
Kunstdidaktik
Kunstdidaktik reflektiert künstlerische Prozesse, Theorien und Handlungsweisen in Bezug auf den Kunstunterricht. Die Kunstpraxis und -geschichte werden um weiterführende Theorien (feministische, diskriminierungskritsche, u.a.) sowie künstlerisch-forschende Methoden ergänzt. Im Zusammendenken und Erforschen künstlerischer, edukativer und gesellschaftlicher Prozesse wird eine eigene künstlerisch-edukative Haltung entwickelt. Kooperationen mit Praxispartner*innen und Akteur*innen der Felder Kunst, Bildung und Wissenschaft sowie spezifische Handlungsfelder und Institutionen werden inner- und außerhalb der Hochschule aktiv aufgesucht. Veranstaltungen finden daher sowohl in der Schule als auch im Museum und der Stadtgesellschaft statt.
Eine künstlerisch-edukative (Lehr-)Praxis experimentiert, erprobt, reflektiert die Bedingungen künstlerischen Handelns im Verhältnis zu ihren Vielfältigen Bezugsfeldern (Politik, Geschichte, Soziologie, Pädagogik, ästhetische Theorie u.a.).
Eine situierte und kollaboartive (Lehr-)Praxis basiert auf der situierten Praxis der Seminarteilnehmenden und eröffnet Verbindungen und Beziehungsweisen untereinander, zu externen Partner*innen und institutionellen Kontexten,um den eigenen Standpunkt in Bewegung zu erleben, zu experimentieren und zu reflektieren.
Eine künstlerisch-forschende (Lehr-)Praxis in der Kunstpädagogik wird als kollaborative sowie künstlerisch-forschende Praxis verstanden. Jedes Seminar ist als Forschungssetting angelegt. Studierende haben die Möglichkeit diese künstlerischen (Forschungs-)Prozesse zu vertiefen und auf situierung zwischen zu veröffentlichen.
Die Lehrformate umfassen Theorieimpulse, Vorlesungen, Seminare und Exkursionen.
Im Zentrum steht die praktische Realisierung von Aktionen, (Lecture-)Performances, Interventionen und Interaktionen, das Erproben von kollaborativen künstlerischen Arbeitsformen und das Erlernen von verschiedenen materiellen und medialen Verfahren:
- performative Formate
- künstlerisch-edukative Projektarbeit
- kollektive Wissensproduktion
- Counter Mappings
- Walking Methodologien
- Dokumentation des eigenen künstlerischen (Forschungs-)Prozesses
Grundlage dafür bildet ein Korpus unterschiedlicher theoretischer Positionen aus der Kunstpädagogik und -vermittlung, den Theaterwissenschaften, den Cultural Studies, poststrukturalistische, feministische sowie post- und dekoloniale Positionen als auch Kunst-, Politik- und Bildungswissenschaften.







