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Förderpädagogik im Schwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung inklusiver Bildungsprozesse
Herzlich willkommen im Arbeitsbereich für Förderpädagogik im Schwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung unter Berücksichtigung inklusiver Bildungsprozesse
Schön, dass Sie zu uns gefunden haben. Unser Arbeitsbereich widmet sich einer der zentralen Herausforderungen moderner Bildungssysteme: der Gestaltung von Erziehungs- und Bildungsprozessen für Kinder und Jugendliche, deren soziale und emotionale Entwicklung besonderer Unterstützung bedarf.
Worauf wir blicken: Das Fachgebiet
Die Pädagogik im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung versteht sich heute nicht mehr als Theorie über Kinder mit Defiziten, Problemen oder Störungen. Vielmehr begreifen wir Sonderpädagogik als einen institutionalisierten Umgang mit Barrieren in Bildungsprozessen – und dies über die Förderschule hinaus. Unser Ziel ist es, Teilhabe zu ermöglichen und Kinder und Jugendliche dazu zu verhelfen, ihre Bildsamkeit zu entfalten. Wir fragen, wie Bildungs-, Erziehungs- und Unterrichtsprozesse so gestaltet und transformiert werden können, dass sie auch Kindern und Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung gerecht werden.
Erleben und Verhalten: Kinder und Jugendliche im Fokus
Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen junge Menschen, deren Erleben und Verhalten durch vielfältige Faktoren geprägt ist. Wir beobachten zunehmend, dass Kinder und Jugendliche unter erheblichen psychosozialen Belastungen leiden und herausgefordert sind. Diese Belastungen, die von familiären Krisen und Herausforderungen, sozialer Benachteiligung und Armut bis hin zu Fluchterfahrungen und Traumatisierungen reichen, können erheblichen Einfluss auf das soziale und emotionale Erleben und Verhalten haben.
Oft zeigt sich dies in einer erschwerten Regulation von Emotionen und Verhalten, was sich im Schulalltag als externalisierendes oder internalisierendes Verhalten äußern kann. Es zeigt sich aber auch in komplexen inneren Konflikten, die nicht ohne weiteres zugänglich sind und sich nach außen hin in oft widersprüchlich erscheinenden und doch subjektiv logischen Verhaltensweisen äußern. Für uns sind diese Verhaltensweisen keine festen Eigenschaften, sondern Signale einer Interaktion zwischen dem Individuum und seiner Umwelt, die allem voran nach pädagogischen Antworten verlangen.
Unsere Aufgabe: Erziehung und Unterricht unter erschwerten Bedingungen
Die Kernaufgabe unseres Arbeitsbereichs in Forschung und Lehre ist daher die Realisierung von Erziehung und Unterricht unter erschwerten Bedingungen. Dies erfordert eine professionelle Haltung und spezifische Kompetenzen:
- Diagnostik und Lernprozessbegleitung: Wir vermitteln Methoden einer prozessbegleitenden, subjektlogisch verstehenden Diagnostik, um individuelle Bildungsangebote passgenau zu fundieren und zum Verstehen kindlich-juvenilen Erlebens und Verhaltens beizutragen.
- Individuelle und soziale Unterstützung: Es geht darum, Lern- und Entwicklungsprozesse so zu begleiten, dass Kinder und Jugendliche trotz psychosozialer Beeinträchtigungen Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten (zurück)gewinnen, indem sie Professionelle als verlässlich und sich selbst in sozialen Gruppen als wirksam erleben.
- Multiprofessionelle Kooperation: Inklusive Bildungsprozesse gelingen nur im Team. Deshalb fokussieren wir die Zusammenarbeit mit der vorschulischen Bildung, Regelschullehrkräften, der Jugendhilfe, psychologischen und psychiatrischen Diensten, um ein stabiles Unterstützungssystem zu schaffen.
Wir laden Sie ein, auf diesen Seiten mehr über unsere aktuellen Forschungsprojekte und unser Verständnis einer beziehungsorientierten und daher inklusiven Pädagogik zu erfahren.




