Alumni-Newsletter, Ausgabe 4/2025

Liebe Ehemalige,

heute präsentieren wir Ihnen die letzte Newsletter-Ausgabe im Jahr 2025 mit folgenden Beiträgen:

Der erste Beitrag des Newsletters richtet sich an Studentinnen, Absolventinnen, Wissenschaftlerinnen oder Frauen* mit abgeschlossener Berufsausbildung. Sie können sich ab Dezember für die Exist-Women-Förderung für Gründerinnen bewerben, um ein Stipendium für ihren Weg in die Selbstständigkeit zu erhalten.

Internationale Alumni können am FIT4SukCESS Alumni Talk teilnehmen und so in Kontakt mit internationalen Studierenden kommen, um ihnen von ihrer individuellen Karriere berichten. Internationale Studierende erhalten außerdem die Gelegenheit, persönliche Fragen zu stellen und sich auszutauschen.

Mit dem Projekt zur Unfallrekonstruktion mittels KI berichten wir in dieser Newsletter-Ausgabe außerdem von einem spannenden Forschungsprojekt, bei dem 3D-Rekonstruktionen von Unfallorten durch Zuhilfenahme von Bodycam-Aufnahmen erstellt werden sollen.

In diesem Monat fand das jährliche Treffen der Fachschaftsvertretung der BioGeoWissenschaften statt, bei dem Alumni, Studierende und Dozierende der BioGeoWissenschaften Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit Blick auf Berufseinstieg und Karrierewege zu geben.

Wer nach dem Lesen dieses Newsletters noch nicht genug Neuigkeiten erhalten hat, kann durch den Podcast der Universität Koblenz noch weitere spannende Einblicke in Forschung und Lehre erhalten. Hier wird Forschung verständlich vermittelt und Forschende erzählen außerdem auch immer wieder persönlichen Anekdoten der Forschenden, die den Alltag und die Leidenschaft hinter der Wissenschaft lebendig machen. Im Dezember erscheint der Podcast sogar wöchentlich!

Übrigens: Die Universität Koblenz hat sich in diesem Jahr wieder an den Koblenzer Wochen der Demokratie beteiligt!

Wir  wünschen Ihnen eine entspannte Zeit!

Ihr Team der Zentralen Alumni-Stelle


EXIST-Women 2026 – Unterstützung für Gründerinnen an der Universität Koblenz

Du hast eine Idee, die du schon lange umsetzen möchtest - oder träumst davon, dein eigenes Projekt zu starten, weist aber nicht genau, wo du anfangen sollst? Dann ist EXIST-Women genau das Richtige für dich!

Das Gründungsbüro der Universität Koblenz begleitet Frauen auf ihrem Weg in die berufliche Selbstständigkeit mit Engagement, Wissen und einem starken Netzwerk. Ab Dezember 2025 können sich Studentinnen, Absolventinnen, Wissenschaftlerinnen und Frauen mit abgeschlossener Berufsausbildung für die nächste Förderrunde des Jahres 2026 bewerben.
Im Rahmen von EXIST-Women werden die Teilnehmerinnen ein Jahr lang dabei unterstützt, ihre Gründungsidee zu entwickeln, zu konkretisieren und in ein tragfähiges Geschäftsmodell zu verwandeln. Ob bereits ein klares Ziel besteht oder zunächst das eigene unternehmerische Potenzial entdeckt werden soll - das Programm bietet individuelle Beratung, praxisorientierte Workshops und Zugang zu inspirierenden Mentorinnen.

Besonders wertvoll ist der Austausch mit anderen Gründerinnen, die denselben Weg gehen.

Die Teilnehmerinnen werden Teil einer engagierten Community, die sich gegenseitig unterstützt, inspiriert und dazu ermutigt, eigene Ideen mutig weiterzuentwickeln.

