MINTmach-Pavillon von KOMINT+ gewinnt den Publikumspreis bei der Nacht der Forschung

„Forschung vernetzt! Gemeinsam weiter:denken für die Zukunft.“ lautete das Motto der diesjährigen Nacht der Forschung, das für die Didaktiken der Fächer Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie, Physik und Techniklehre und ihrer neuen Dachstruktur Koblenzer MINT-Didaktiken interdisziplinär (KOMINT+) wie gerufen kam, um ihren neuen MINTmach-Pavillon gemeinsam in Szene zu setzen.
Unter der Leitung von Prof.‘in Dr.‘in Kirsten Winkel (AG Didaktik der Mathematik, Primarstufe), Prof. Dr. Martin Bracke (AG Didaktik der Mathematik, Sekundarstufen), Prof.‘in Dr.‘in Nadine Dittert (AG Informatik und ihre Didaktik), Prof.‘in Dr.‘in Finja Grospietsch (AG Didaktik der Biologie), Prof. Dr. Stefan Müller (AG Didaktik der Chemie) und Prof. Dr. Andreas Vorholzer (AG Didaktik der Physik und Techniklehre) wurde ein neues Gestaltungskonzept ausgearbeitet, bei dem die Promovierenden und Postdocs der genannten Arbeitsgruppen sowie das erste gemeinsame Leuchtturmprojekt MINTgedacht im Mittelpunkt standen.
KOmm MI(N)T auf die Reise durch unsere Forschung
Kerstin Haastert aus der AG Didaktik der Biologie lockte durch das Verzieren von Ansteckbuttons (u. a. mit getrockneten Blüten) an ihr Poster zum Promotionsprojekt EngL². Auf diesem präsentierte sie, wie sich in ihrer Forschung rund ums Themenfeld Biodiversität Biologielehramtsstudierende durch das Lehr-Lern-Konzept Lernen durch Engagement für Schüler*innen und Lehrkräfte einsetzen.

Lukas Bayer aus der AG Didaktik der Mathematik (Sekundarstufen) stellte auf seinem Poster Teile seines Promotionsprojekts zur Integration der fachübergreifenden Kompetenz des Computational Thinking in den Mathematikunterricht vor. Neugierig gemacht wurden die Besucher*innen der Nacht der Forschung durch das Programmieren einer Schildkröte zum Zeichnen von Rechtecken und deren Zusammenhang mit dem sogenannten Heron-Verfahren, das der Berechnung von Quadratwurzeln im Mathematikunterricht dient.
Dr. Gregor Benz aus der AG Didaktik der Physik und Techniklehre kam über das digitale Messen von wirkenden Reibungskräften auf Körper mit unterschiedlichen Oberflächen ins Gespräch und diskutierte mit Besucher*innen an seinem Poster die Frage, warum ein kompetenter Umgang mit Messdaten im Physikunterricht bedeutsam ist bzw. wie entsprechende Bildungsziele in der Schulpraxis erreicht werden können.
Sarah von Styp Rekowski aus der AG Informatik und ihre Didaktik stellte das Forschungsprojekt PIONIERIN vor. Über einen interaktiven Persönlichkeitstest rund um das Selbstbild in der Informatik fand sie einen sehr individualisierten Zugang zu den Besucher*innen und konnte im Anschluss mit ihnen reflektieren, wie man Schülerinnen besser dabei unterstützen kann, das Informatikstudium als persönliche Zukunftsperspektive zu entdecken.
Michael Kunz aus der AG Didaktik der Chemie stellte den Climistry-Schülerlabortag vor (zusammengesetzt aus den Begriffen Climate und Chemistry), den er im Rahmen seiner Promotion entwickelt. Im Climistry-Lab wird das Lernen chemischer Fachinhalte zum Klimawandel mit dem Lernen über naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen (Nature of Science) kombiniert. Interesse schürte er mithilfe sogenannter View Boxen, d. h. kleinen verschlossenen Kästchen mit unbekannten Gegenständen, die dazu anregen, zwischen Beobachtungen und daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen zu unterscheiden.

Julia Schätzlein aus der AG Didaktik der Biologie stellte ihr Promotionsvorhaben im DFG-Projekt VoBum vor, das Lernendenvorstellungen rund um den menschlichen Körper untersucht und mit seinen Ergebnissen schulische Gesundheitsbildung verbessern soll. Über drei unterschiedliche Tastboxen konnten Besucher*innen Modelle menschlicher Organe (be-)greifen und sich im Anschluss am Poster einem kleinen Selbsttest zu fachlich angemessenen Vorstellungen zu den unterschiedlichen Organsystemen des menschlichen Körpers unterziehen.
Ein besonderer Publikumsmagnet war die MINTmach-Aktivität des Projektes Bewegung im Informatikunterricht, das von Luca Christ aus der AG Informatik und ihre Didaktik vorgestellt wurde und untersucht, wie körperliche Aktivität sinnvoll mit informatischen Lerninhalten verbunden werden kann. Auch uk-Präsident Prof. Dr. Stefan Wehner übernahm an dieser Station zeitweise die Rolle eines Roboters, der sich ausschließlich anhand der zuvor festgelegten Anweisungen gehen, nach links drehen und nach rechts drehen bewegen durfte und konnte darüber die Bedeutung eindeutiger Anweisungen sowie algorithmisches Denken erfahren.

Mach MI(N)T: Wie kann die uk MINTerdisziplinär weiter:denken?
Doch am MINTmach-Pavillon wurden nicht nur disziplinäre Projekte der einzelnen MINT-Didaktiken vorgestellt: Christin Roth und Denise Schäfer, studentische Hilfskräfte im Projekt MINTgedacht – Forschen im Reallabor, und Prof.‘in Dr.‘in Nadine Dittert, Leitung der AG Informatik und ihre Didaktik sowie seit 2026 Projektverantwortliche des Ada-Lovelace-Projektes am Standort Koblenz, nutzten die Zeit am von Dr. Alexander Hug gestalteten Projekt-Poster, um Gespräche mit interessierten Schüler*innen zu führen, die MINTerdisziplinäre Forschungsprojekte in Laboren der uk durchführen (wollen). Begleitend fing Prof.‘in Dr.‘in Finja Grospietsch, in ihrer neuen Rolle als Transferbeauftragte für Wissenschafts-Praxis-Transfer im Fachbereich 3, mit Besucher*innen an einer interaktiven Posterwand Ideen für neue MINTerdisziplinäre Projekte zu den Themen Wasser und Biodiversität ein.
Dass dieses vielfältige Programm bei vielen Besucher*innen der Nacht der Forschung besonders gut ankam, zeigte sich auch bei der Siegerehrung zum Publikumsvoting: Der MINTmach-Pavillon von KOMINT+ erzielte den 1. Platz. Die gewonnenen Leckereien von DeBeukelaer und die Frühstücksgutscheine vom sander Hotel (Hiermit ein herzlicher Dank an die großzügigen Sponsoren!) versüßten dem gesamten Team von KOMINT+ das MINTerdisziplinäre Weiter:denken.



