
Qualifikationsarbeiten
Anmerkung: Abschlussarbeiten in der FG BAS sind in der Regel KEINE reinen Literaturarbeiten sondern umfassen das Entwickeln von kleinen Prototypen oder die Erhebung und Auswertung von Daten. Im Folgenden finden Sie eine Liste von vorgeschlagenen Themen. Es ist auch möglich, eigene Themenvorschläge einzugeben. Voraussetzung für die Betreuung ist der vorangegangene Besuch der entsprechenden Vorlesung im Themengebiet. Zusätzlich empfehlen wir eine Klausurnote von gut oder besser.
Bewerbung um ein Thema
Bitte gehen Sie bei einer Bewerbung für die Betreuung einer Abschlussarbeit wie folgt vor:
Wenden Sie sich per E-Mail an den jeweiligen Betreuer, der für Ihr Thema verantwortlich ist.
Begründen Sie kurz Ihre Motivation für das anvisierte Thema.
Schicken Sie im Anhang Ihrer E-Mail einen Auszug Ihrer bisherigen Studienleistungen, damit wir sehen, welche Fächer Sie erfolgreich absolviert haben.
Geben Sie den Zeitpunkt an, zu dem Sie die Abschlussarbeit schreiben möchten (von/bis)
Die detaillierte Aufgabenstellung erläutern wir Ihnen anschließend gerne in einem persönlichen Gespräch.
Achtung: Bedingung für die Betreuung ist die Annahme eines von Ihnen verfassten Research Proposals. Die notwendige Hilfestellung dazu erhalten Sie von Ihrem gewählten Betreuer.
Vorgaben für Abschlussarbeiten
Auf einer separaten Webseite haben wir die Vorgaben für die Erstellung von Abschlussarbeiten in der FG BAS zusammengestellt.
Infotermine
In folgenden Themenbereichen werden zur Zeit Abschlussarbeiten angeboten:
Computer Supported Cooperative Work (CSCW) / Enterprise Collaboration Systems (ECS) / kollaborative Technologien
(Bachelor oder Master): Digitale Souveränität für Enterprise Collaboration Plattformen am Beispiel von openDesk
Im Rahmen dieser Abschlussarbeit soll die Open Source Software openDesk (https://www.opendesk.eu/de) installiert, getestet und hinsichtlich ihrer Eignung für den Einsatz in unternehmensweiten Kollaborationsplattformen untersucht werden. Der Fokus liegt auf dem Konzept der digitalen Souveränität, insbesondere auf der Frage, inwieweit die einzelnen funktionalen Module von openDesk unabhängig von den dahinterstehenden Entwicklern bzw. Anbietern betrieben und weiterentwickelt werden können.
Ziele der Arbeit:
- Installation und Konfiguration von openDesk in einer Testumgebung
- Analyse der funktionalen Module (z.B. Office-Funktionalität, Chat, Videokonferenz)
- Bewertung der Unabhängigkeit von proprietären Strukturen und externen Dienstleistern
- Konzeption eines souveränen Betriebsmodells
- Ableitung von Handlungsempfehlungen für den souveränen Einsatz in Unternehmen
Voraussetzungen:
- Interesse an Open Source Software und digitalen Infrastrukturen
- Grundkenntnisse in IT-Systemen und Software-Architekturen
- Selbstständige und strukturierte Arbeitsweise
Was wir bieten:
- Betreuung durch erfahrene wissenschaftliche Mitarbeitenden mit Expertise in kollaborativen Technologien
- Zugang zu relevanten Ressourcen und Testumgebungen
- Möglichkeit zur Mitgestaltung eines aktuellen Forschungsthemas mit Unternehmensrelevanz
Ansprechpartner/-in:
(Bachelor oder Master) Auswahl von Kollaborationssoftware: Eine Replikationsstudie
Zum heutigen Zeitpunkt gibt es keine integrierte Standardsoftware, die den kompletten Bereich der ad hoc orientierten kollaborativen Arbeit im Unternehmen digital unterstützt. IT-Verantwortliche sind daher gezwungen, ein Portfolio an verschiedenen Softwareprodukten für die Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen [1]. Die Kriterien, nach denen die Mitarbeitenden die Auswahl bestimmter Softwareprodukte zur Erledigung ihrer Aufgaben vornehmen und sich damit ihr eigenes „Portfolio“ an Tools zusammenstellen, ist ein interessantes Forschungsthema. Watson-Manheim und Bélanger [2] nennen dies „media repertoire“.