Zusätzlich erhalten sie ein dreimonatiges Stipendium in Höhe von 1.000 bis 3.000 Euro pro Monat, abhängig vom individuellen Status. Damit wird Freiraum geschaffen, um sich ganz auf die eigene Idee und den nächsten Schritt in Richtung Selbstständigkeit zu konzentrieren.
Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ist EXIST-Women Teil der Initiative „EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft“ und verfolgt das Ziel, mehr Frauen in die Gründungsszene zu bringen und ihre Innovationskraft sichtbar zu machen.

Interessierte Frauen* können sich ab Dezember 2025 für das Programmjahr 2026 bewerben.

Von Vorteil ist es, vor der Bewerbung Kontakt mit Frau Dr. van der Beek vom Gründungsbüro der Universität Koblenz (vanderbeek[at]uni-koblenz.de) aufzunehmen.


FIT4SukCESS Alumni Talk – Netzwerken mit internationalen Alumni

Was kommt nach dem Studium? Welche Wege stehen internationalen Absolvent*innen der Universität Koblenz in Deutschland offen und welche Herausforderungen bringen sie mit sich? Beim FIT4SukCESS Alumni Talk treffen internationale Studierende der Universität Koblenz auf internationale Alumni, die von ihren persönlichen Erfahrungen beim Start ins Berufsleben berichten.

Drei Alumni, die ihren Master in Mathematical Modeling, Simulation and Optimization sowie in Web and Data Science an der Universität Koblenz absolviert haben, erzählen in kurzen Impulsen von ihren individuellen Karrierewegen, teilen persönliche Tipps für den Berufseinstieg und berichten, welche Erfahrungen und Strategien bereits während des Studiums besonders hilfreich waren. Im Anschluss können die Studierenden in kleinen Gesprächsrunden gezielt Fragen stellen, sich austauschen und Kontakte knüpfen: Jede*r Alumnus bzw. Alumna nimmt an einem eigenen Thementisch Platz, an dem persönlicher Austausch im Mittelpunkt steht. Der Alumni Talk bietet eine offene und praxisnahe Gelegenheit, voneinander zu lernen, sich zu vernetzen und Perspektiven für die eigene Zukunft zu entwickeln.

Das FIT4SukCESS-Programm ist ein vom DAAD gefördertes Projekt, das internationale Studierende der Universität Koblenz entlang ihres gesamten Student Life Cycles – von der Studienorientierung über den Studienalltag bis hin zum erfolgreichen Übergang in den Beruf – unterstützt. Es bietet Sprachkurse, Workshops und Netzwerkveranstaltungen, die sprachliche, fachliche und interkulturelle Kompetenzen stärken und auf den Berufseinstieg in Deutschland vorbereiten.

Interessierte Studierende und Alumni sind herzlich eingeladen!

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung über OLAT ist gewünscht.
Wann: 16. Dezember 2025, 18:00 - 20:00 Uhr
Wo: Campus Uni Koblenz, Raum E 413


Unfallrekonstruktion mittels KI– Uni Koblenz entwickelt innovatives Verfahren mit Polizeiunterstützung

In der Realität trifft die Polizei oft erst am Unfallort ein, wenn Feuerwehr und Rettungskräfte bereits erste Maßnahmen ergriffen haben. Zu diesem Zeitpunkt wurden Unfallspuren möglicherweise bereits verändert oder sind nicht mehr vollständig nachvollziehbar. Um dennoch eine verlässliche Beweissicherung zu gewährleisten, wird der Unfallort nachträglich vermessen und mithilfe von Drohnenaufnahmen sowie Bodenmarkierungen dreidimensional rekonstruiert. Die zentrale Frage lautet dabei: Lässt sich auch eine realitätsgetreue 3D-Rekonstruktion des ursprünglichen Unfallgeschehens erstellen?

Mit dieser Frage beschäftigt sich das Institut für Computervisualistik der Universität Koblenz. Im Rahmen des Forschungskollegs AI-DPA wird in Kooperation mit dem Polizeipräsidium Koblenz die Möglichkeit untersucht, mithilfe von Bodycam-Aufnahmen der Ersthelfer (z. B. Feuerwehrkräfte oder Sanitäter:innen) eine präzise 3D-Rekonstruktion des Unfallorts zu erstellen. Ziel ist es, den Zustand des Tatorts möglichst originalgetreu in dem Moment zu erfassen, in dem die ersten Einsatzkräfte eintreffen.

Aus Videoaufnahmen wird eine räumliche Karte

Zum Einsatz kommen sogenannte Multi-Mono-SLAM-Verfahren. Dabei handelt es sich um eine Kombination des Verfahrens „Simultaneous Localization and Mapping“ (SLAM) mit mehreren monokularen Kameras. Diese Technologie ermöglicht es, aus gewöhnlichen Videoaufnahmen eine räumliche Karte zu erstellen und die Kamerabewegung gleichzeitig zu berechnen. Unterschiedliche Lichtverhältnisse (Tag/Nacht), schlechtes Wetter, viele bewegte Objekte – etwa Passanten oder Sanitäter – und sich dynamisch verändernde Szenen stellen das Verfahren jedoch vor große Herausforderungen.

Gesammelte Daten werden in Forschung und Lehre ausgewertet

Auf dem Universitätsgelände wurde in Kooperation mit der Polizei ein Fahrradunfall inszeniert, um diese Herausforderungen unter kontrollierten Bedingungen zu testen. Dabei kamen verschiedene Sensoren zum Einsatz, darunter Bodycams, getragen von den Polizisten, die wie im Ernstfall den Unfallort inspizierten, Drohnenaufnahmen, wie sie von der Polizei zur späteren Rekonstruktion verwendet werden, sowie RGBD- und LiDAR-Daten als Ground Truth (Referenzdaten). In mehreren Durchläufen wurden die Bedingungen schrittweise erschwert.

Die gesammelten Daten werden nun ausgewertet und in Forschung und Lehre genutzt. Im Mittelpunkt steht, wie zuverlässig die Rekonstruktion unter verschiedenen Bedingungen funktioniert und welche Kombination aus Sensorik, Algorithmen und Aufnahmepositionen sich am besten eignet. Damit geht das Institut für Computervisualistik einen wichtigen Schritt hin zu einer praxistauglichen, digital gestützten Unfallanalyse. Gelingt die Weiterentwicklung, könnten künftig bereits Bodycam-Aufnahmen der Ersthelfer als Grundlage für gerichtsverwertbare Rekonstruktionen dienen und so Zeit sparen sowie Unfallhergänge präziser aufklären.


„weiter:denken“ – der Podcast der Universität Koblenz

Wie entsteht Wissen, das die Gesellschaft bewegt? Wie lässt sich Forschung verständlich vermitteln – und welche Menschen stehen hinter den Projekten, die an der Universität Koblenz durchgeführt werden? Der Podcast „weiter:denken“ liefert darauf Antworten – fundiert, anschaulich und direkt aus der Forschung heraus.

Seit dem Semesterstart im April 2025 lädt die Universität Koblenz regelmäßig dazu ein, Wissenschaft hörbar zu erleben. In der Auftaktfolge sprach Unipräsident Prof. Dr. Stefan Wehner über aktuelle Entwicklungen, Zukunftsfragen und Visionen der Universität Koblenz. Zugleich gewährte er kleine, persönliche Einblicke – etwa in seine Begeisterung für die Nordsee – und machte damit deutlich, dass der Podcast nicht nur wissenschaftliche Inhalte, sondern auch die Menschen dahinter hörbar macht: Wissenschaft bleibt fundiert und lebendig.

Eingeladen von Christoph Asche und Dr. Inka Engel steht „weiter:denken“ für einen offenen, neugierigen Umgang mit Wissen, den Mut, Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, und die Fähigkeit, Disziplinen zu verknüpfen. Ob Künstliche Intelligenz, Technikbildung oder gesellschaftlicher Zusammenhalt – der Podcast widmet sich Fragen, die über den Campus hinaus relevant sind.

Normalerweise erscheint „weiter:denken“ einmal im Monat. In diesem Jahr gibt es jedoch eine Sonder-Adventsreihe. Ab dem letzten Sonntag im November, pünktlich zum ersten Advent, erscheint jeden Sonntag im Dezember eine neue Folge. Die Hörer:innen dürfen sich auf spannende Einblicke in Forschung und Lehre freuen: vom uralten Boot aus Mesopotamien über Technikbildung von Robotik bis Makerspaces, von Hochleistungskeramiken für Industrie und Medizin bis hin zu nachhaltigen Projekten auf dem Campus. Darüber hinaus werfen wir im Dezember einen genauen Blick auf digitale Kommunikation: Wie verändern Emojis und Chats unsere Ausdrucksweise? Wie entsteht Sprache im Netz, die von rechtspopulistischen oder extremistischen Gruppen genutzt wird, und welche Mechanismen tragen zur Radikalisierung bei? Diese Themen werden leicht verständlich erklärt – immer kombiniert mit persönlichen Anekdoten der Forschenden, die den Alltag und die Leidenschaft hinter der Wissenschaft lebendig machen.

Ob beim Spaziergang, auf dem Sofa oder im Auto, der Podcast der Universität bietet inspirierende Einblicke in Projekte, die zeigen, wie vielseitig, kreativ und nahbar Forschung, Wissenschaft und Transfer an der Universität Koblenz gedacht wird.

„weiter:denken“ ist auf allen gängigen Plattformen und direkt auf der Website der Universität Koblenz verfügbar: http://www.uni-ko.de/wisskomm So öffnet sich der Podcast nicht nur Studierenden und Forschenden, sondern gezielt auch einer breiten Öffentlichkeit – im Sinne des universitären Wissenstransfers.

„weiter:denken“ zeigt, dass Wissenschaft vom Dialog lebt. Sie ist keine Einbahnstraße, sondern ein gemeinsamer Prozess des Fragens, Verstehens und Weitergebens. Der Podcast lädt dazu ein, diesen Prozess mitzuerleben – mit Neugier, Offenheit, Freude am Denken und immer wieder kleinen persönlichen Einblicken in die Menschen, die Forschung lebendig machen.

Ab Ende November heißt es wieder: Sonntag ist Podcast-Tag. Einschalten, zuhören, weiterdenken – überall, wo es Podcasts gibt.

Hören Sie hier einen Auszug aus der aktuellen Podcast-Folge:

Die ganze Folge finden Sie hier.


Rückblick BioGeo-Alumniabend 2025

Am Freitag, den 14. November 2025, fand der fünfte BioGeo-Alumniabend statt.

Die jährlich von der FSV BioGeoWissenschaften und einigen Alumnis organisierte Veranstaltung verzeichnete in diesem Jahr eine Teilnehmerzahl von rund 40 Personen. Eingeladen waren BioGeo-Studierende, Absolvent:innen sowie Dozierende des Fachbereichs. Der Abend dient als zentrale Möglichkeit zum Aufbau beruflicher Kontakte und zur Vernetzung zwischen Studierenden und im Berufsleben stehenden Alumnis. Das primäre Ziel ist es, den Studierenden eine konkrete Vorstellung der vielfältigen Karrierewege zu vermitteln, die Absolvent:innen der BioGeoWissenschaften einschlagen können.

Nach einem Meet and Greet präsentierten neun Absolvent:innen ihre beruflichen Werdegänge in einer Reihe von Vorträgen. Die Präsentationen waren in die Themenbereiche „Behörde“, „Wissenschaft“, „Planungsbüro“ und „Sonstiges“ gegliedert. Anschließend wurden die zwei sogenannten „Breakoutsessions“ für einen persönlichen Erfahrungsaustausch genutzt, bei dem individuelle Fragen geklärt und wichtige Ratschläge für den Berufseinstieg eingeholt werden konnten. Die Veranstaltung klang im Anschluss in entspannter Atmosphäre in der Stadt aus.