Mentoring für Masterstudentinnen und Absolventinnen mit Promotionsinteresse
Sie überlegen, zu promovieren und können sich vorstellen, die Laufbahn als Doktorandin und Wissenschaftlerin einzuschlagen? Mit der Teilnahme an der Mentoring-Linie ment_Master wird der Prozess begleitet und unterstützt, sich mit den Promotionsgedanken auseinanderzusetzen, eine bewusste Entscheidung zu treffen oder sich erfolgreich auf den Einstieg in die neue Qualifizierungsphase Promotion vorzubereiten.
Neben dem One-to-one-Mentoring besteht das Programm aus verschiedenen Elementen. Als ein Förderinstrument der Gleichstellung richtet sich ment_Master an:
Masterstudentinnen der Universität Koblenz
Frauen mit abgeschlossenem Hochschulstudium (Master o. vergleichbar), die sich für eine Promotion an der Universität Koblenz interessieren
Programmelemente
Das Programm umfasst einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten. Es sind folgende verbindliche Programmelemente vorgesehen, die eine Bedingung für die erfolgreiche Teilnahme und den Erwerb des Mentoring-Zertifikats darstellen. Bei der weiteren Ausgestaltung dieser Elemente besteht jedoch Flexibilität:
Mindestens drei One-to-one-Treffen
Wesentlicher Bestandteil sind die Treffen mit einer Mentorin* einem Mentor. Die Mentees vereinbaren proaktiv ihre Treffen im Tandem.
Mindestens drei Veranstaltungsbesuche
Zwei Workshops werden exklusiv für die teilnehmenden Mentees von ment_Master organisiert, eine dritte Veranstaltung ist aus dem IFGPZ-Veranstaltungsangebot für Promotionsinteressierte auszuwählen. Es besteht die Möglichkeit, diese und bei Interesse auch weitere Veranstaltungen des IFGPZ in verschiedenen Semestern zu besuchen.
Teilnahme an der Prozessbegleitung
Zu Beginn findet eine Einführung ins Mentoring statt, gefolgt von einer gemeinsamen feierlichen Auftakt- und Abschlussveranstaltung für alle Mentoring-Linien des IFGPZ-Mentorings. Ein Bilanztreffen gehört zur Prozessbegleitung von ment_Master. Ergänzende Bilanztreffen können zusätzlich als Einzel- oder Peeraustausch verabredet werden.
Matching des Tandems aus Mentee und Mentor*in
Ein Tandem besteht aus einer Mentee und einer Mentorin* einem Mentor. Für das Matching wird eine Person aus der nächsthöheren Qualifizierungsstufe ausgewählt. Außerdem werden die individuellen Zielsetzungen der Mentees berücksichtigt, um ein Tandem zusammenzubringen. Für den gemeinsamen Austausch im One-to-one-Mentoring werden die Fragestellungen der Mentee mit den Erfahrungen und/oder dem überfachlichen Hintergrund der Mentorin* des Mentors abgestimmt.
Bei Interesse an einer Mentor*innentätigkeit können sich Promovierte jederzeit bei der Koordination melden. Mentor*innen haben die Gelegenheit, im One-to-one-Mentoring den Umgang mit einer Rollenvielfalt zu erleben. Mit der Mentee reflektieren sie gemeinsam ihre jeweilige Berufsbiografie sowie Arbeitsweise und tauschen Erfahrungswissen aus. Dies eröffnet die Chance, Fähigkeiten in der Begleitung und Förderung angehender Wissenschaftler*innen auszubauen und vom Austausch zu profitieren.
Ein Termin zur Einführung ins Mentoring für Mentor*innen wird voraussichtlich im Frühjahr 2026als digitale Veranstaltung angeboten.
