Synergien in der Spielforschung – Potentialbereich „SpieGelBild“ vertieft Zusammenarbeit bei Workshop in Boppard

Die Teilnehmenden des Arbeitstreffens in Boppard. Foto: Universität Koblenz
Die Teilnehmenden des Arbeitstreffens in Boppard. Foto: Universität Koblenz
Vom 16. bis 17. April 2026 traf sich das Forschungsteam des Potenzialbereichs „SpieGelBild – Spielend Gesellschaft bilden“ der Universität Koblenz zu einem intensiven Arbeitstreffen in Boppard. Nach dem erfolgreichen Auftaktworkshop im Januar standen bei diesem zweiten Workshop die gemeinsame Datennutzung und die engere Verzahnung der einzelnen Teilprojekte im Fokus. Die Teilnehmenden verabschiedeten bei dem Treffen zudem einen gemeinsamen Code of Conduct für den Forschungsverbund.

Ganz im Sinne des Forschungsthemas begann das Treffen am Vorabend mit der gelebten Praxis. Nach der Anreise versammelten sich die Teilnehmenden zu einer gemeinsamen Spielerunde. Das Ausprobieren verschiedener Gesellschaftsspiele in lockerer Atmosphäre stärkte den Zusammenhalt im Team und bot einen perfekten inhaltlichen Einstieg in die Thematik des Forschungsverbunds. Denn es wurde nicht nur – „Just One“ und „The Mind“ – gespielt. Die Fragen, welche Faktoren Personen für MINT-bezogene Spiele motivieren und begeistern (mit der sich das Projekt von Prof. Dr. Claudia Quaiser-Pohl beschäftigt) oder ob sich im eigenen Spiel Machtmotive zeigen (womit sich Prof. Dr. Anja Schiepe-Tiska auseinandersetzt), wurden begleitend diskutiert. Zur Sprache kamen eigene biografische Erinnerungen an das „Brettspielen in der Familie“ (Projekt von Prof. Dr. Wiebke Waburg).

Am darauffolgenden Tag widmete sich die Gruppe intensiv der Frage nach Synergien der Einzelprojekte für die Forschungsgruppe. Im Mittelpunkt stand der Austausch darüber, welche Erfahrungen bei explorativen Datenerhebungen bisher gesammelt wurden und wo vielversprechende Vernetzungs- sowie Ko-Nutzungsmöglichkeiten liegen. Die Daten, die JProf. Dr. Tamara Bodden für ihr Projekt „Toxizität in Gaming Communities“ erhebt, bieten dabei unter anderem Anschluss an Fragen der „Spielenden Inklusion“ (Projekt von Prof. Dr. Gertraud Kremsner) und dem „Nicht-Mitspielen“ (Projekt von Prof. Dr. Wiebke Lohfeld).

Inhaltliche Abstimmung und strategische Weichenstellung

Insgesamt fand ein intensiver Austausch zu einem vielseitigen Themenspektrum rund um das Thema Spiel statt. Die am Potenzialbereich beteiligten Fächer reichen von der Pädagogik und Schulpädagogik über die Soziologie und Psychologie bis hin zur Wirtschaftsinformatik und Germanistik. Sowohl der Austausch über unterschiedliche methodische Zugangsweisen als auch die Diskussion und die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses der grundlegenden theoretischen Zugänge zum Thema waren Gegenstand des Workshops. Diese interdisziplinäre Breite wird durch die Forschungsarbeiten aller beteiligten Wissenschaftler*innen des Potentialbereichs getragen.

Neben der inhaltlichen Abstimmung diente der Workshop auch der strategischen Weichenstellung für den weiteren Projektverlauf. Das Team widmete sich der allgemeinen organisatorischen Planung, um die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit künftig noch stärker sichtbar zu machen und auszuweiten. Ein wichtiges verbindendes Element des erfolgreichen Arbeitstreffens war zudem die offizielle Verabschiedung und Unterzeichnung eines gemeinsamen Code of Conduct für den Forschungsverbund.

Prof. Dr. Claudia Quaiser-Pohl (l.) und Prof. Dr. Wiebke Waburg bei der Unterzeichnung des Code of Conduct. Foto: Universität Koblenz
Datum der Veröffentlichung
Fachliche AnsprechpartnerinProf. Dr. Wiebke Waburg
Universität Koblenz Institut für Pädagogik Arbeitsbereich Migration und Heterogenität
waburg@uni-koblenz.de0261 287-1856