Der Blick vom Spielfeldrand - Kolumnen

Unser Spielfeldrand - eine launige Idee

Aus einigen launigen Emails unter den Projektmitarbeitenden, die in ihrem Alltag Assoziationen mit der Thematik Spiele(n) und/oder SpieGelBild hatten, ist die Idee entstanden, auf der Verbundwebsite eine Kolumne anzulegen, die mit solchen Ideen und Assoziationen in Form von kurzen Texten zu bespielen (!) wäre. Ausgangspunkt war die Berichterstattung über den Anruf des amerikanischen beim FiFa-Präsidenten. Dieser hatte zum Ziel, die mit der Erteilung der Spielsperre verbundene Rote Karte an einen Top-Stürmer des US-Teams ‚überprüfen‘ zu lassen.

Eine solche Kolumne muss nicht fachbegrifflich mit ‚Kolumne‘ überschrieben werden, sondern kann auch unter einem Titel erscheinen, der ein bisschen humorig nahelegt, dass es sich um eine Kolumne handelt. Wir entschieden uns dafür, sie mit „Der Blick über den Spielfeldrand“ zu überschreiben und damit die Assoziation zur Redewendung über den „Blick über den Tellerrand“ zu wecken. Ein Blick über den Tellerrand steht für Beobachtungen oder Einsichten, die zwar thematisch irgendwie von Bedeutung für ein bestimmtes Thema oder Gebiet sein mögen, dem ‚operativen‘ Geschäft aber nicht leicht zugeordnet werden können. Er ist zudem ein Aufschauen von der eigenen strengen (wissenschaftlichen) Befassung und dokumentiert – im besten Sinn des ‚geweiteten Blicks‘ – ein Interesse dafür, das im eigenen Teilprojekt erforschte Klein-Klein mitsamt seinen umfassenden Vorarbeiten auch in ein größeres, gesellschaftliches Panorama einzustellen. Die Inspiration hierzu mag allen möglichen Stellen alltäglicher Befassungen entspringen und dabei helfen, die lebensweltliche Einbettung des Forschungsverbundvorhabens SpieGelBild sowohl für den inneren Kreis als auch für Netzflaneure, die sich auf die Webseiten des Verbundes verirrt haben, zu illustrieren.

Dabei entsteht nicht nur ex temporale eine mit fortlaufendem Aktualitätsbezug verbundene Sammlung kleiner Texte (Miniaturen), sondern auch eine vielleicht inspirierende Selbstverortung der beteiligten Autorinnen und Autoren. Eine solche mag nicht zuletzt zur (Er-)Klärung oder Explizierung der eigenen Überlegungen gegenüber nicht unmittelbar involvierten Dritten beitragen, sondern auch der Dokumentation des eigenen Denkens, der Selbsterkundung und Selbstvergewisserung zuträglich sein.