Lesekompetenz stärken: Thementag bringt Bildungsakteur*innen an der Universität Koblenz zusammen

Der Thementag „Lesekompetenz“ an der Universität Koblenz widmete sich der Frage, wie Lesekompetenz bei Schüler*innen differenziert erfasst und gezielt gefördert werden kann. Foto: ZfL / Universität Koblenz
Der Thementag „Lesekompetenz“ an der Universität Koblenz widmete sich der Frage, wie Lesekompetenz bei Schüler*innen differenziert erfasst und gezielt gefördert werden kann. Foto: ZfL / Universität Koblenz
Beim Thementag „Lesekompetenz“ des Zentrums für Lehrkräftebildung (ZfL) nutzten rund 120 Teilnehmende aus Schulen, Staatlichen Studienseminaren, Universitäten und dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz die Gelegenheit, sich auszutauschen, zu vernetzen und fachlich weiterzubilden.

„Lesekompetenz ist eine Schlüsselqualifikation für schulisches Lernen und entscheidend für Bildungserfolg sowie gesellschaftliche Teilhabe. Vor diesem Hintergrund widmet sich der heutige Thementag der Frage, wie Lesekompetenz differenziert erfasst und gezielt gefördert werden kann“, erläuterte Prof. Dr. Anja Schiepe-Tiska, geschäftsführende Leiterin des Zentrums für Lehrkräftebildung, bei der Begrüßung der Teilnehmenden. Sie führte in das Programm ein, das einem Dreiklang aus Forschungsstand, Lesediagnostik und Leseförderung folgte. 

Prof. Dr. Constanze Juchem-Grundmann, Vizepräsidentin für Studium und Lehre, nutzte ihr Grußwort, um den Thementag in den größeren Kontext der Lehrkräftebildung einzuordnen: „Unter der Überschrift ‚Zukunft entsteht im Netzwerk‘ zeigt das Zentrum für Lehrkräftebildung, welchen Stellenwert wir an unserer Universität der Vernetzung in der Lehrkräftebildung beimessen. Das ZfL schafft Räume, in denen Ideen entwickelt, Fragen gestellt und Veränderungen angestoßen werden können – ein Austausch, der Menschen, Perspektiven und Institutionen verbindet und zugleich die Theorie-Praxis-Verzahnung stärkt.“ 

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit den Instituten für Grundschulpädagogik, Germanistik, Schulpädagogik und Förderpädagogik statt. Insgesamt 14 Expert*innen aus diesen Instituten brachten in verschiedenen Formaten ihre unterschiedlichen Perspektiven auf Lesekompetenz und deren Förderung ein. 

Ein Auftaktvortrag gab einen Überblick über zentrale Befunde der Leseforschung und deren Bedeutung für den Unterricht. Darauf aufbauend beleuchteten thematische Impulse, wie Unterschiede zwischen starken und schwachen Leser*innen diagnostisch erfasst werden können und wie prozess- sowie kulturbezogene Ansätze der Leseförderung weiterentwickelt werden können. In insgesamt sieben praxisorientierten Workshops vertieften die Teilnehmenden Aspekte der Lesediagnostik und erprobten konkrete Wege der Leseförderung für Schüler*innen verschiedener Altersstufen ab dem Grundschulalter. 

Zum Abschluss der Veranstaltung zog Prof. Dr. Anja Schiepe-Tiska gemeinsam mit den Teilnehmenden eine Bilanz der Workshops und fasste zentrale Ergebnisse und Impulse für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema Lesekompetenz zusammen. Der Thementag endete mit der Vorstellung des Netzwerks Campus-Schulen der Universität Koblenz und der Einladung an die Teilnehmenden, den Austausch auch über die Veranstaltung hinaus fortzuführen. 

Hintergrund:
Mit dem Format der „Thementage“ (mehr dazu hier) schafft das Zentrum für Lehrkräftebildung der Universität Koblenz einen Rahmen für den Austausch zwischen Wissenschaft und schulischer Praxis. Die Veranstaltungen greifen aktuelle Themen schulischer Bildungsarbeit auf und bringen Lehrkräfte, Lehrkräftebildung und Wissenschaft miteinander ins Gespräch.

Prof. Dr. Anja Schiepe-Tiska, geschäftsführende Leiterin des Zentrums für Lehrkräftebildung, begrüßte die Teilnehmenden der Veranstaltung. Foto: Felix Schlief
Prof. Dr. Benjamin Uhl vom Institut für Grundschulpdägogik präsentierte zentrale Befunde der Leseforschung und deren Bedeutung für den Unterricht. Foto: Felix Schlief
Nik Leo Fislake vom Institut für Grundschulpädagogik zeigte in einem Workshop, wie ein silbenbasierter Zugang genutzt werden kann, um leseschwache Schüler*innen gezielt zu fördern. Foto: Felix Schlief
Was unterscheidet starke und schwache Leser*innen? JProf. Dr. Maja Stegenwallner-Schütz (Institut für Förderpädagogik) forscht und lehrt an der Schnittstelle von Sprachentwicklung und inklusiver Bildung. Foto: Felix Schlief
In Workshops vertieften die Teilnehmenden Aspekte der Lesediagnostik und erprobten konkrete Wege der Leseförderung. Foto: Felix Schlief
Die Veranstaltung bot Raum für fachlichen Austausch. Foto: Felix Schlief
Datum der Veröffentlichung
PressekontaktChristoph Asche
Universität Koblenz Referent Kommunikation
christophasche@uni-koblenz.de0261 287-1624
Fachlicher AnsprechpartnerDaniel Volz
Universität Koblenz Zentrum für Lehrkräftebildung (ZfL) Universitätsstraße 1 56070 Koblenz
zfl-thementag@uni-koblenz.de