Selbstverständnis
Kunstlehrer*innen
• verstehen ihre Aufgaben vor dem Hintergrund europäischer Kultur- und Geistesgeschichte im Hinblick auf gesellschaftliche Entwicklungen und auf der Basis der demokratischen und diskriminierungsfreien Gesellschaft auch vor dem Hintergrund des Eurozentrismus,
• begreifen von Menschen geschaffene Umwelten und Gegenstände als gestaltet und als gestaltbar,
• haben eine künstlerische Haltung entwickelt, die gekennzeichnet ist durch die Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit ästhetischen Phänomenen und durch den Willen zur gestalterischen Kreativität,
• stellen die schöpferische Produktion ins Zentrum, um diese im Unterrichtsprozess anzuregen; verfügen über künstlerische Fähigkeiten, das notwendige fachliche Wissen und kunstpädagogisches Selbstverständnis,
• sind Persönlichkeiten, die durch eigenständige künstlerisch-praktische Erfahrungen und künstlerisches Engagement ausgewiesen sind; sie reflektieren und relativieren die eigene künstlerische Position und das eigene gestalterische Vermögen auf der Basis von kunsthistorischen und kunsttheoretischen Kenntnissen und der Kenntnis der jeweils aktuellen Kunstwelt,
• sehen neben der künstlerischen Praxis die theoretische Auseinandersetzung mit ästhetischen Phänomenen aus Gegenwart und Vergangenheit als wichtigen Bestandteil ihrer Bildung,
• erkennen Bildende Kunst als wesentliches Element und als Spiegel von Kultur und Geistesgeschichte;
• verschränken nach Möglichkeit ästhetische Praxis und Theorie,
• wissen um die Bedeutung ästhetischer Bildung, sowie ästhetischen Handelns für individuelle Entwicklungsprozesse insbesondere im Kindes- und Jugendalter,
• sind im Unterrichtsgeschehen kreativ und entwickeln spezifische didaktisch-methodische Konzepte; dazu kennen sie sowohl die schulische Wirklichkeit und die dortigen Bedingungsfaktoren für Kunstunterricht als auch außerschulische Bezugs- und Arbeitsfelder; sie sind offen für inter- und transdisziplinäre Inhalte und Prozesse,
• haben das Ziel besondere Begabungen zu fördern und Nachteile auszugleichen.