Ziel der Arbeit: Das Ziel dieser Qualifikationsarbeit ist es, eine (Replikations-)studie [3] nach dem Vorbild von Manheim und Bélanger durchzuführen. Für die Datenerhebung im Unternehmen kann der Kandidat/die Kandidatin zwei Unternehmen selbst vorschlagen oder die FG BAS kann bei der Suche nach den zu untersuchenden Unternehmen behilflich sein. Die Arbeit umfasst folgende Schritte:
- Entwicklung des Erhebungsinstruments: Benötigt wird ein Interviewleitfaden und/oder ein Fragebogen für die Datenerhebung.
- Datenauswertung: Die gesammelten Daten müssen geeignet ausgewertet werden (z.B. durch Coding)
- Beschreibung der Ergebnisse: Die Ergebnisse müssen in geeigneter Form dokumentiert werden.
Voraussetzungen:
- Grundkenntnisse in CSCW (mindestens erfolgreicher Abschluss der CSCW-Vorlesung)
- Grundkenntnisse in empirischer Sozialforschung
Themenbereich:
- CSCW
- Enterprise Collaboration Systems
- Replikationsstudie
Was wir bieten:
- Betreuung durch erfahrene wissenschaftliche Mitarbeitenden mit Expertise in kollaborativen Technologien
- Zugang zu relevanten Ressourcen und Testumgebungen
- Möglichkeit zur Mitgestaltung eines aktuellen Forschungsthemas mit Unternehmensrelevanz
Relevante Einstiegsliteratur:
[1] Schubert, P., & Williams, S. P. (2022). Enterprise Collaboration Platform Configurations: an Empirical Study. European Conference on Computer-Supported Cooperative Work, 1–17.
[2] Watson-Manheim, M. B., & Bélanger, F. (2007). Communication Media Repertoires: Dealing with the Multiplicity of Media Choices. MIS Quarterly, 31(2), 267–293.
[3] Dennis, A., and Valacich, J. 2014. “A Replication Manifesto,” AIS Transactions on Replication Research (1:August 2014), pp. 1–4.
Ansprechpartner/-in:
BAS/Business Software/ERP-Systeme
(Bachelor oder Master): Entwicklung und Implementierung eines Enterprise Data Explorers
Die Enterprise Data Explorer (EDE)-Pipeline ist eine Weiterentwicklung des SoNBO-Konzeptes. In der EDE-Pipeline werden Daten aus verschiedenen betrieblichen Anwendungssystemen ausgelesen, harmonisiert und in einen Wissensgraph überführt. Dieser Wissensgraph kann dann von den Endanwendern (= den Mitarbeitern eines Unternehmens) über eine Webanwendung durchsucht werden, indem man von Knoten zu Knoten navigiert. Außerdem stehen den Anwendern soziale Features (Liken, Kommentieren, Folgen etc.), bekannt aus Kollaborationssystemen, zur Verfügung, um den Wissensgraph mit zusätzlichen Informationen anzureichern. Als Grundlage bzw. Schablone für die Generierung des Wissensgraphs aus den Datenquellen dient eine Ontologie.
Konkret besteht die EDE-Applikation aus den folgenden Komponenten (siehe Abbildung):
- Der Adapter Manager und die Adapter laden die Daten aus den verschiedenen Quellsystemen (via API oder direktem Datenbankzugriff) und überführen diese in eine einheitliche Datenstruktur.
- Der Visualiser ermöglicht die Erstellung und Modifikation der Ontologie.
