2C-NOW²: Hybrid Workgroups and Workspaces

2C-NOW²

2C-NOW2 baut auf den Konzepten, Methoden und Erkenntnissen der ersten Phase von 2C-NOW auf und erweitert die bestehenden Arbeiten der digitalen Spurenanalyse durch die Entwicklung neuartiger Methoden zur Durchführung von Trace Ethnographies und zur Analyse umfangreicher kontextueller Daten aus Arbeitsplatzstudien. Gemeinsam werden diese Methoden eingesetzt, um empirische Einsichten darüber zu liefern, wie neue Formen der hybriden Arbeit die Arbeitswelt verändern, und um umfassende Analysen von hybriden Arbeitsgruppen sowie aufkommenden koordinativen Praktiken zu ermöglichen.

In der zweiten Phase von 2C-NOW werden wir die bisherige Forschung in zwei Richtungen weiter erweitern und vertiefen: Erstens bauen wir auf unserer Arbeit zur digitalen Spurenanalyse auf, um unser methodologisches Repertoire durch die Entwicklung von ethnographischen Methoden und Werkzeugen zu erweitern. Zweitens entwickeln wir eingehende empirische Studien über die gegenwärtigen Transformationen von Arbeitsroutinen und Arbeitspraktiken, die sich aus der Zunahme von hybrider Arbeit und hybriden Arbeitsgruppen in Organisationen ergeben. Diese Studien liefern sowohl empirische Belege als auch Einblicke in die Art und Weise, wie neue Arrangements für hybride Arbeit die Arbeitswelt verändern, und ermöglichen umfassende kontextuelle Analysen von hybriden Arbeitsgruppen und neu entstehenden koordinativen Praktiken.

Unsere Forschungsziele sind:

  1. digitale ethnographische Methoden zu entwickeln und anzuwenden, um die Rhythmen und Abläufe des Arbeitsalltags in hybriden und verteilten Arbeitssituationen kontextbezogen zu analysieren,
  2. neu aufkommende Sequenzen von Koordinationsarbeit zu analysieren und zu verstehen, um neu auftretende Arbeitsroutinen und Interaktionsmuster in hybriden und verteilten Arbeitsgruppen zu identifizieren,
  3. die Art und Weise zu untersuchen, wie Technologien und Artefakte bei der Gestaltung von digitalen Arbeitsumgebungen eingesetzt werden.

Innovative digitale ethnografische Methoden in Form von digitalen hybriden Arbeitstagebüchern und Methoden zur Visualisierung von Arbeit werden entwickelt und eingesetzt, um die alltäglichen Rhythmen und Arbeitsroutinen von verteilten und hybriden Arbeitsgruppen mittels neuer Formen von longitudinalen Daten zu erfassen, zu visualisieren und zu analysieren. Im Kontext des übergreifenden Schwerpunktprogramms SPP2267 trägt unsere Arbeit zum Verständnis auf der Mikro- und Mesoebene von Aktivitäten bei, indem wir Veränderungen von Technologien, Arbeitspraktiken und Routinen untersuchen, wie sie für Einzelpersonen, Arbeitsgruppe und Organisationen auftreten. Im Hinblick auf die drei Veränderungsdynamiken (motion dynamics) gehen wir auf alle drei ein, indem wir untersuchen:

  • wie Arbeitspraktiken durch den Einsatz von Kollaborationstechnologien zur Organisation und Koordination des Arbeitsalltags geprägt werden (Durchdringung – permeating);
  • wie Organisationen die Kollaborationsplattformen zusammenstellen und auf welche Weise Kollaborationstechnologien angenommen und innerhalb von Organisationen verbreitet werden (Bereitstellung - making available);
  • wie Arbeitspraktiken sich entwickeln und ob sie standardisiert und als Arbeitsroutinen auf Organisationsebene eingebettet werden oder nicht (Verstetigung - perpetuating)

Förderungen & Partnerschaften


Beteiligte Einrichtungen
Betriebliche Anwendungssystemeuni-koblenz.dehttps://www.uni-...
Enterprise Information Managementuni-koblenz.dehttps://www.uni-...
Gefördert von
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)dfg.de/

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