Situierung zwischen

situierung zwischen ist eine Sammlung forschender Perspektiven aus der Theorie und Praxis der Kunstpädagogik und -vermittlung. Die Plattform widmet sich den Praxen des Forschens, verhandelt Wissensformen und eröffnet ein vielstimmiges Diskursfeld für die künstlerische Bildung.

Die Idee für die Plattform situierung zwischen ist im Dialog zwischen Silke Ballath und Konstanze Schütze entstanden, und wurde im Seminar „Situierung zwischen den Stühlen“ entworfen. Die (damaligen) Studierenden Naomie Bodner, Eva Maria Klein, Anja Schiefer und Maya Wendler erforschten gemeinsam mit Annika Niemann und Silke Ballath im Anschluss an das Seminar Fragen rund um Kollaboration im Kunstunterricht. Dabei stießen sie auf Begriffe und Themenfelder, die sie je nach Kontext, Situation, Positionierung und Situiertheit unterschiedlich beschrieben. Aus dieser Erfahrung heraus ist das Prinzip „Drei Begriffe zur Situierung zwischen den Stühlen“ entstanden: Begriffe ausgehend von der eigenen Praxis, den Erfahrungen und theoretischen Bezugsfeldern zu definieren.

Mit der Plattform möchten wir forschende Vorgehensweisen sichtbar und verhandelbar machen und die normativen Vorstellungen von Forschung hinterfragen. situierung zwischen will suchenden Prozessen einen Raum geben und unterschiedliche Stimmen nebeneinander abbilden. Wir möchten damit die Prozesshaftigkeit des Forschens selbst zum Ausgangspunkt dieser Plattform machen, um dem Suchen in Forschungsprozessen einen Raum zu geben.#

Als Herausgeber*innen fragen wir uns: Wie lässt sich eine Situierung erforschen, beschreiben, diskutieren, hinterfragen? Wie lässt sich der Zwischenraum zwischen unterschiedlichen Akteur*innen, Feldern und Institutionen produzieren und gestalten? Welche Spannungsfelder und Formen des Miteinanders ergeben sich individuell und kollektiv oder strukturell zwischen den Positioniertheiten im Feld? Und was bedeutet Situierung im Kontext einer rassismuskritischen Befragung von Schule, Studium und Kulturinstitution? Wer übernimmt dabei die Verantwortung für historisch gewachsene Machtstrukturen und koloniale Ungleichheitsverhältnisse? Wie können sie heute und zukünftig reflektier- und verhandelbar werden? Und wie entstehen Allianzen in den Verwerfungen und Zwischenräumen?





Grafik: Hannes Nordiek, 2022




Forschungskollaboration:
Prof.in Dr.in Silke Ballath
Prof.in Dr.in Konstanze Schütze

Plattform: situierungzwischen.net