- Im Materialiser wird der Wissensgraph generiert, indem die Quelldaten aus den verschiedenen Systemen auf Basis der in der Ontologie definierten Regeln miteinander verbunden werden.
- Der Explorer stellt das Frontend zur Verfügung, das die Navigation durch den Wissensgraph erlaubt.

Ziel dieser Abschlussarbeit ist es, einen EDE Explorer zu entwickeln und zu implementieren. Es soll eine moderne und intuitiv bedienbare Webseite entstehen, die dem Endanwender erlaubt, durch den Wissensgraph zu navigieren und diesen mittels Social Features anzureichern.
Folgende Publikationen geben eine Einführung in die Idee, die hinter der EDE-Pipeline steckt:
- Gewehr, B., Gebel-Sauer, B., & Schubert, P. (2017). Social Network of Business Objects (SoNBO): An Innovative Concept for Information Integration in Enterprise Systems. Procedia Computer Science, 121, 904–912. https://doi.org/10.1016/j.procs.2017.11.117
- Gebel-Sauer, B., & Schubert, P. (2019). ERP objects become “social”: A process model for the identification of social business objects for an enterprise knowledge graph. Pre-ICIS SIGDSA Symposium on Inspiring Mindset for Innovation with Business Analytics and Data Science, 1–12. https://aisel.aisnet.org/sigdsa2019/21/
- Meier, S., Gebel-Sauer, B., & Schubert, P. (2021). Knowledge Graph for the Visualisation of CRM Objects in a Social Network of Business Objects (SoNBO): Development of the SoNBO Visualiser. Procedia Computer Science, 181, 448–456. https://doi.org/10.1016/j.procs.2021.01.190
Ansprechpartner:
Business Intelligence
(Master): Replikationsstudien zu Collaboration Analytics unter Verwendung des MOBDA-Datastores
Hintergrund: Collaboration Analytics (CA) ist eine Forschungsdisziplin, die sich mit der Messung und Analyse der digitalen Zusammenarbeit in Unternehmen (Enterprise Collaboration) beschäftigt. MOBDA (Materialised Ontology-Based Data Access) ist dabei ein neuer Ansatz in diesem Bereich (CA), um Daten aus verschiedenen Enterprise Collaboration Systems (ECS) harmonisiert in einem Datastore zu konsolidieren [1]. Die zugrunde liegende Technologie ist hier Neo4j (eine führende Graphdatenbank), die in Verbindung mit der Collaborative Actions on Documents Ontology (ColActDOnt) verwendet wurde. Die ColActDOnt spezifiziert/modelliert dabei die Konzepte und Eigenschaften zu Aktivitäten in ECS [2]. Replikationsstudien sind essenziell für die Validierung und Verifizierung wissenschaftlicher Ergebnisse. Weitere Literaturquellen zu CA finden sie in [3].
Ziel der Arbeit: Das Ziel dieser Qualifikationsarbeit ist die Durchführung von zwei oder mehr Replikationsstudien im Rahmen von CA, bei welchen Daten aus dem MOBDA-Datastore genutzt werden, um Kollaborationsmetriken aus der Literatur nachzubilden. Diese Metriken bilden Kollaboration/Zusammenarbeit in Unternehmen ab, um diese messen und analysieren zu können. Die Arbeit umfasst folgende Schritte:
- Datenanalyse: Nutzung von Neo4j zur Analyse relevanter Daten aus dem MOBDA-Datastore.
- Replikationsstudien: Durchführung von Replikationsstudie (Auswahl und Wiederholung existierender Studien) basierend auf den vorhandenen Daten, um bestehende Forschungsergebnisse zu validieren.
- Evaluation und Dokumentation: Detaillierte Evaluation der Ergebnisse und Dokumentation der Methodik und Erkenntnisse.
Voraussetzungen:
- Grundkenntnisse in Datenbanken (vorzugsweise Neo4j)
- Verständnis von Ontologien und deren Anwendung
Themenbereich:
- Collaboration Analytics
- Datenbanktechnologien
- Ontologie-basierter Datenzugriff
Relevante Einstiegsliteratur:
[1] Schubert, P. (2024). Areas of Collaboration Analytics. International Conference on ENTERprise Information Systems (CENTERIS), 1–14.
Schlömer, L., Just, M., & Schubert, P. (2024). Using Materialised Ontology-Based Data Access (MOBDA) for the Harmonisation of Trace Data from Enterprise Collaboration Systems. Wirtschaftsinformatik 2024, 1–16.
[2] Just, M., & Schubert, P. (2023). Collaborative Actions on Documents Ontology (ColActDOnt). Procedia Computer Science, 219, 294–302. https://doi.org/10.1016/j.procs.2023.01.293
[3] Schubert, P. (2024). Areas of Collaboration Analytics. International Conference on ENTERprise Information Systems (CENTERIS), 1–14.
Ansprechpartner:
(Master): Entwicklung eines Log-Aggregators für ECS

Die Analyse von Event-Daten aus Enterprise Collaboration Systems (ECS) stellt eine große Herausforderung für die Forschung dar. Durch die Entwicklung der Collaborative Actions on Documents Ontology (ColActDOnt) und ihrer xesext-Spezifikation steht jedoch nun eine harmonisierte Struktur für Log-Einträge bereit. Ziel dieser Abschlussarbeit ist die Entwicklung einer Applikation, welche unter Zuhilfenahme der ColActDOnt Event-Daten aus einem ECS (beispielsweise: GitLab, MS Outlook, MS Skype, Confluence Atlassian, Confluence Jira, etc.) abruft und diese um zusätzliche Daten aus dem System anreichtert. Der so entstehende harmonisierte Event-Log soll persistent abgespeichert werden und mithilfe von MS PowerBI exemplarisch visualisiert werden. Als theoretische Grundlage werden im Vorfeld die Grundlagen der Datenvorverarbeitung erarbeitet, um die wissenschaftliche Fundiertheit der Arbeit zu gewährleisten.
Themenbereich: Data Preprocessing, Social Collaboration Analytics, Business Intelligence
Williams, S. P., Mosen, J., & Schubert, P. (2020). The Structure of Social Documents. 53rd Hawaii International Conference on System Sciences, 2825–2834. https://doi.org/10.24251/hicss.2020.345
Online available at https://www.researchgate.net/publication/338446099_The_Structure_of_Social_Documents
Ansprechpartner:
Folgende Abschlussarbeiten sind bereits vergeben/abgeschlossen:
(Bachelor): Entwicklung eines Event-Data-Connectors für den HCL Enterprise Integrator (HEI)

In dieser Abschlussarbeit sollen die Basiskenntnisse von Cross-System Data Integration zusammengetragen werden. Diese theoretische Basis hilft dabei einen Connector für den HCL Enterprise Integrator (HEI) zu entwickeln. Die Zielsetzung des Connectors ist der Import von Transaktionsdaten aus einem Enterprise Collaboration System (ECS). Das ECS (beispielsweise: GitLab, MS Skype, Atlassian Confluence, Atlassian Jira, etc.) kann frei ausgewählt werden, insofern für dieses aktuell noch kein Connector vorliegt (es existiert bereits ein Connector für HCL Connections). Abschließend werden (optional) einzelne Aspekte der importierten Daten mit einem Business Intelligence (BI) Tool visualisiert.
Themenbereich: Cross-System Data Integration, Social Collaboration Analytics, Business Intelligence
Williams, S. P., Mosen, J., & Schubert, P. (2020). The Structure of Social Documents. 53rd Hawaii International Conference on System Sciences, 2825–2834. https://doi.org/10.24251/hicss.2020.345
Online available at https://www.researchgate.net/publication/338446099_The_Structure_of_Social_Documents
Ansprechpartner:
(Bachelor oder Master): Social Network of Business Objects (SoNBO): Ontologie-basiertes Konzept zur Integration von Unternehmensinformationen

Das Informationsmanagement in Organisationen wird seit über 30 Jahren durch betriebliche Anwendungssysteme (wie z. B. ERP-System) unterstützt. Im Laufe dieser Zeit sind in Organisationen verteilte und komplexe Systeme entstanden, sodass der Zugriff auf die Informationen für den Mitarbeiter zunehmend schwieriger geworden ist. Dadurch ist eine Integration der Informationen notwendig geworden.
SoNBO ist ein Ontologie-basiertes Konzept zur Informationsintegration, um Geschäftsinformationen aus den betrieblichen Anwendungssystemen (die dann als Quellsystem dienen) kontextsensitiv für den Informationssuchenden anzuzeigen. Ein Ontologie-basierter Integrationsansatz besitzt die Eigenschaft, mithilfe einer Ontologie als Schema auf die relevanten Informationen zuzugreifen. Dadurch ist dieser Ansatz flexibel auf sich ändernde Bedürfnisse anpassbar. Im Unterschied zu weiteren Ontologie-basierten Konzepten (z. B. OBDA, EKG) wird bei SoNBO eine unternehmensspezifische Ontologie entwickelt und ein userspezifischer Knowledge Graph unter der Verwendung von sozialen Funktionalitäten in Verbindung mit den Daten aus den Quellsystemen erzeugt. Der Mitarbeiter navigiert dann durch diesen Knowledge Graph (genannt „Social Network of Business Objects“).
Dabei werden die Informationen als Social Business Objects verstanden und die Beziehungen zwischen diesen Objekten werden identifiziert. Beispielsweise steht das Social Business Object Ingenieur Peter Mueller in einer Beziehung zur Ausgangsrechnung 1725, da in dieser seine Leistung abgerechnet wurde. Dieses Prinzip wird für die technische Entwicklung des SoNBO-Explorers genutzt sowie für die Konfiguration dieser Anwendung. Diese SoNBO-Applikation ist eine Java Spring Boot Applikation (umgesetzt als Microservices-Architektur), die Abfragen auf die Datenbanken der zu analysierenden Transaktionssysteme (z. B. ERP-/CRM-Systeme) absetzt.
Bewerben Sie sich für eine der Abschlussarbeiten und werden Sie Mitglied im Team SoNBO, um an der Weiterentwicklung eines Integrationskonzeptes für Betriebliche Anwendungssysteme zu arbeiten. Wir bieten auch Projekt- und Forschungspraktika im Team SoNBO an.
Masterarbeit/Bachelorarbeit: Entwicklung eines Prototyps ("Adapter") zur Integration von Informationen als Social Business Objects aus einem Salesforce-System:
Im Rahmen dieser Arbeit beschäftigen Sie sich mit der bei Unternehmen zunehmend beliebter werdenden Software des Anbieters Salesforce. Ihre Aufgaben werden sein, sich (1) mit der Software und der Datenstruktur vertraut zu machen, (2) sich mit verfügbaren Schnittstellen für einen externen Zugriff zu beschäftigen und (3) einen kleinen Prototyp zu entwickeln, der Daten aus Salesforce auslesen kann. Wir werden Ihnen die Software zur Verfügung stellen und gegebenenfalls den Kontakt zu einem Unternehmen herstellen, das Salesforce verwendet.
Ansprechpartner:
(Bachelor oder Master): (Weiter)Entwicklung des IRECS Visualisers
Das Akronym IRECS steht für „Identification of Requirements for Enterprise Collaboration Systems“. Das IRECS-Modell unterstützt Anwenderunternehmen bei der Erhebung von Anforderungen an Kollaborationssysteme. Es bietet einen Ordnungsrahmen sowohl für die Nutzersicht (welche Tätigkeiten sollen digital unterstützt werden?) als auch die technische Sicht (welche konkreten Tools unterstützen die Nutzung?).
Im Jahr 2018 wurde im Rahmen einer Bachelorarbeit eine Webapplikation entwickelt, welche die IRECS-Klassifikation für die Analyse von Arbeitsbereichen (Communities) in UniConnect einsetzt. Der sogenannte „IRESS Visualizer“ ermöglicht eine grafische Darstellung der Use Cases und Kollaborationsszenarien sowie verschiedene Arten der Interpretation der Nutzeraktionen in einem Arbeitsbereich.
Das IRESS-Modell wurde in den letzten Jahren in das IRECS-Modell weiterentwickelt. Daneben wurde die verfügbare Datenbasis für die Analyse verbessert. Die ausgeschriebene Qualifikationsarbeit soll weitermachen, wo die vorhergehende Arbeit im Jahr 2018 stehen geblieben ist. Ziel der Arbeit sind die Konzeption und prototypische Entwicklung einer Webapplikation (neu unter dem Namen IRECS-Visualiser). Die Komponenten der bestehenden Applikation können dafür vollumfänglich (wieder)verwendet werden. Voraussetzung für dieses Thema ist der erfolgreiche Abschluss der Veranstaltung CSCW, die jeweils im Wintersemester angeboten wird.
Die existierende Applikation kann (nach Absprache mit dem Betreuer) hier angesehen werden:
https://devil.bas.uni-koblenz.de/iress/iress-visualizer-v1.0.nsf/Info.xsp (Passwort erforderlich)
Ansprechpartner:
(Bachelor oder Master): Milestory: Technologieentscheide für Softwareprodukte einer Enterprise Collaboration Platform
Angefacht durch veränderte Arbeitsbedingungen und daraus resultierende Anforderungen an den digitalen Arbeitsplatz, waren viele Unternehmen in den letzten Jahren gezwungen, ihre Softwareportfolios im Bereich der innerbetrieblichen Zusammenarbeit in großer Eile zu erweitern. Dadurch wurde Software in Anwenderunternehmen eher experimentell als in sorgfältig geplanter Weise eingeführt. Aufgrund der nun vorliegenden mehrjährigen Erfahrungen in Nutzung und Betrieb, haben einige Anwenderunternehmen begonnen, das Technologieportfolio der Kollaborationslösungen zu überprüfen und Entscheide für Migrationen bzw. Ablösungen der bisher eingesetzten Softwareprodukte gefällt.
Das CEIR-Forschungsteam begleitet eine Gruppe von Anwenderunternehmen seit mehreren Jahren bei ihrer Gestaltung des digitalen Arbeitsplatzes. Die Gruppe hat sich in der Initiative IndustryConnect zusammengeschlossen und die Mitglieder tauschen sich regelmäßig über aktuelle Probleme und Fragestellungen im Themenbereich Enterprise Collaboration aus. Dazu gehört z.B. die digitale Unterstützung von Arbeitsgruppen und der aktive Wissensaustausch zwischen Mitarbeitern im Unternehmen. Dabei sind mehrere Tiefenfallstudien zum Einsatz von Kollaborationslösungen in deutschen Unternehmen entstanden.
Die ausgeschriebene Qualifikationsarbeit fokussiert auf diejenigen Unternehmen, die in letzter Zeit einen Entscheid für einen Anbieterwechsel für einen Teil ihres Kollaborationsportfolios vorgenommen haben. Im Rahmen der Arbeit soll untersucht werden, welche Beweggründe zu dem Entscheid geführt haben und welche Auswirkungen der Technologiewechsel hat(te). Die Datenerhebung (in der Form von Fragebögen und Interviews) erfolgt direkt an der Quelle, bei den Verantwortlichen für die Kollaborationslösung bzw. den Entscheidungsträgern. Als Ergebnis der Arbeit resultiert eine sogenannte „Milestory“, also eine Weiterführung der bestehenden Fallstudie, mit dem Vertiefungsthema „Gründe für den Migrationsentscheid und Effekte der Ablösung“. Die betroffenen Unternehmen haben dieser Untersuchung zugestimmt. Es stehen mehrere Unternehmen zur Auswahl. Die Namen werden interessierten Kandidaten nach einer erfolgreichen Bewerbung mitgeteilt. Voraussetzung für dieses Thema ist der erfolgreiche Abschluss der Veranstaltung CSCW, die jeweils im Wintersemester angeboten wird.
Ansprechpartnerin: