Transition und Transgression

Transition und Transgression

Fluide Geschlechterbewegungen

Transition und Transgression: Fluide Geschlechterbewegungen

Was bedeuten ‚Geschlecht‘ bzw. ‚Gender‘ in verschiedenen gesellschaftlichen Zusammenhängen? Inwiefern waren und sind diesbezügliche Vorstellungen von Identität, Selbstbestimmung oder Rolle in Bewegung?

Der interdisziplinär angelegte Verbund „Fluide Geschlechterbewegungen“ bringt Perspektiven aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen, bündelt bestehende Forschungen und entwickelt neue Fragestellungen an Schnittstellen von Kultur-, Musik-, Literatur- und Sozialwissenschaften, Pädagogik, Theologie sowie Gender Studies. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Phänomenen der „Transition“ (Übergänge zwischen Geschlechtern) und der „Transgression“ (Überschreitungen von Geschlechternormen) sowie ihren Wechselwirkungen.

Ziel des Projekts ist es, im Kontext der Beantragung eines DFG-Graduiertenkollegs zu untersuchen, wie Vorstellungen von Geschlecht jenseits fester Kategorien erlebt, ausgedrückt und verhandelt werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen bestehende Geschlechternormen überschreiten, verändern oder neu gestalten bzw. welche gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Wirkungen diese Prozesse haben.

Damit greift das Projekt ein Thema von gesellschaftlicher Relevanz auf und reagiert auf aktuelle Entwicklungen – unter anderem auf die Empfehlungen des Wissenschaftsrats zur Weiterentwicklung der Geschlechterforschung (2023) oder auf das Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag (SBGG), das im November 2024 in Kraft getreten ist.

Es trägt zudem dazu bei, die strategische Ausrichtung der Universität Koblenz in den Zielen Interdisziplinarität, Diversity, Gleichstellung sowie Internationalisierung weiter zu stärken. Langfristig soll der Forschungsbereich der Gender Studies, der bereits durch zahlreiche Wissenschaftler:innen an der Universität vertreten ist, stärker vernetzt und nachhaltig verankert werden.

Team

Im Team arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Fachbereich 1: Bildungswissenschaften und dem Fachbereich 2: Philologie / Kulturwissenschaften zusammen.

Gefördert aus den Mitteln der Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz