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Institut für Grundschulpädagogik
Ästhetische Bildung
Leitung: Prof.in Dr.in Wiebke Lohfeld
Ästhetische Bildung in der Grundschule in und mit allen Künsten – Theater, Bildende und Performative Kunst, Literatur, Tanz – unterstützt die Aneignung von Fähigkeiten zur Partizipation an modernen Gesellschaften zunehmender Vielfältigkeit. Die Lehrer*innenbildung in diesem Arbeitsbereich des Instituts für Grundschulpädagogik verstehen wir als einen Beitrag für eine Stärkung Kultureller und Ästhetischer Bildung in Grundschulen - für eine gerechte, vielfältige und offene Gesellschaft.
Im Kontext von Bildung in Schule besteht eine große Herausforderung darin, die Bildungsprozesse von Grundschulkindern so zu begleiten, dass sie sich die Welt so erschließen, dass sie ihre eigene Position darin entfalten können. Mit dem Studienangebot der Ästhetischen Bildung wird in diese Querschnittsaufgabe von Unterricht und Schule eingeführt: grundlagentheoretisch und in künstlerisch-forschender und vermittelnder Praxis. Ästhetische Bildung ist eng mit künstlerischen Produktions- und Rezeptionsprozessen verbunden, die Bildungsprozesse im Sinne von Selbstermächtigung und -stärkung initiieren. Wir verstehen uns in diesem Modul als Multiplikator*innen eines Bildungsauftrags für Studierende und für Kinder gleichermaßen. In der Schule Zugänge zur Welt zu ermöglichen, beinhaltet neben festgelegten Lernwegen im Unterricht, Kinder für Kultur und die Künste zu sensibilisieren, ihre Wahrnehmungs- und Reflexionsfähigkeit zu stärken und ihre Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Es geht auch darum, die Strategien künstlerischen Handelns, die fächerübergreifendes Lernen in der Grundschule möglich machen, zu erproben, zu erfahren und zu lernen: im Spiel und im Experimentieren mit einer forschenden Haltung gegenüber der Welt und sich selbst.
Unsere Arbeit vollzieht sich im Spannungsfeld aller Künste mit Blick auf deren Ermöglichungs(spiel)räume für jede*n Einzelne*n. Grundlage über alle künstlerischen Disziplinen hinweg sind die Pfeiler SPIEL und BIOGRAPHIE. Für die Künste spielen außerdem folgende Begriffe eine übergeordnete Rolle, die wir aus dem aktuellen Diskurs heraus reflektieren und methodisch voraussetzen: RAUM, ERFAHRUNG, EXPERIMENTALITÄT, FREMDHEIT, PROZESS, FORSCHUNG, GESTALT, WAHRNEHMUNG, KÖRPER, LEIBLICHKEIT, LIMINALITÄT, STIMME, POLITIK, DIGITALISIERUNG
Team
Kontakt zum Arbeitsbereich direkt über diese Email: aesthetischebildung(at)uni-koblenz.de
Ehemalige Mitglieder des Arbeitsbereichs
Kolleginnen anderer Institute
Dr.in Nina Dyllick, Institut für Musikwissenschaft
Prof. Dr. Lina Oravec, Institut Musikwissenschaft
Prof. Dr. Silke Ballath, Institut für Kunstwissenschaft
Prof. Dr. Lisa Beißwanger, Institut für Kunstwissenschaft
Unsere Lehrbeauftragten im Wintersemester 2026/27
Das vielfältige Seminarangebot können wir vor allem durch unsere Lehrbeauftragten anbieten, die größtenteils aus der künstlerischen und schulischen sowie pädagogischen Praxis kommen und damit weitere Perspektiven in das Modul Ästhetische Bildung einbringen. Der stetige Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen bereichert auch die Arbeit "hinter den Kulissen" der Lehre und bietet immer wieder Ansatzpunkte für kritische Selbstbefragung und neue Themen für die Forschung, für Projekte und die Verbindung der Inhalte des Modul 6 "Ästhetische Bildung" zur Praxis in Schulen.

CLAIRE DORWEILER
Körperausdruck und nonverbale Kommunikation. Claire hat einen B.A. in Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis/Theater und Medien (Uni Hildesheim) und einen M.F.A. in Medienkunst und -gestaltung der Bauhaus Universität Weimar.
Sie arbeitet als freie Künstlern für Projekte in ganz Deutschland mit Sitz in Wiesbaden.
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MAREIKE BUCHMANN
Performancekünstlerin, Bewegungsforscherin und Tanzwissenschaftlerin. Ihre Arbeiten entfalten sich zwischen Tanz, Text, Zeichnung und Sound und nehmen Bewegung als innere Regung und äußere Handlung zugleich zum Ausgangspunkt.
Für ihre künstlerische Arbeit erhielt Mareike Buchmann zahlreiche Förderungen und Stipendien. Neben Soloprojekten leitet sie seit 2022 das IDA FLUX Ensembles und kooperiert mit anderen Künstler*innen. SYMSOMA ist der Name ihrer Tanz- und Bewegungspraxis, die sie in Workshops sowie in Lehraufträgen an der Schnittstelle von Theorie und Praxis vermittelt. 2024 promovierte sie an der Nahtstelle von Wissenschaft und Kunst zum Thema KörperSpurenSpüren.
Hier geht's zu ihrer Webpage --> klicken

JAQUELINE KASTENHOLZ
Infos folgen in Kürze!
Aktuelles
Lehrangebot im Wintersemester 2026/27
12 Seminare von 7 Lehrenden: Künstlerische Zugänge zu sich und anderen, Szenische Entwicklung biografischer Materialien, Performance, Tanz und Bewegung, Verbundenheit/Mit-Körperschaft, Theater mit Kindern, musikalisch-ästhetische Praxis, zeitgenössische Bildende Kunst, Kunstbegegnung "Nah am Werk".
Unsere Lehre bezieht sich auf aktuelle Diskurse in Vermittlung und Bildung, geht den Prinzipien kreativer Aktivitäten und didaktischen Herausforderungen auf den Grund. Es geht um Erfahrungsqualitäten, die Studierende für den eigenen Zugang zu den einzelnen Künsten sensibilisieren und sie befähigen, ihre Perspektiven zu erweitern.
In unseren Seminaren regen wir in Praxis und Theorie dazu an, aktuelle gesellschaftliche und bildungspolitische Herausforderungen zu reflektieren. In der Auseinandersetzung mit künstlerischen Zugängen können Studierende eigene Wahrnehmungen von Welt erleben und mit neuen Erfahrungen im Spiel mit eigener Gestaltungsfähigkeit in Anschlag bringen.

Lehrangebot in --> KLIPS
Seminarangebote in Modul 6 Grundschulpädagogik sind auch für Studierende des Studiengangs "Darstellendes Spiel" geöffnet (Modul 3).
ACHTUNG: Workshopangebote für das Selbststudium weiter unten neu eingestellt!
AKTUELLER PRÜFUNGSHINWEIS:
Der Prüfungszeitraum im Modul 6 beginnt am 05.02. und läuft bis 05.03.2027. Damit die Prüfungsleistungen nicht vor Beginn des offiziellen Prüfungszeitraums eingereicht werden, erfolgt die Zulassung in den OLAT-Abgabekurs erst mit Prüfungsbeginn. Im OLAT-Kurs finden Sie dann genaue Angaben zum weiteren Prozedere (Link zur Cloud für Abgabe des Selbststudiumsteils, Adresse und Frist für die Print-Abgabe).
Sie werden über Ihre in KLIPS hinterlegte Emailadresse von Ihrer Prüferin in den Kurs eingetragen bzw. erhalten einen Link.



Angebote für das Teilmodul 6.3 unter Ankündigungen weiter unten eingestellt!

Portfolio - Hausarbeit - Wissenschaftliches Arbeiten - Themen - Termine - Abgabe: Fragen? Informieren Sie sich auf dieser Homepage - weiter nach unten scrollen und die Folien dazu finden!
Hier finden Sie aktuelle Vorlagen für Eigenständigkeitserklärungen und Informationen zum Einsatz generativer KI-Systeme im Rahmen von Masterarbeiten und schriftlichen Prüfungsarbeiten im Modul 6 (Grundschulbildung) sowie Modul 3 (Darstellendes Spiel):
--> Eigenständigkeitserklärung (keine KI-Nutzung)
--> Eigenständigkeitserklärung (KI-Nutzung im erlaubten Rahmen)
Der OLAT-Abgabekurs wird kurz vor Beginn des Prüfungszeitraums eingerichtet! Sie werden von Ihrer Prüferin eingetragen oder erhalten einen Link.
INFO zu den Prüfungen in M6
Sie finden auf den Folien, die weiter unten eingestellt sind, alle Informationen zu den Rahmenbedingungen der Modulabschlussprüfung im WiSe 26/27 in Modul 6. Für formale Fragen bezüglich Terminen, Verlängerung durch Krankheit etc. stehen Ihnen auch die Kolleginnen vom Hochschulprüfungsamt zur Seite. Bei Prüfungsstress oder -angst können Sie sich bei der Psychosozialen Beratungsstelle des Studierendenwerks Unterstützung holen.

Prüfungen WiSe 2026/27
Grundlagen und Formen der ästhetischen Bildung
Formalia Prüfungen WiSe 2026/27
Leitfaden wissenschaftliches Arbeiten in der ästhetischen Bildung
Genauere Angaben zu einzelnen Inhalten, Leistungspunkten etc. entnehmen Sie bitte dem Modulhandbuch.
GRUPPENSPRECHSTUNDEN 6.3

Anmeldung:
akonrad@uni-koblenz.de
Bitte melden Sie sich für die Gruppensprechstunde vorher an, damit wir diese planen können!
Nutzen Sie die Gelegenheit, sich für Ihr eigenes Projekt im Teilmodul 6.3 gut zu informieren sowie sich zu vernetzen.
Link für die Infoveranstaltung am 03.11.2026, 18 Uhr:
https://bbb.uni-koblenz.de/b/wie-znp-gjj-ukt
Ankündigungen
(Workshop-)Angebote:
Angebote des Mittelrhein-Museums Koblenz (für 6.3)
Das Mittelrhein-Museum Koblenz beherbergt eine Vielfalt künstlerischer Werke von der Antike bis zur
Gegenwart und bietet ein umfangreiches (Vermittlungs-)Angebot mit unterschiedlichen Impulsen und Anknüpfungspunkten für das Selbststudium im Teilmodul 6.3.
Zum Beispiel:
Workshops Museumpädagogik, Veranstaltungen für Lehrer:innen und Schulklassen, Actionbounds, Active Panel, Nubart, VR-Station, Stadtmodell, Hospitations- und Praktikumsmöglichkeiten...
--> Weitere Infos
Kontakt: Dipl. Päd. Nora Löhr

Museums-Workshop von Studierenden für Studierende


Der Arbeitsbereich unterstützt dieses Angebot im Rahmen des Selbststudiums im Teilmodul 6.3.
Ausstellung Junior Uni Daun
Für die Ausstellung „Robert Louis Stevenson in 14 Episoden“ sucht die Junior Uni Daun engagierte Studierende, die Schulklassen im Zeitraum vom 15.06.–25.06.2026 museumspädagogisch durch die Ausstellung begleiten und thematisch passende, praxisorientierte Kurse anbieten möchten.
Geplant ist ein dreistündiges Programm für Schulklassen der Klassenstufen 5–8, das aus zwei Teilen besteht: Museumspädagogische Führung durch die Ausstellung (ca. 60 Minuten) und praxisorientierter Kurs (ca. 120 Minuten). Das Programm findet voraussichtlich jeweils einmal am Vormittag und einmal am Nachmittag statt. Die Gesamtdauer pro Gruppe beträgt etwa 3 Stunden. Es sollen Formate entwickelt werden, die sich an museumspädagogischen Prinzipien wie z.B. dialogischem Lernen und aktivierenden Gesprächsimpulsen orientieren und kreative, forschende oder gestalterische Arbeitsformen umsetzen.
Der Arbeitsbereich unterstützt dieses Angebot im Rahmen des Selbststudiums im Teilmodul 6.3.
--> Weitere Infos
Kontakt: Johannes Baden

Hühner für die Demokratie
Ein partizipatives Quartiersprojekt mit Hühnern in Zeilsheim/ Sindlingen
(Projektlaufzeit März 2026 – Nov./ Dez. 2027)
'Von Hühnern, Raumeroberungen und neuen Verbündeten‘: Um einen gemeinschaftlich betriebenen Hühnerstall wird ein Kulturprojekt der KinderKulturFarm Frankfurt e.V. und der Künstlerin Rahel Seitz in Kooperation mit dem Quartiersmanagement Zeilsheim durchgeführt. Durch die Intervention von Tier und Mensch im öffentlichen Raum entsteht ein partizipatives Urban-Farming-Projekt für ein respektvolles Miteinander, für demokratische Teilhabe, für eine gute Tier-Mensch-Beziehung und für öffentliche Gestaltungsräume. Neben dem alltäglichen Umgang mit den Hühnern und der Gestaltung des Ortes startet eine Reihe öffentlicher Veranstaltungen und Angebote von Quartiersfesten, gestaltenden Aktivitäten, Tierbegegnungen, Musik bis hin zu Workshops, Dialogfomaten, Kunstaktionen und Performance.
Gesucht werden Studierende, die das Projekt wissenschaftlich begleiten.
Der Arbeitsbereich unterstützt dieses Angebot im Rahmen des Selbststudiums im Teilmodul 6.3.
Weitere Infos

Kontakt: Rahel Seitz


Theaterintervention "Fest der Demokratie"
Das „Fest der Demokratie“ ist eine jährlich stattfindende Großveranstaltung in Koblenz, die demokratische Werte sichtbar macht und gesellschaftliches Engagement stärkt. Diesjähriger Veranstaltungstag (14.11.2026). Vor diesem Hintergrund kann im Rahmen des studentischen Selbststudiums (auch im Vorfeld) eine künstlerisch-performative Intervention im öffentlichen Raum entwickelt werden.
Das Projekt versteht sich als experimenteller Zugang zwischen Theater, politischer Bildung und öffentlichem Raum. Es bietet Studierenden die Möglichkeit, künstlerische Praxis mit gesellschaftlicher Relevanz zu verbinden und eigene Formen der Ansprache und Vermittlung zu erproben.
"Was ich euch schon immer sagen wollte"
In diesem Angebot der Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V. mit regionalen Schulen und Künstler*innen sollen über ästhetische Zugänge kommunikative, kognitive und soziale Fähigkeiten von Kindern gefördert werden. Im Projekt „Was ich euch schon immer sagen wollte!“ lernen Kinder, sich selbstbewusst, klar und lebendig auszudrücken. Sie üben, ihre Gedanken in ganzen Sätzen zu formulieren, ihren Wortschatz zu erweitern und ihre Stimme bewusst einzusetzen – sei es durch Lautstärke, Betonung oder Sprechtempo. Dabei stehen nicht nur sprachliche Fähigkeiten im Mittelpunkt, sondern auch der Mut, vor anderen zu sprechen und den eigenen Standpunkt zu formulieren, und der respektvolle Umgang miteinander. Sie erleben, wie wichtig es ist, anderen aufmerksam zuzuhören, sie ausreden zu lassen und Feedback freundlich zu geben und anzunehmen.
Studierende (des Teilmoduls 6.3.) können die Zusammenarbeit während der zugehörigen Teilprojekte I-III (04.11.-6.11.2025, 24.11.-26.11.2025, 03.-05.12.2025) begleiten. Die entstandenen Werke aller beteiligten Schulklassen werden im Rahmen einer Ausstellung im Haus Metternich in der Koblenzer Innenstadt präsentiert (Aufbau 19.01.-28.01.2026, Eröffnung: 29.01.2026). Auch hier sind Studierende eingeladen, sich an Konzeption und Umsetzung zu beteiligen.
Der Arbeitsbereich unterstützt dieses Angebot im Rahmen des Selbststudiums im Teilmodul 6.3.
--> weitere Infos
KONTAKT und INFORMATIONEN zu neuen ANGEBOTEN: info@jukuwe.de

Mit jungen Menschen zeitgenössisches Theater sehen - eine dreiteilige Weiterbildung für Lehrkräfte und Pädagoginnen

ACHTUNG! Die Zeiten haben sich geändert: 13.05.26 von 10.30 bis 15.30 sowie am 17.06. von 10.30 bis 15.30
Für weitere Informationen wenden Sie sich an lohfeld@uni-koblenz.de oder an die Veranstalter.
Der Arbeitsbereich unterstützt diese Weiterbildung im Rahmen des Selbststudiums im Teilmodul 6.3.
FORSCHUNG
Im Juli 2024 hat der Arbeitsbereich zwei Veranstaltungen angeboten, die zum Austausch über Forschungsmethoden anregten. Das erste Kolloquium beleuchtete mit der Methode der Objektiven Hermeneutik Forschungsmaterial aus dem Projekt "Teilnahmebedingung: Exil. Preisausschreiben für Emigrierte" und die zweite Veranstaltung widmete sich der Vignettenforschung in und für Bildungsprozesse. Die Ankündigungen finden sich hier:
---> BERICHT <---


Publikationen
Agnes Bube und Evi Agostini:
Potenziale ästhetischer Weltzuwendung zwischen Ambiguität des Wirklichen und Verwirklichung des Möglichen. In: Engel, B./Böhme, K./Hallmann, K./Karl, N./Loemke, T./Mateus-Berr, R. (Hg.): Politik der Erfahrung. Zur bildungspolitischen Brisanz von Erfahrung in Kunst, Bildung und Professionalisierungsprozessen. Didaktische Logiken des Unbestimmten Band V, München: kopaed 2026, S. 90-103.
Mit Bezug auf bildungsphilosophische Ansätze verdeutlichen Agnes Bube und Evi Agostini wie Momente von Offenheit, Irritation sowie die Fülle sinnlicher Erfahrungsmöglichkeiten von und an Kunstwerken dafür sensibilisieren können, Phänomene anders wahrzunehmen und unsere Aufmerksamkeit auf das zu richten, was aufgrund normierter Raster oft nicht (mehr) wahrgenommen wird. Ästhetische Erfahrungen spielen auch in der Lernforschung mit Vignetten eine zentrale Rolle, die als praxisrelevantes Reflexions- und Professionalisierungsinstrument vorgestellt werden, sich jedoch im Gegensatz zur Kunsterfahrung durch ihre miterfahrende Erfahrung in pädagogischen Situationen auszeichnen. In ihrem Beitrag diskutieren Bube und Agostini, warum die Auseinandersetzung mit Kunstwerken über das Fach Kunst hinaus auch in pädagogischen Kontexten von Bedeutung sein kann und worin ihr bildungspolitisches Potenzial liege.


Agnes Bube und Wiebke Lohfeld: Ansprüche an Professionalisierung in der Lehrer*innenbildung. Zwischen Strukturlogik und sinnlichem Eindruck.
Unterrichtssituationen und das Handeln von Lehrpersonen zu untersuchen, bildet eine zentrale Basis pädagogischer Professionalisierung. Dabei ist sowohl die Rekonstruktion handlungslogischer Strukturen in Schüler*innen-Lehrer*innen-Interaktionen relevant als auch die Reflexion persönlicher Wahrnehmungen und Erfahrungen, die der neutralen Beobachter*innenperspektive verborgen bleiben. Entsprechend werden im Beitrag die Sequenzanalyse mit der Objektiven Hermeneutik und die phänomenologische Vignettenlektüre vergleichend erörtert und in Hinblick auf die Professionalisierung von Lehramtsstudierenden diskutiert.
Open Access verfügbar:
doi.org/10.35468/jlb-02-2026-03
This article examines how play influences educational processes in primary school students. Conventional playful learning concepts often distort the phenomenological essence of play in an effort to enhance children’s learning outcomes. The primary focus of this paper is to argue that genuine play occurs when children are not constrained by external objectives, and instead engage in activities that emerge organically. This article presents critical theoretical perspectives that address the institutional forces at work within schools, which prioritize structured learning environments over spaces that are conducive to playful self-development. The role of an artist-in-residence-programme is emphasized because it is characterized by an open structure for exploring the school environment and the analysis outlines how this framework promotes learning objectives that encourage students to engage with and reflect upon their lived experiences rather than reflecting their learning achievements of the school curriculum.

Buch im open access zum Download

Evi Agostini, Agnes Bube: In-Bezug-Setzung von Selbst, Werk und anderen. Zur Herausbildung ästhetischer Urteilsfähigkeit in der wahrnehmungsorientierten Auseinandersetzung mit Originalen. In: Art Education Research, August 2025, Jg. 15 (28), S. 1-16.
Ästhetisch-gestalterisches Handeln in Rezeption, Produktion und Reflexion zu beurteilen, erfordert neben einer Sensibilisierung und Differenzierung des Wahrnehmungsvermögens auch die adäquate Vergegenwärtigung und Artikulation ästhetischer Eindrücke und Haltungen. Der Beitrag zeigt auf, wie in diesem Kontext die mehrdimensionale Beschäftigung mit Originalen sowie deren vielfältige Reflexion im Austausch mit anderen die Herausbildung ästhetischer Urteilsfähigkeit befördern können und welche unterschiedlichen (Kommunikations‑)Prozesse dazu beitragen. Basis hierfür bildet Forschungsmaterial aus dem Projekt Vignettenforschung „Nah am Werk“ (vgl. Bube 2020). Dabei werden in Analogie zu Werken der Kunst ebenso phänomenologische Vignetten als Instrument der Wahrnehmungs-
sensibilisierung, Reflexion und Urteilsbildung thematisch eingesetzt, um ein genaues Hinsehen, Hinhören und Einfühlen zu schulen, welches gerade (angehende) Lehrer*innen für das Erkennen, Fördern und Bewerten ästhetischer Potenziale von Schüler*innen benötigen (vgl. Agostini 2019; Agostini/Schratz/Eloff 2024).
Agnes Bube: Wiedererkennen und Neusehen – ästhetische Transformationen des Alltäglichen zwischen Design und Kunst. In: Schmitz, Norbert M. (Hg.): Ästhetik des Konsums. Ambivalenz der Verführung. Wien: Verlag für moderne Kunst 2024, S. 198-225
Der Konsumbegriff hat in der politischen Diskussion gerade angesichts der ökologischen Krise unserer Tage, aber weit früher schon in den Traditionen einer zivilisationskritischen Kulturkritik einen schweren Stand. [...] Es gilt Konsum jenseits seiner üblichen kulturkritischen Abwertung zunächst einmal als zivilisatorische Praxis aufzufassen, die nicht nur bei der ökonomischen, sondern auch sozialen Konstitution des modernen Individuums in säkularisierten Funktionsgesellschaften, insbesondere der Erlebnisgesellschaft unserer Tage, eine bedeutende Rolle spielte und spielt. Dabei geht es um die Ästhetik des Konsums insofern die Dynamik des neuzeitlichen Konsums die Dynamik der ästhetischen Formen in sämtlichen Lebensbereichen mitbegründete und umgekehrt in dieser einen Motor fand.


Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik Autor_innen: Evi Agostini und Agnes Bube (S. 208-224)
Welchen Beitrag können phänomenologische Zugänge für die Erziehungswissenschaften im Allgemeinen und für pädagogische Handlungsfelder und Fragen nach der Profession(alisierung) von Pädagog_innen im Besonderen leisten? Wie kann pädagogisches Handeln unter Berücksichtigung phänomenologischer Ansätze und der Theorie-Praxis-Differenz gerahmt werden? Und nicht zuletzt: Was umfasst pädagogische Professionalität aus einer phänomenologischen Perspektive und unter besonderer Bezugnahme auf eine pädagogische Ethik?
Lohfeld,Wiebke : Landschaft(en) der Heimatlosigkeit. Bilder und Szenen eines Entwurfs kultureller Bildung (S.217-230)
Landschaft Performance Teilhabe. Ländliche Räume in kultureller Bildung und künstlerischer Praxis
Landschaften und kulturelle Bildung sind auf vielschichtige Weise miteinander verwoben. Die Beiträger*innen aus Kunst und Wissenschaft durchleuchten diese Beziehungen und eröffnen interdisziplinäre Perspektiven darauf, wie kulturelle Bildung Landschaften als gesellschaftliche, ästhetische und körperlich-taktile Räume konzeptioniert, erkundet und potenziell verändert. Ins Zentrum rücken dabei grundlegende Fragen nach dem Verhältnis von Stadt und Land sowie von Kunst und Natur, aber auch nach einem zeitgenössischen Verständnis von kultureller Bildung.


Profession(alisierung) und Erfahrungsanspruch in der Lehrer:innenbildung
Was wird unter Erfahrung im Kontext pädagogischer Professionalisierung verstanden und welche Bedeutungen werden ihr vor dem Hintergrund individueller, institutioneller oder gesellschaftlicher Zusammenhänge zugesprochen? In diesem Lehrbuch für Lehramtsstudierende aller Fächer und Akteur:innen im Feld der (Lehrer:innen-)Bildung beleuchten einschlägige Vertreter:innen professionstheoretischer Standpunkte aus ihrer jeweiligen theoretischen Perspektive explizit erfahrungsbezogene Ansprüche und Erwartungen. Gemeinsamer Fokus ist ein Videobeispiel einer exemplarischen Unterrichtsszene im Fach Sport.
Zimmermann/Westphal/Arend/Lohfeld: Theater als Raum bildender Prozesse (2022):
Die Frage, was eine zeitgenössische Theaterpädagogik ausmacht, steht im Mittelpunkt dieses Tagungsbandes. Die Herausgeberinnen editieren Beiträge aus den Bereichen Theaterwissenschaft,Theaterpädagogik und künstlerischer Praxis. Unter vier Überschriften gehen die Autorinnen und Autoren in einen Diskurs über 1. zeitgenössische Theaterpädagogik, 2. die Bedeutung des Chorischen, 3. Affekte im Theater und 4. das Theater als Ort raumbildender Prozesse. Die Texte zur Theaterpädagogik sind eine Positionsbestimmung des Zentrums für zeitgenössisches Theater und Performance, das den universitären Studiengang "Darstellendes Spiel/Theater" verantwortet.
Archiv
Aus den Forschungsaktivitäten und Veranstaltungen





Das Kolloquium mit Dr. phil. habil. Ole Frahm vom Performancekollektiv LIGNA gibt einen Einblick in das recherchebasierte und künstlerisch forschende Arbeiten des Künstlers. Anhand von Beispielen wird deutlich, wie stark künstlerisch-forschende Methoden nicht nur zu künstlerischen Ergebnissen führen, sondern auch Erkenntnispotenziale entfalten, die uns die Welt und unseren Bezug zu ihr verstehen und nachvollziehen lassen. Wir werden unter anderem der Frage nachgehen, inwieweit künstlerisches Forschen auch ein Feld für sozial- und bildungswissenschaftliche Erkenntnisinteressen öffnet. Eingeladen sind Studierende und Wissenschaftler*innen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
April 2025: Der Arbeitsbereich auf der Arbeitstagung der AG Kasuistik in der Lehrer*innenbildung in Wien

Dr.in Agnes Bube und Prof.in Wiebke Lohfeld beteiligten sich gemeinsam mit dem Beitrag
"Eine Frage der Perspektive? Phänomenologische Vignettenlektüre und Sequenzanalyse mit der Objektiven Hermeneutik im Vergleich"
an der Arbeitstagung der AG Kasuistik in Wien. Die Veranstaltung fand am 24./25.04.2025
mit dem Thema
"Lehrer:innen-Schüler:innen-Interaktionen. Methodologische und methodische Erkundungen"
an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) statt.
Hier:
weitere Informationen und Programm
Aus der Lehre
Programm der Vorlesung im Sommersemester 2026


Programm der Vorlesung des Sommersemesters 2025

Vorträge in der Vorlesung


Bilder: @Playing Arts: Robby Höschele, Wiebke Lohfeld, LIGNA, Alessa Koch



Vortrag Februar 2024: Der Arbeitsbereich beim Internationalen kunstpädagogischen Kolloquium
Dr.in Agnes Bube und apl.-Prof.in Wiebke Lohfeld beteiligen sich gemeinsam mit einem Beitrag an dem Internationalen kunstpädagogischen Kolloquium in Osnabrück.
02. Februar bis 04. Februar 2024 Universität Osnabrück:
Workshop/Seminar Szenisches Experimentieren mit/von Stefan Gebhard FB 2 im Rahmen vom Teilmodul 6.3


Die Teilnahme an die partizipative Performance Freiheit! von/mit Jessica Fuchs (Darstellendes Spiel) ist auf 15 Personen begrenzt!

Zu der Person von Anne Katrin Klinge:
Anne Katrin Klinge absolvierte eine private Schauspielausbildung und war langjähriges Ensemblemitglied des Theater im Werftpark und Theater Kiel. Anschließend schloss sie eine Weiterbildung zur Spiel- Kultur- und Theaterpädagogin ab. Darauf folgte ein Studium an der Universität Hamburg im Masterstudiengang „Performance Studies“.
Seit 2005 ist sie als freie Mitarbeiterin für den Thalia Treffpunkt tätig: als Leitung zahlreicher Projekte und Workshops, als Künstlerischer Coach beim UNART- Jugend-Performance-Wettbewerb und übernimmt die spielerische Vorbereitung in Schulklassen.
Außerdem war sie als Lehrbeauftragte für das Fach Theater am Walddörfer Gymnasium tätig, war Mitarbeiterin bei TUSCH (Theater und Schule) Hamburg und Künstlerischer Coach bei theater macht schule (tms). Sie ist leitende Dozentin bei „Zusatzqualifikation Spiel- und Theaterpädagogik“ in der Jugendakademie Bad Segeberg/Verein Dell` Arte Hamburg und hat über Jahre verschiedenste Theaterprojekte im Goldbekhaus – Hamburg geleitet. Sie wirkte als Co-Autorin und Co-Herausgeberin von „TUSCH und die Poetiken des Theatermachens“- ein Werkbuch für Theater und Schule, kopead-Verlag mit.Anne Katrin Klinge ist seit der Spielzeit 2013/14 am Thalia Theater als Theaterpädagogin für den Bereich Theater und Schule engagiert.
Exkursionen
von Zeit zu Zeit finden im Rahmen der Ästhetischen Bildung Exkursionen zu Theaterfestivals, zu einzelnen Tanz- und Theaterworkshops, in Museen und zu Performances für und mit jungem Publikum statt.
06.05.2023 Exkursion nach Düsseldorf zu der Ausstellung von Refik Anadol im Kunstpalast und Besuch der ständigen Sammlung im K20. Exkursionsleiterin: Mariya Barashka.

In Kooperation mit FB 2 fanden zwei weitere Exkursionen statt: 08-10.06.2023 zu Impulse Theater Festival mit Besuch von Performances und Akademien. Link zum Festival: https://www.impulsefestival.de/ Die zweite Exkursion ging nach Frankfurt zum Theaterfestival Theater der Welt von 13-15.07.2023. Link zum Festival: https://theaterderwelt.de/ Leitung: Stefan Gebhard // Ko-Leitung: Mariya Barashka.
Tagungen und Konferenzen Sommersemester 2023
Laborwochenende mit Symposium: Forschendes Theater mit Kindern und Jugendlichen Machtkritische Perspektiven 28. April bis 30. April 2023 Link zu der Ankündigung: https://jungesfeld.de/2023/02/01/laborwochenende-mit-symposium-forschendes-theater-mit-kindern-und-jugendlichen/
Kurzlink: www.uni-ko.de/ab-aesthetik







