der DGfE von einer Arbeitsgruppe auf Zeit in eine dauerhafte Struktur transformieren will – ein guter Moment für ein Zwischenfazit. Das diesjährige Tagungsthema lautet daher:
Desiderate der Inklusionsforschung
Im Sinne eines solchen Zwischenfazits interessieren uns insbesondere folgende Fragen:
- Wie hat ‚Inklusion‘ (als wissenschaftlicher Fachbegriff, als Modewort, als Paradigma, als Forschungstrend, als rege debattierte politische Formel, als theoretische Perspektive, als methodischer Anspruch, als Floskel, …) die erziehungs- und bildungswissenschaftliche Forschung in den einzelnen Forschungsfeldern, Sektionen und Kommissionen der DGfE, aber auch mit Blick auf dazu querliegende Themen beeinflusst?
- Was wurde in dem jeweiligen Forschungsfeld unter dem Zeichen ‚Inklusion‘ erforscht? Und was nicht? Warum (nicht)?
- Wie haben sich bestehende Theorien/Paradigmen der Forschung durch Inklusion verändert? Was wurde in dem jeweiligen Forschungsfeld aus inklusiver Perspektive kritisiert, umgeschrieben, anders gedacht, transformiert und was wurde unter dem Zeichen der Inklusion fortgeschrieben, ausgebaut, (re)affirmiert, gestärkt?
- Wie hat sich Inklusionsforschung in dem jeweiligen Feld in den letzten Dekaden gewandelt? Oder falls sie dies nicht hat: sollte sie dies? In welche Richtung?
- Wie beeinflussen gesellschaftliche Veränderungen und Krisen – ökologische Fragen, Krise der Demokratie, Rechtsruck, Krieg, … – die Inklusionsforschung? Braucht es in Anbetracht dieser eine andere Form von Inklusionsforschung, andere Schwerpunkte oder Querverbindungen zwischen Inklusion und diesen Themen? Oder zeichnet sich ab, dass die genannten anderen Krisen-Themen die Inklusionsforschung ablösen?
- Und — vor allem: Was ist noch offen? Welche Forschungslücken und Fragen sind neu dazugekommen oder bestehen nach wie vor?
- Pointiert oder provokant gefragt: Wozu braucht es Inklusionsforschung [(immer) noch oder (immer) wieder]?
Der Call ist demnach für alle inhaltlichen Schwerpunkte, Forschungsfelder und Disziplinen offen – mit der einzigen Vorgabe, dass alle Beiträge im Sinne eines Zwischenfazits daraufhin zugespitzt werden sollen, ob/wozu und in welcher Form es Inklusionsforschung in dem jeweiligen Feld (immer noch, immer wieder) braucht, wie sich das Feld durch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen verändert hat oder wie es sich verändern sollte, und eben: welche Desiderate bestehen, was noch offen ist.
Wir freuen uns auf die Einreichung von Abstracts in der Länge von 2.000 Zeichen (für alle Beitragsformen) via conftool zum 10.01.2026
Fristen
Frist zur Einreichung von Abstracts: 10.01.2026
Rückmeldung über Annahme/Ablehnung der Einreichungen: 31.01.2026
Anmeldebeginn: 01.02.2026
Anmeldefrist: 30.06.2026
Einreichungen und Anmeldungen
Einreichungen von Abstracts und Anmeldungen über conftool:
www.conftool.net/dgfe-inklusionsforschung-2026/
Orgateam
Lokale Organisation: Dr. Sina Isabel Freund und Prof. Dr. Mai-Anh Boger
vom Institut für Förderpädagogik der Universität Koblenz.
Kontakt: tagungAGinklusion@uni-koblenz.de