Exklusive Workshops und Bilanztreffen 2025/26
Programm im Durchgang 2025/26
04.Dezember 2025, 14:00-16:00 Uhr, digital
Einführung ins Mentoring
In der Einführungsveranstaltung erhalten die Mentees bei ment_Master einen umfassenden Überblick über die Mentoring-Linie, den Ablauf und die angebotenen Veranstaltungen. Zusätzlich dient die Veranstaltung als Gelegenheit für das erste Kennenlernen in der Peergruppe. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf dem Matching und dem Konzept des One-to-one-Mentorings.
mit der Koordinatorin von ment_Master: Xenia Stein
Referentin: Dr. Simone Freitag
24. Februar 2026, 16:00-18:00 Uhr, Universitätsstr. 1, D 238
Feierliche Auftakt- und Abschlussveranstaltung
Die linienübergreifende Auftaktveranstaltung markiert den feierlichen Beginn des diesjährigen Mentorings. Im Rahmen der Veranstaltung wird Frau Prof. em. Dr. Anne Schlüter in einem Vortrag zentrale Faktoren beleuchten, die über das Gelingen oder Scheitern von Mentoring-Prozessen entscheiden. Besonderes Augenmerk legt sie dabei auf die Bedeutung von Gender- und Diversity-Aspekten sowie deren Einfluss auf die organisationale Sozialisation im Wissenschaftsbetrieb.
Kompetenzen für die Promotion erkennen und (weiter-)entwickeln
Im Workshop beschäftigen sich die Mentees mit ihren individuellen Kompetenzen, um ihr eigenes Profil als angehende Doktorandinnen aufzustellen. Zum einen erfahren sie, welche Kompetenzen für eine angestrebte Promotion relevant sind, zum anderen wird entworfen, wie sie den Erwerb und Ausbau dieser Kompetenzen konkret angehen können. Sie werden durch begleitete Selbstreflexion und praktische Übungen dazu befähigt, ihre eigenen Kompetenzen zu entdecken, überzeugend zu belegen und gezielt weiterzuentwickeln, um mit einem gestärkten Kompetenzbewusstsein in die Promotionsphase überzugehen.
Referentin: Dr. Annika Bartsch
Dr. Annika Bartsch ist Trainerin und Karriereberaterin für Akademiker*innen. Als promovierte Literaturwissenschaftlerin verfügt sie über mehrjährige Erfahrung in Forschung, Lehre und Wissenschaftsmanagement. Schwerpunkt ihrer Tätigkeit sind Angebote für junge Wissenschaftler*innen in Übergangsphasen (Studium > Promotion > Postdoc). Dabei stehen die Themen Kompetenzanalyse, Karriereentwicklung sowie Zeit- und Selbstmanagement im Zentrum ihrer Workshops und Coachings.
17. April 2026, 13:00-16:00 Uhr, digital
Workshop II
Kommunikationstechniken in Netzwerksituationen für die Promotion – ein Training für Mentees
Im Übergang zur Promotion stehen angehenden Doktorandinnen unterschiedliche Gesprächssituationen bevor: Dazu gehören die Ansprache einer passenden Betreuungsperson, die überzeugende Präsentation des Promotionsprojektes, Vorstellungsgespräche und das Knüpfen neuer Kontakte in der Scientific Community. Dafür sind Netzwerk-, Smalltalk- und Pitch-Kompetenzen von Bedeutung. In diesem dreistündigen Online-Workshop geht es darum, alles über eine gelungene Kontaktherstellung zu erfahren und das eigene Forschungsthema sowie sich selbst adressatengerecht zu präsentieren. In interaktiven Übungen werden Kommunikationstechniken trainiert – beruhend auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen und in einer angenehmen Atmosphäre. Darüber hinaus werden Grundlagen zum guten ersten Eindruck (Körpersprache, Haltung, Stimme) und zur Selbstsicherheit in der Kommunikation vermittelt. Jede Mentee erhält individuelles Feedback sowie Tipps & Tricks. Die Profilbildung als angehende Doktorandin und das Verständnis für das eigene kommunikative Selbstmarketing sind dabei Aspekte, die berücksichtigt werden.
Referentin: Dr. Elisa Franz
Als promovierte Germanistin sowie Sprechwissenschaftlerin (DGSS e.V.) ist sie seit 2007 freiberufliche Kommunikationstrainerin für Bildungsinstitute und Wirtschaftsunternehmen. Regelmäßig bietet sie Seminare mit wissenschaftlicher Fundierung rund um die Themen Präsentation, Argumentation, Gesprächsführung sowie Disputationstrainings an.
10. Juni 2026, 14:00-16:00 Uhr, digital
Zwischenbilanz
In der Zwischenbilanz erhalten die Mentees die Gelegenheit, ihren bisherigen Weg im Mentoring-Programm strukturiert zu reflektieren. Im Fokus stehen dabei bereits realisierte Entwicklungsschritte, bestehende Herausforderungen sowie die Weiterentwicklung individueller Ziele und Strategien. Die Veranstaltung bietet Raum für den kollegialen Austausch, zur Klärung aktueller Bedarfe und zur gezielten Vorbereitung der nächsten Schritte. Zudem erhalten die Mentees einen Ausblick auf die weiteren Programmpunkte im Verlauf von ment_Master.
mit der Koordinatorin von ment_Master: Xenia Stein
Referentin: Dr. Simone Freitag
04. November 2026, 14:00-16:00 Uhr, digital
Abschlussbilanz
In der Abschlussbilanz blicken die Mentees gemeinsam auf den Verlauf des Mentoring-Programms zurück und reflektieren zentrale Erfahrungen, individuelle Entwicklungsschritte sowie persönliche Lernprozesse. Die Veranstaltung schafft Raum für den kollegialen Austausch, das Sichtbarmachen von Fortschritten und das bewusste Abschließen des Mentoring-Prozesses. Neben einem organisatorischen Rückblick werden auch Impulse für die weitere Karriereplanung gesetzt und individuelle Perspektiven nach Ende des Programms in den Blick genommen. Darüber hinaus bietet die Abschlussbilanz die Möglichkeit, Rückmeldungen zu geben, Anregungen zu formulieren und somit zur kontinuierlichen Qualitätssicherung und Weiterentwicklung von ment_Master beizutragen.
mit der Koordinatorin von ment_Master: Xenia Stein
Referentin: Dr. Simone Freitag
vrsl. Februar 2027
feierliche Abschlussveranstaltung
nach Vereinbarung
weitere Bilanztreffen
Zertifikatserwerb und Portfolio
Nach einem erfolgreichen Abschluss erhalten die Mentees ein Zertifikat des Mentoring-Programms, das beispielsweise bei Bewerbungen (z.B. für eine Promotionsstelle oder für Stipendien) beigelegt werden kann. In einem eigenen Portfolio dokumentieren die Mentees zusätzlich die Teilnahme und damit den Auseinandersetzungs- und Entwicklungsprozess zur Promotion.
Mentor*innen erhalten für ihre Tätigkeit ebenfalls ein Zertifikat als Bestätigung ihres Engagements.
Qualitätsstandards von ment_Master
Die Mentoring-Linie ment_Master gründet auf den Qualitätsstandards des Bundesverbands Forum Mentoring e.V. sowie der Förderung von Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen (u.a. formuliert durch UniWinD). Das IFGPZ-Mentoring arbeitet zudem durch eine enge Prozessbegleitung und Evaluation der Programmteilnahmen stetig an der Qualität des Angebots.
Bewerbungsfrist für den Durchgang 2026/27 ist der 17. November 2026.
Anmeldung für den Durchgang 2026/27
Sie wollen sich verbindlich als Teilnehmerin am etwa einjährigen Mentoring-Programm ment_Doc bewerben?
Bitte senden Sie einen Lebenslauf sowie ein Motivationsschreiben in deutscher Sprache an mentoring.orga.ifgpz@uni-koblenz.de
Es ist uns besonders wichtig, zu erfahren, was Sie sich vom Programm erhoffen, welche Ziele Sie mit Ihrer Teilnahme an ment_Doc erreichen möchten und was Sie motiviert, daran teilzunehmen.